Gespräche mit dem Tod (11): Vom Fensterputzen, Gunter Gabriel und Helmut Kohl

Es ist Sonntagmorgen, 10 Uhr. Ich stehe im Wohnzimmer auf einer Leiter und putze Fenster. Das ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört, denn aufgrund des unebenen Dielenbodens schwankt die Leiter bei jeder Bewegung von mir bedrohlich. Daher muss ich mich sehr konzentrieren, damit weder ich noch der volle Putzeimer von der Leiter fällt.

Plötzlich höre ich, wie die Wohnungstüre geöffnet wird und Schritte im Flur ertönen. Ich versuche, mich auf der Leiter umzudrehen, die sich daraufhin zur Seite neigt. Im letzten Moment hält jemand die Leiter fest. Es ist mein Freund, der Tod.

„Herrjemine, pass doch auf“, ruft er. „Ich hab‘ auch so schon genug zu tun.“

Der Tod.

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Kizz-Kolumne: Darf man die Freunde seiner Kinder doof finden?

In der Zeitschrift ‚Kizz. Das Elternmagazin für die Kitazeit‘ darf ich unter der Rubrik ‚Das sagt Papa‘ regelmäßig meinen Senf zu Themen geben, von denen ich auch nicht mehr Ahnung habe als andere Eltern. Pädagogisch wertvoll wie ein kleines Steak. Ein sehr kleines. Eines, das man nicht essen möchte. Der folgende Beitrag erschien in Ausgabe ‚KIZZ – 1/2017‘.

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Als Eltern kennen Sie folgende Situation: Ihr Kind hat einen Freund oder eine Freundin zum Spielen eingeladen und der kleine Gast ist laut, macht Schmutz, gibt besserwisserische Antworten und legt ein Benehmen an den Tag, das gewaltbereite Hooligans wie unschuldige Konfirmanden wirken lässt. Um es höflich auszudrücken: Sie finden das Besuchskind wenig liebenswert. (In einer solchen Konstellation ist das eigene Kind meistens ebenfalls nicht besonders liebenswert.) Somit bejahen Sie die Frage, ob man die Freunde seiner Kinder doof finden darf, wahrscheinlich mit einem wackeldackelartigen Nicken.

Kinder - Man kann sie nicht alle mögen. (Symbolbild)

Kinder – Man kann sie nicht alle mögen. (Symbolbild)

Nun ist es aber sozial nicht sonderlich akzeptiert, Kinder doof zu finden. Zumindest sollten Sie das nicht öffentlich sagen. Sarah Kuttner hat das vor ein paar Jahren mal gemacht. Dass sie psychisch gestört sei, gehörte noch zu den netteren Dingen, die sie sich daraufhin anhören durfte.

Es ist auch nicht ganz fair, Kinder aufgrund ihres Betragens nicht zu mögen, denn das ist ja in erster Linie das Ergebnis der Erziehung durch die Eltern. Vielleicht ist der Vater ja Waffenlobbyist und die Mutter seit vielen Jahren Kreisvorsitzende der FDP. Da verwundert es dann nicht, wenn das Kind sozialpathologische Verhaltensweisen an den Tag legt.

Entspannen Sie sich einfach, was die Spielkumpanen Ihrer Kinder angeht. Sandkastenfreundschaften halten in der Regel nicht lange. Da ist es unnötig, sich über irgendwelche ungezogenen Blagen aufzuregen. Spätestens in der Schule wird Ihr Kind neue Freunde haben. Dann können Sie die doof finden. Oder noch besser: deren Eltern.

Familien-Tweets der Woche (159)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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scoyo-Kolumne: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen. Auch in den Sommerferien

Ihre Kinder denken, Sie können sich in den Sommerferien auf die faule Haut legen und die schulfreie Zeit mit Rumgammeln und Nichtstun vertrödeln? In diesen neoliberalen Zeiten, in denen die Kinder auf dem globalisierten Arbeitsmarkt mit asiatischen High-Potentials, die von überehrgeizigen Tiger-Moms gedrillt wurden, konkurrieren müssen, wäre dies geradezu fahrlässig. Lesen Sie daher in meiner neuen Kolumne im ELTERN! Magazin von scoyo, wie Sie die Ferien optimal nutzen können, damit Ihre Kinder wichtige Kompetenzen erlernen, durch die sie später eine steile Karriere im gehobenen Management hinlegen können. Nach dem Motto: Mit der Arschbombe in den Chefsessel!

Viel Spaß beim Lesen!

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen. Auch in den Sommerferien

 

 

 

Familien-Tweets der Woche (158)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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SUMMA-Kolumne: Make Mathematik great again (1) – Über mathematische Idole

Ich freue mich, den werten Leserinnen und Lesern, von meiner neuen Kolumnen-Reihe auf dem SUMMA-Blog der Stiftung Rechnen, zu verkünden, wo ich über Mathematik und Kinder schreiben darf. (Sollte mein alter Mathe-LK-Lehrer dies zufällig lesen, ist er wahrscheinlich gerade vom Stuhl gefallen.) Unter dem griffigen Slogan Make Mathematik great again versuche ich, Kindern die Angst vor der Mathematik, dem Mordor unter den Schulfächern, zu nehmen. In der ersten Folge geht es um mathematische Idole, denen Kinder nacheifern können. In der Antike gab es noch Mathe-Rockstars wie Thales (YouTube-Kanal: „Der neuste heiße Scheiß um den Kreis“), heute müssen Cristiano Ronaldo und die Lochis herhalten. Viel Spaß beim Lesen!

Make Mathematik great again: I love numbers. They are great!

Make Mathematik great again: I love numbers. They are great!

Vielen Dank an scoyo, die es mir erlauben, meine im scoyo ELTERN! Magazin entwickelten philosophischen Gedanken zur Mathematik zu vertiefen.

Familien-Tweets der Woche (157)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Familien-Tweets der Woche (156)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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