Griechenland 2011 – Abreise: Safety First

Kontrolliere morgens noch einmal, ob auch kein überdimensioniertes Ungeziefer oder Amphibiengetier den Weg ins Gepäck gefunden hat und nehme dann mit schwerem Herzen Abschied von der Wohnung. Der Abschiedsschmerz wird allerdings von einer fatalistischen Todesvorahnung abgelöst, als sich herausstellt, dass der griechische Vettel vom Anreisetag den Transfer zum Flughafen übernimmt.

Dieser demonstriert seine außergewöhnliche Körperbeherrschung als er sich bei Tempo 100 (in der 50er-Zone) abschnallt und in einer Weise verrenkte, die sonst allenfalls im chinesischen Staatszirkus bei jahrzehntelang gedrillten Akrobaten zu beobachten ist, um sein Handy aus der Gesäßtasche zu fischen, mit dem er dann für den Rest der Fahrt ausgiebig und höchst erregt telefoniert.

Schlagen danach mehrere Stunden am Flughafen in Thessaloniki tot, was durch das dortige äußert überschaubare Einzelhandelsangebot nicht gerade vereinfacht wird. Nehmen endlich die Sitzplätze im Flugzeug ein. Werde vor dem Start vom Sohn genötigt, mehrmals und minutiös die Safety Card durchzugehen, was nicht unbedingt zur Steigerung des eigenen Sicherheitsgefühls beiträgt. Erörtern dann während des gesamten Fluges ergebnislos die wichtigen Fragen, was „Brace, brace“ heißt, warum Frauen ihre Schuhe bei einer Notlandung auszuziehen müssen und was eigentlich passiert, wenn sie sich standhaft weigern, sich von ihrem Schuhwerk zu trennen. Insbesondere letzteres ist eine durchaus berechtigte Frage, sollte die Frau Manolo Blahnik Pumps für 1.000 Euro tragen!

Landen schließlich doch ohne Zwischenfälle in Berlin, wo wir auch lediglich 45 Minuten auf unsere Koffer warten müssen, die ganz zum Schluss von dem Gepäckband ausgespuckt werden.

Ja su, Psakoudia, ja su, Chalkidiki!

Rückflug - noch mehr Billigfliegerromantik

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