Gespräche mit dem Tod (9): Der Yoga-Urlaub

Es ist der erste schöne Tag im Jahr. Ich sitze im Schlosspark, genieße die Sonne und schaue mir auf dem Handy Videos von schaukelnden Pandabären an. Dies zeugt zwar von einem etwas schlichtem Gemüt, aber es bringt gute Laune.

Während ich leicht grenzdebil kichere, legt sich plötzlich eine knöcherne Hand auf meine Schulter. Ich schaue nach oben und erblicke den Tod.

„Mensch, Tod, alter Freund!“, rufe ich aus. „Was für eine freudige Überraschung.“

Wir nehmen uns zur Begrüßung in den Arm und drücken uns fest. Dann setzen wir uns nebeneinander auf die Bank. Der Tod seufzt laut und streckt die Beine von sich.

„Alles in Ordnung?“, frage ich besorgt. „Du siehst erschöpft aus. Quasi wie der Tod auf Latschen.“ Ich lache über mein morbides Wortspiel, aber der Tod stimmt nicht mit ein.

Der Tod.

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Das Bloggen der Anderen (21)

Auch in der letzten Woche bin ich beim Herumtreiben in der Blogosphäre  wieder auf interessante Artikel gestoßen, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Ein Plädoyer für Entschleunigung und Achtsamkeit im Alltag hat Patricia auf ‚Das Nuf‘ veröffentlicht: Beispielsweise ist es für alle Beteiligten viel entspannter, auf dem Weg zum Kindergarten fünf Minuten länger zu benötigen, um gemeinsam mit dem Kind noch Bagger anzuschauen, als das Kind gestresst zur Kita zu zerren. Und auch Bussen oder Trams hinterherzurennen bringt nur unnötige Hektik. Insbesondere letzteres befürworte ich uneingeschränkt, denn es gibt nichts würdeloseres, als zu einem wartenden Bus zu sprinten, um dann mit Schnappatmung und übelst transpirierend in besagtes Gefährt zu stolpern.

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