„Nichts ist so erlabend, wie ein Elternabend“

Der juristische Beistand des Familienbetriebs hat mir angeraten, vor den folgenden Artikel einen Hinweis einzufügen, um zu verhindern, dass die Kinder ihrer Schule verwiesen werden:

„Meine Tochter und mein Sohn gehen auf die beste Schule Berlins, wenn nicht gar Deutschlands, wo sie von den kompetentesten und fähigsten Lehrerinnen und Lehrern nach den modernsten bekannten pädagogischen Methoden unterrichtet werden. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sind alle reizend und liebenswert, was nicht verwundert, da sie ausnahmslos von engagierten, reflektierten und sympathischen Eltern großgezogen werden. Die Elternabende, die ich besuchen durfte, waren für mich durchweg ein Quell der Inspiration, des intellektuellen Austauschs sowie des Kurzweils. Ich könnte mir keine bessere Schule für meine Kinder wünschen.

Daher möchte ich betonen, dass der nachfolgende Artikel kein Abbild der Realität darstellt, sondern Ausdruck meines gestörten Verhältnisses zur Wahrheit sowie meiner pinnocchioesken Phantasie und meiner narzisstischen Geltungssucht ist. Dafür möchte ich mich entschuldigen.“

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„Nichts ist so erlabend, wie ein Elternabend“

Diese Zeilen eines Reinhard Mey-Lieds wandern mir durch den Kopf, während ich mit dem Rad zur Schule der Kinder fahre. Wahrscheinlich gibt es nur wenige Eltern, die dieser Aussage zustimmen würden – zumindest ohne Einnahme bewusstseinserweiternder Rauschmittel beziehungsweise hochprozentiger Alkoholika. Erklärbar ist das Zustandekommen dieser Zeilen eigentlich nur, wenn der gute Herr Mey nie einen Elternabend besucht hat – was eher unwahrscheinlich ist, da er drei Kinder hat. Oder er hat selbst halluzinogene Pilze genascht, die ihn zu diesem Text inspirierten. [Anmerkung der Redaktion: Auf Anraten des juristischen Beistands stelle ich klar, dass ich keine Kenntnis davon besitze, dass der Liedermacher Reinhard Mey Drogen oder irgendwelche Halluzinogene konsumiert, um Einfälle für seine Liedtexte zu bekommen.] Weiterlesen

Familien-Tweets der Woche (20)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!

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One Lovely Blog – Award

Mir wurde ein Blog-Stöckchen zugeworfen und zwar von ‚Mama Notes‘ in Form des so genannten ‚One Lovely Blog‘-Awards, wofür ich mich ganz herzlich bei ihr bedanke. Mit der Bezeichnung meines Blogs als ‚lovely‘ hätte ich nicht unbedingt gerechnet, aber umso mehr lässt mich diese Einschätzung durch ‚Mama Notes‘ in tief empfundener Freude und gespielter beschämter Demut erröten. Die Award-Regeln erlauben es mir nun, ungefragt sieben Fakten über mich preiszugeben, für die sich möglicherweise auch niemand interessiert. Toll! Außerdem kann ich andere Blogger nötigen, sieben Fakten über sich zu verraten. Noch toller!

Nach Verfassen des Beitrags haben mich auch noch ‚Katinka in Bordeaux‘Michael Albrecht sowie von Katharina und Lisa von ‚Stadt Land Mama‘ für den gleichen Award nominiert. Auch dafür an alle ein herzliches Dankeschön.

Der 'One Lovely Blog' - Award. Schön.

 

Die Regeln

  • Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat und verlinke diese √ (siehe oben)
  • Blogge die Regeln und zeige den Award – √ (siehe oben und hier)
  • Veröffentliche sieben Fakten über dich – √ (siehe unten)
  • Nominiere fünfzehn Blogger und teile Ihnen deine Nominierung mit – √ (siehe unten)

 

Die Fakten

  • Vom 6. bis zum 18. Lebensjahr habe ich Geige gespielt und konnte halbwegs unfallfrei das Vivaldi-Violinkonzert in a-moll spielen. Trotzdem kann ich bis heute keine Noten lesen.
  • Bisher bin ich zweimal den Berlin-Marathon gelaufen. Bei den Bundesjugendspielen in der Schule habe ich aber kein einziges Mal eine Urkunde gewonnen.
  • Meine Diplomarbeit in Sozialwissenschaften wollte ich ursprünglich über die Konstruktion von Kriminalität in DDR und BRD anhand einer Analyse von ‚Polizeiruf 110‘ und ‚Tatort‘ schreiben. Letztendlich bin ich bei dem öden Thema ‚Über die Europäisierung sozialer Bewegungen am Beispiel der Frauenbewegung‘ gelandet.
  • Als Kind war ich ein riesengroßer Boris Becker – Fan und mein Zimmer glich einem Tempel zur Huldigung eines rotblonden Tennisgotts. Das Prunktstück meiner Sammlung war eine lebensgroße Boris Becker – Pappfigur, die mein Vater einem befreundeten Sportgeschäft-Betreiber abgeschwatzt hatte und die heute ein trostloses Dasein auf dem Speicher meiner Eltern fristet.
  • In der 11. Klasse war ich unter fünfzehn Mädchen der einzige Junge im Biologie-Grundkurs, was mich in den Augen des Lehrers qualifizierte, vor der ganzen Klasse über das Thema „Der weibliche Zyklus“ abgefragt zu werden – mit gerade noch ausreichendem Erfolg. Am Ende des Schuljahres wählte ich Biologie ab und bin deswegen im Besitz eines großen Latinums.
  • Gemeinsam mit meiner Freundin habe ich bisher ungefähr zehn Mal alle Staffeln von ‚Friends‘ von vorne bis hinten geschaut und kann in jeder Lebenssituation eine Szene aus der Serie zitieren. Eine Inselbegabung, die ich zumeist verberge, um als halbwegs sozial normal funktionierender Mensch wahrgenommen zu werden.
  • Ich habe noch nie in meinem Leben ein Buch aufgehört zu lesen, das mir nicht gefallen hat – außer ‚Der Herr der Ringe‘, bei dem ich den ersten Band nach einer gefühlt 50-seitigen Aufzählung von unendlich vielen Namen weggelegt und nie wieder angerührt habe. Dafür habe ich zwar die Filme gesehen, wusste aber bis zum Schluss bei der Verwendung von Namen nie, ob über Personen, Länder, Berge oder Rassen geredet wurde.

 

Die Nominierungen

Nachdem ich mich ein wenig umgeschaut habe, wer schon alles bei diesem Award mitgemacht hat, habe ich festgestellt, dass schon sehr viele von mir geschätzte Bloggerinnen und Blogger, die ich bedenken wollte, bereits ausgewählt wurden. Deswegen komme ich nicht ganz auf fünfzehn Nominierungen. Ich hoffe, dass deswegen nicht sieben Jahre Unglück über meinen Blog hereinbrechen werden. Sollte eine oder einer der von mir Nominierten bereits bei dem Award teilgenommen oder keine Lust darauf haben, bitte ich um Nachsicht.

Familien-Tweets der Woche (14)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!


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