Griechenland 2016 – Tag 12: Von Bootstouren, griechischen Ex-Militärs und keiner Brooke Shields

8.15 Uhr. Die Frau weckt mich. Das Frühstück sei fertig, denn um halb Zehn müssten wir bei der Touristen-Info sein. Einen festen Termin im Urlaub zu haben, ist eigentlich sehr erholungsfeindlich. Quasi der Startschuss auf dem Weg in den Burn Out. Aber heute geht es nicht anders, denn die große Motorboot-Tour zur ‚Blauen Lagune‘ steht an. So wie wir es vor fünf Jahren schon gemacht hatten.

Guten Morgen, Psakoudia!

Ein von Familienbetrieb (@betriebsfamilie) gepostetes Foto am

Die älteren männlichen Leser werden bei ‚Blaue Lagune‘ möglicherweise aufhorchen. (Ich wähle hier sehr bewusst nur die männliche Form.) 1980 kam der gleichnamige Film in die Kinos, dessen Erfolg in erster Linie darauf basierte, dass Brooke Shields große Teile des Films leicht bis gar nicht bekleidet über eine einsame Insel läuft.

Nun ist es in der Tat eher unwahrscheinlich, dass man in der griechischen ‚Blauen Lagune‘ auf Brooke Shields trifft, aber alleine der Gedanke weckt verheißungsvolle Vorfreude auf den Trip.

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Der musikalische Adventskalender 2015 – Tag 13: ‚Stille‘ (vorgestellt von ‚Das Nuf‘)

Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!

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Es erfüllt den musikalischen Adventskalender mit großer Freude, dass den heutigen Beitrag eine Legende der deutschen Blogosphäre vorstellt: Patricia Cammarata aka ‚Das Nuf‘ bloggt seit mehr als zehn Jahren über alles, was sie interessiert und beschäftigt und seit sie selbst Mutter ist, häufig über die Tücken des Familienalltags. Seit ein paar Monaten ist Patricia auch Bestseller-Autorin, denn ihr im August erschienenes Erstlingswerk „Sehr gerne, Mama, Du Arschbombe“ verkauft sich wie das sprichwörtliche geschnittene Brot und sogar noch viel besser. Sollten Sie noch nach einem Weihnachtsgeschenken suchen, kaufen Sie das Buch und beschenken Sie ihre Familienangehörigen, Freunde, Kollegen, entfernte Bekannte und wildfremde Menschen – sie werden Ihnen allen für immer in tiefster Dankbarkeit verbunden sein.

Der heutige Beitrag, den Patricia vorstellt, ist ein absoluter Klassiker. Wenn in der Vorweihnachtszeit allmorgendlich Wham! Ihr ‚Last Christmas‘ durch den Äther plärren, Bing Crosby zum 1.000 Mal von einer weißen Weihnacht träumt und Rolf Zuckowski, der Kinderbarde aus der Hölle seinen weihnachtsmusikalischen Terror verbreitet, wünschen wir ihn uns alle, bekommen ihn aber nur selten zu Gehör.

‚Das Nuf‘ mag es still

Neulich wurde ich im Rahmen eines Interviews gefragt, was ich denn aus der Zeit ohne Kinder am meisten vermisse. Man könnte jetzt denken, es wäre so etwas gewesen wie Ausschlafen. In meinem Fall ist das aber nicht so. Ich bin Lerche. Ob mit oder ohne Kinder, ich bin eigentlich immer um 7 wach und wenn der Tag nicht um 7.30 Uhr los geht, sinkt meine Laune (genauso übrigens, wenn ich schon um 6.30 Uhr aufstehen muss – aber das ist ein anderes Problem).

Jedenfalls mein spontaner Gedanke war: Stille.

Stille

Ruhe – einfach keine Geräusche.

„Ruhe?“ werden jetzt einige Eltern verwirrt denken. Ja, Ruhe! Ruhe ist die Abwesenheit von Geräuschen. Stimmen eingeschlossen. Man vergisst das nach einigen Jahren, aber es gibt eigentlich so etwas wie Lautlosigkeit. Also der Zustand, wenn niemand Fragen an einen stellt und man einfach nichts hört. Keine Musik – nicht mal der Furby spricht.
Mein Bedürfnis nach Ruhe ist unterschiedlich stark. Freitags größer als montags, nachts größer als tagsüber, am Ende des Jahres größer als zu Beginn des Jahres.

Sprich in der Weihnachtszeit würde ich gerne einfach nach Hause kommen, alle Geräusche draußen lassen, mir eine Kerze anzünden, einen selbstgekauften Keks mümmeln und mich in die Lautlosigkeit gleiten lassen.

Doch genau in dieser Weihnachtszeit ist Ruhe noch seltener als in allen anderen Jahreszeiten. Da wird geplappert, geplant, gewünscht und gesungen. Und wenn nicht gesungen wird, plagen einen Ohrwürmer. Ohrwürmer, die einen erst zur Osterzeit kurz verlassen. Von der Weihnachtsbäckerei übergangslos zu Fips dem kleinen Osterhasen.

Was wäre das schön, wenn ich einmal eine Stunde nichts – absolut nichts hören müsste. Wenigstens in der Stillen Nacht. Das wünsche ich mir vom Weihnachtsmann.

Schlaumeierwissen: In einem ruhigen Raum kann man tatsächlich immer noch 30-45 dB messen – nicht etwa 0. Es gibt genau einen Raum in der Welt, der 99,99% aller Geräusche absorbiert. Minus 9 dB hat der. Berichten zufolge hat es noch nie jemand länger als 45 Minuten darin ausgehalten.

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Vielen Dank, liebe Patricia, für diese Minuten der Ruhe und Stille.

Lesen Sie mehr von ‚Das Nuf‘:

Das Bloggen der Anderen (38)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Die ‚Huffington Post‘ findet, dass wir unsere Kinder nicht verweichlichen lassen sollen (Wenn ich es richtig falsch verstanden habe, wird stattdessen angeraten, sie zu zwingen Petersilie zu essen, bis sie kotzen, weil uns – bzw. der Autorin des ‚Huffington Post‘-Artikels – das ja auch nicht geschadet hat.). Familienführer ‚Andrea Harmonika‘ fasst den Artikel folgendermaßen zusammen: „Eine Erziehung ist erfolgreich, wenn das Kind sie überlebt hat.“ Außerdem gibt es eine sehr lesenwerte Replik auf ‚Gewünschtestes Wunschkind‘ mit dem wundervollen Satz: „Meine Aufgabe als Mutter ist es nicht, meine Kinder möglichst anpassungsfähig zu erziehen, sondern sie stark zu machen, dass sie die Welt bewegen.“

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