Das Bloggen der Anderen (38)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Die ‚Huffington Post‘ findet, dass wir unsere Kinder nicht verweichlichen lassen sollen (Wenn ich es richtig falsch verstanden habe, wird stattdessen angeraten, sie zu zwingen Petersilie zu essen, bis sie kotzen, weil uns – bzw. der Autorin des ‚Huffington Post‘-Artikels – das ja auch nicht geschadet hat.). Familienführer ‚Andrea Harmonika‘ fasst den Artikel folgendermaßen zusammen: „Eine Erziehung ist erfolgreich, wenn das Kind sie überlebt hat.“ Außerdem gibt es eine sehr lesenwerte Replik auf ‚Gewünschtestes Wunschkind‘ mit dem wundervollen Satz: „Meine Aufgabe als Mutter ist es nicht, meine Kinder möglichst anpassungsfähig zu erziehen, sondern sie stark zu machen, dass sie die Welt bewegen.“

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Das Bloggen der Anderen (28)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

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Die Wutprobe

Vor ein paar Wochen hat ‚Mama on the Rocks‘ eine Blog-Parade zum Thema schlechtgelaunte, schmollende Kinder gestartet. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgerufen, Tipps zu verraten, wie sie mit ihren trotzigen Kindern umgehen oder Trotzanfällen gänzlich vermeiden. Nun halte ich mich, trotz meiner beiden Kinder, nicht für einen ausgewiesenen Experten in Sachen Erziehungsfragen und verschone daher andere Eltern besser mit Ratschlägen jedweder Art. Ich kann lediglich eine kleine Geschichte aus unseren frühen Jahren zum Thema Trotzkind besteuern. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig.

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Wir lieben unsere dreijährige Tochter selbstverständlich abgöttisch und würden nie auch nur ein schlechtes Wort über sie denken, geschweige denn aussprechen. Aber ab und an legt sie Verhaltensweisen an den Tag, die objektiv und mit einer gewissen Distanz betrachtet, nur schwerlich als „liebenswert“ oder gar „süß“ zu bezeichnen sind. Sie ist in die Phase des Trotzens eingetreten!

Bei ihr begann dieser Lebensabschnitt ungefähr vor drei Monaten, als ihr Bruder auf die Welt kam. Wahrscheinlich ist sie ein klein wenig eifersüchtig auf ihn. Gleichzeitig liebt sie ihn aber heiß und innig. Sie kuschelt mit ihm, herzt ihn, übersät ihn mit Küsschen und bedenkt ihn mit allerlei weiteren Gesten der Zuneigung.

Ihre Eifersucht und die Unzufriedenheit darüber, ihre Position als Alleinerbin verloren zu haben, lässt sie dagegen an ihren Eltern aus. In regelmäßigen Abständen beziehungsweise mehrmals täglich gibt sie uns zu verstehen, dass sie uns für die herzlosesten, ungerechtesten und hinterhältigsten Menschen der Welt hält. Für sie eignen wir uns bestenfalls als tyrannische Diktatoren zentralasiatischer Scheindemokratien, nicht aber als treusorgende Eltern, die sich liebevoll um ihre Erstgeborene kümmern und dieser jeden Wunsch erfüllen.

Da die Freundin die ersten vier Monate nach der Geburt des Sohnes Elternzeit genommen hat, bekommt sie zumeist die töchterlichen Trotzanfälle ab. Insbesondere beim Abholen aus der Kita spielen sich Tag für Tag Tragödien ab, wie man sie allenfalls im Theater des antiken Griechenlands erleben konnte.

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