Wie wir vor 19 Jahren einmal ein Date hatten – eine Hochzeit in Tweets

Regelmäßig über die eigene Hochzeit zu twittern, hat zum einen eine hilfreiche kathartische Funktion, die verhindert, dass sich das Paar im Zuge der Vorbereitungen unversöhnlich zerstreitet und folglich trennen muss. Zum anderen bietet es die schöne Möglichkeit, die letzten Monate anhand der Tweets Revue passieren zu lassen. Daran möchte ich die Leserinnen und Leser des Blogs gerne teilhaben lassen.

Zunächst einmal ein Rückblick, wie alles begann:

Noch einmal fast zwei Jahre später und nach dem intensiven Studium der deutschen Steuergesetzgebung steht auch schon der Entschluss, den Schritt in die Bürgerlichkeit zu wagen und zu heiraten. Die Kinder sind begeistert.

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Die erste Hürde auf dem Weg in die Ehe ist dann der Gang aufs Standesamt.

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Der Entschluss, sich die Zweisamkeit staatlich bestätigen zu lassen, hält einen nicht davon ab, weiterhin eine erfüllte und erfüllende Partnerschaft zu führen, in der Nachsicht, Harmonie und Gleichberechtigung groß geschrieben werden und in der sich beide blind verstehen.

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Irgendwann nehmen die Hochzeitsvorbereitungen an Fahrt auf und stellen die Toleranz der künftigen Eheleute auf harte Proben.

Als Reaktion auf diesen Tweet hat mir mein Twitter-Kollege Heiko Bielinski übrigens die Playlist seiner 14-teiligen Hochzeits-Compilation zukommen lassen, damit wir uns davon inspirieren lassen können. Die Gäste unserer Hochzeitsparty können ihm dafür wahrscheinlich gar nicht genug danken.

Was zunächst als kleine Feierlichkeit im intimen Rahmen geplant war, nimmt allmählich ungeahnte finanzielle Auswüchse an.

Unglücklicherweise blieb dieser Aufruf ebenso folgenlos wie mein Vorschlag, gegen einen geringen Obulus nackt zu putzen.

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Den Bund der Ehe einzugehen bedeutet selbstverständlich, sich gegenseitig uneingeschränkte Treue zu schwören. Egal, wie verlockend die Angebote sind.

Die Harmonie kann kurz vor der Eheschließung aber nicht nur durch tatsächliche oder vermeintliche Untreue gestört werden.

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Bevor es schließlich ins Standesamt gehen kann, stehen vorher aber noch einige wichtige Last-Minute-Erledigungen an.

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Am Tag der Hochzeitszeremonie sollten sich weder Braut noch Bräutigam aus der Ruhe bringen lassen. Dann klappt auch das Ja-Wort an der richtigen Stelle.

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Eine aktive Begleitung der Hochzeit auf Twitter hat den schönen Effekt, dass sehr viele Twitterer Anteil an dem Ereignis nehmen und Glückwünsche per Tweets schicken.

Während der Trauung werden Tränen der Rührung verdrückt.

Von ‚Das Nuf‘ bekamen wir zur Feier des Tages auf ihrem Blog eine eigene Hochzeits-Non-Mention-Seite. Für dieses Geschenk ein ganz großes Kleinerdrei.

Andere Twitterer gaben hilfreiche Tipps, damit auf dem Standesamt alles reibungslos abläuft.

Dennoch gibt es erste Befürchtungen, dass die Trauung möglicherweise schief gelaufen ist.

In diesem Zusammenhang gibt es verlockende Angebote, sollte die Ehe nicht ganz harmonisch verlaufen.

Die „Großen Köpfen“, die aus K.Manthey und Alu bestehen, schenkten uns den wunderbaren Text ‚Für mehr Understatement in der Ehe‘. Dafür ebenfalls ein großes Kleinerdrei.

Neben den vielen lieben Glückwünschen wird allerdings auch die Sorge geäußert, die Eheschließung könnte sich negativ auf die Twitteraktivitäten auswirken.

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Am Abend gebietet es sich, als höflicher Twitterer möglichst alle Glückwünsche persönlich zu beantworten.

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Die Tochter und der Sohn hatten auf der Hochzeitsfeier auf jeden Fall sehr viel Spaß.

Und die Frau, aka die ex-Freundin, muss früh lernen, dass die Ehe auch ihre Schattenseiten hat.

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In diesem Sinne, auf die nächsten gemeinsamen 19×19 Jahre:

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel "Nackte Kanone" geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch "Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith"* erschienen. (*Affiliate-Link)

11 commentaires sur “Wie wir vor 19 Jahren einmal ein Date hatten – eine Hochzeit in Tweets

    • Vielen Dank. Es wurde doch langsam Zeit, der Bürgerlichkeit eine Chance zu geben. Oder war es die Spießbürgerlichkeit?

  1. Mensch, herzlichen Glückwunsch! :)
    An das neue Wording mit „Frau“ statt „Freundin“ resp. „Mann“ statt „Freund“ muss man sich auch erstmal gewöhnen. Führte bei uns in der ersten Zeit in Unterhaltungen zu ungeahnten Irritationen, wenn der Beste davon sprach, den ganzen Abend mit der Freundin verbringen zu wollen… soso. :D

  2. Pingback: 8 schockierende Wahrheiten über Christian Hanne, die Ihr kennen solltet (bevor Ihr sein Buch lest) - New Kid And The Blog

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