Um die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche zu steigern, stellt der musikalische Adventskalender jeden Tag ein neues Weihnachtslied vor – von Perlen der Weihnachtsmusikgeschichte über Nerv tötende Evergreens bis hin zu Grausamkeiten aus dem musikalischen Giftschrank ist alles dabei. Viel Spaß beim Hören!
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„Last Christmas“ von Wham! – Ein Lied, das zweifellos zum Bodensatz der Weihnachtsmusik gehört, aber dennoch beginnt die Adventszeit erst dann offiziell, wenn das Lied das erste Mal im Radio gespielt wurde. Deswegen ist es unglücklicherweise unabdingbar, dass dieser moderne Weihnachtsklassiker aus der Hölle auch den musikalischen Adventskalender eröffnet.
Seit nunmehr 30 Jahren beklagt sich George Michael zu jedem Weihnachtsfest von Neuem, dass er im Jahr zuvor seiner Angebeteten sein Herz schenkte und sie es einfach weggeben hat, womit sie im doppelten Wortsinn als herzlos gelten kann. Allerdings möchte man es ihr ob dieser akustischen Grausamkeit aus dem Hause Wham! nicht wirklich verübeln. Auch die Hörerinnen und Hörer des musikalischen Adventskalenders haben Besseres verdient als diese ungute Kombination aus ödem Text, seichter Melodie und ausdruckslosem Gesang von George Michael, die allenfalls als probates Mittel gegen Schlaflosigkeit eine Daseinsberechtigung hat, da sie Menschen direkt ins Wachkoma befördern kann.
Daher gibt es heute statt des unerträglichen Originals eine Cover-Version, die die Hautausschlag und Kopfjucken auslösende Wham-Schmonzette auf ein nicht für möglich gehaltenes Niveau hebt: Das mit Wortwitz übersetzte „Letzte Weihnachten“, in einem beschwingten Arrangement brillant dargeboten von dem grandiosen Max Raabe und seinem Palast-Orchester.
Somit gibt es doch einen würdigen Auftakt für den musikalischen Adventskalender. Viel Spaß beim Hören!
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel “Nackte Kanone” geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Im September erscheint sein neues Buch “Papa braucht ein Fläschchen”. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind “Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter”, “Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit” sowie “Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith”*. (*Affiliate-Links)
Zum Arbeiten ist der Song aber nicht geeignet.
Ich habe es versucht! :-D
Das stimmt. Aber der Song stimmt einen beschwingt in den Tag ein.
Was für eine grandiose Idee!
Ich komme morgen wieder und bin schon heute darauf gespannt, was du für uns versteckt hast.
Liebe Grüße
Paula
Pssst! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass das Original mir dann doch lieber gewesen wäre … Dafür kann ich aber nichts. Ich bin ein Kind der 70er und bei mir hat sich offenbar der Musikgeschmack der 80er entwickelt. Ich kann aber noch immer meine Eltern dafür verantwortlich machen ;-)
Vielen Dank. Deine Ehrlichkeit, das Wham!-Original zu bevorzugen, ehrt dich. Es gibt übrigens auch eine deutsche Version von Matthias Reim. Ich denke, dass sollte dir die Max Raabe-Variante schmackhaft machen.
Grandios! Eine wunderbar abwechslungsreiche Idee und (für mich jedenfalls) wertvoller, als die 100.000 Adventskalender-Verlosung im www. Last Christmas ist mein absolutes Weihnachts-No-Go, aber Max Raabe fetzt! Kannte ich noch nicht, thanks for sharing! Habe gerade heute meine Blogroll aktualisiert und die Betriebsfamilie mit aufgenommen, verdient!! Bin gespannt auf morgen. Liebe Grüße
Vielen Dank für die freundlichen Worte und die Aufnahme in deine Blogroll. LG, Christian
Danke, daß Du mich nicht mit dem original gequält hast. Ja. Es gehört dazu. Nervt aber unglaublich!!
Liebe Grüße
Suse
Das Original ist schlimm. Ganz schlimm. Unfassbar schlimm. Das will man nicht hören. LG, Christian