Die traumatische Turngala

Es ist Sonntagmorgen. Freue mich auf einen faulen Tag auf dem Sofa, den ich größtenteils mit Lesen und Fernsehen zu verbringen gedenke. Die Freundin hat allerdings andere Vorstellungen bezüglich eines adäquaten sonntäglichen Zeitvertreibs für einen Vater. Sie verkündet, wir hätten drei Karten für eine Turngala. Eigentlich wollte ihre Mutter, diese mit den Kindern besuchen, aber da sie leider kurzfristig verhindert sei, dürfte ich mit den Kindern dort hingehen.

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Verziehe das Gesicht. Obwohl ich im Allgemeinen ein großer Sport-Freund bin – zumindest so lange er im Fernsehen übertragen wird und ich ihn nicht ausüben muss –, bin ich an Kunstturnen nur mäßig interessiert. Ich schaue mir allenfalls alle vier Jahre bei Olympischen Spielen die Turnwettbewerbe an. Sofern nicht parallel Tontaubenschießen, Synchronschwimmen oder Dressur-Reiten läuft.

Möchte die Freundin gerade fragen, warum sie denn nicht die Kinder begleitet, als Tochter und Sohn in Jubel ausbrechen. Es sei total toll, mal etwas mit mir zu unternehmen. Schaue die Freundin misstrauisch an. Ob sie die Kinder mit Süßigkeiten bestochen hat, damit sie diese Sätze sagen? Man darf sie einfach nicht unterschätzen!

Die sorgfältig von der Freundin orchestrierte Gruppen-Dynamik lässt mir keine Zeit, eine einigermaßen plausible Erklärung vorzubringen, warum ich heute unter keinen Umständen die Wohnung verlassen darf. Verdammt! Füge mich also meinem Schicksal, verabschiede mich schweren Herzens vom Sofa und mache mich mit den enthusiastischen Kindern auf den Weg.

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