Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
25. Mai 2026, Berlin
„Tod, Hölle, Verdammnis.“ Erst von Weitem, dann immer näherkommend höre ich einzelne Worte. Dröhnend und voller Leidenschaft. Das heißt, der Prediger zieht durch die Straße.
Vor der St.-Paulus-Kirche, gegenüber von unserem Haus, bleibt er stehen. Nun legt er richtig los. Mit Verve, Pathos und Eifer schleudert er seine zornige Litanei in den Kirchhof. Neben Tod, Hölle und Verdammnis redet er vom Paradies, von der Sünde und den Verfehlungen der katholischen Kirche. Durchaus eloquent in der Darbietung, aber etwas wirr in der Argumentation.
Vielleicht kann ich ihm aber auch nicht ganz folgen, weil es drei Uhr morgens ist und mich der Prediger mit seinem Wut-Vortrag aus dem Tiefschlaf gerissen hat. Da fehlt es einem schon mal an intellektueller Tiefe und geistiger Schnelligkeit.










