Kizz-Kolumne: Darf ich den Elternabend schwänzen?

In der Zeitschrift ‚Kizz. Das Elternmagazin für die Kitazeit‘ darf ich unter der Rubrik ‚Das sagt Papa‘ regelmäßig meinen Senf zu Themen geben, von denen ich auch nicht mehr Ahnung habe als andere Eltern. Pädagogisch wertvoll wie ein kleines Steak. Ein sehr kleines. Eines, das man nicht essen möchte. Der folgende Beitrag erschien in Ausgabe ‚KIZZ – 1/2018‘.

Auf einer Rangliste schmerzhafter Angelegenheiten liegt der Elternabend irgendwo zwischen Zahnwurzelbehandlungen und Darmspiegelungen ohne Betäubung. Auf Elternabenden sitzen Sie nicht nur auf viel zu kleinen Stühlen und harrt stundenlang in orthopädisch bedenklicher Haltung aus, bis die Bandscheibe leise vor sich hinwimmert. Zu diesem körperlichen Schmerz kommen noch geistige Qualen, wenn Sie sich anhören müssen, wie andere Eltern absurde Nichtigkeiten in einer epischen Breite vortragen, dass die berüchtigten Marathonreden von Fidel Castro als kurze, pointierte Grußworte gelten können. (Auf die eigenen Nichtigkeiten trifft das selbstverständlich nicht zu.)

Wortbeiträge beim Elternabend. So beliebt wie Zahnwurzelbehandlungen. (Foto: Vandrad)
Wortbeiträge beim Elternabend. So beliebt wie Zahnwurzelbehandlungen. (Foto: Vandrad)

Somit mussten Sie auf Elternabenden sicherlich auch schon einmal Fluchtreflexe unterdrücken. Spätestens wenn gefragt wird: „Gibt es sonst noch Fragen?“ Womöglich haben Sie sogar mal mit dem Gedanken gespielt, gar nicht erst zu erscheinen. Dazu sollten Sie aber eine gute Entschuldigung parat haben, die Ihr Fernbleiben rechtfertigt. („Unser Goldfisch leidet an einer schweren Angina und braucht stündlich neue Quarkwickel.“)

Aber selbst wenn Sie finden, Elternabende seien so grauenhaft wie ein Blockflötenvortrag Ihres Kindes, bedenken Sie folgendes: Die Teilnahme am Elternabend ist immer auch eine Wertschätzung der Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher. Auf dem Elternabend können Sie sich mit ihnen austauschen und sie unterstützen. Außerdem gilt: Elternabend ist, was du draus machst. Also bringen Sie sich ein und gestalten Sie den Elternabend mit. Zum Beispiel indem Sie einen Thermobecher mit Gin Tonic mitnehmen. Dann wird jeder Elternabend lustig.

Familien-Tweets der Woche (224)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Familien-Tweets der Woche (223)

Die DSGVO, so beliebt wie Interviews von Hans-Georg Maaßen. Auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter, irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Die guten Bücher: Alles muss raus! Große Bücher-Verlosung. Naja, eher mittelkleine Bücher-Verlosung.

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Jetzt, da sich der Sommer allmählich verabschiedet, beginnt die Zeit im Jahr, in der wir uns gerne in Ruhe auf dem Sofa lümmeln und bei einer Tasse Tee in einem guten Buch schmökern. Okay, als Eltern fragen Sie sich wahrscheinlich gerade „Was soll dieses ‚in Ruhe‘ sein?“, aber wir werden ja wohl noch träumen dürfen.

Sollte Ihnen der Lesestoff ausgegangen und Sie zu geizig sein, sich neuen zu kaufen, kann ich womöglich Abhilfe schaffen. Immer mal wieder bekomme ich nämlich Bücher zum Rezensieren zugeschickt, die entweder thematisch nicht ganz zum Blog passen oder bei denen ich keine Zeit finde, sie zu lesen und zu besprechen, weil ich beruflich zu viel zu tun habe. (Oder mir immer noch in den Kopf gesetzt habe, mich unter die Top-10 der „2048“-Weltrangliste zu spielen.)

Da wäre es doch schade, diese Bücher bei mir verstauben zu lassen, wenn sie auch von Ihnen gelesen werden könnten. Von daher schmeiße ich meine Rezensionsexemplare unters Volk wie Aale Dieter seine  Lachse auf dem Hamburger Fischmarkt. Die Verlosungsmodalitäten finden Sie unten, nachdem Sie sich durch die Kurzvorstellungen der Bücher gekämpft haben.

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The making of ‚Flaschenvater‘ (Teil 3): Eine Mischung aus Don Draper, George Clooney und Tom Cruise

Mein liebes Tagebuch,

ich hoffe, es geht dir gut. Bei mir schreitet das Projekt #flaschenvater stetig voran. Nachdem das Manuskript finalisiert ist und alle Seiten gefüllt sind, geht das Buch in den nächsten Tagen in den Druck. Und dann gibt es kein Zurück mehr. Ob das eine gute Nachricht ist, weiß ich nicht.

Die letzte Woche stand ganz im Zeichen der Fertigstellung des Covers. Das hat wie schon bei der Judith Jan Stein übernommen, und ich finde, es ist sehr, sehr großartig geworden. Aber schau einfach selbst.

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Familien-Tweets der Woche (222)

Die DSGVO, so beliebt wie eine Aussage von Horst Seehofer. Auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter, irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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The making of ‚Flaschenvater‘ (Teil 2): Auf der Jagd nach Hurenkindern und Schusterjungen

Mein liebes Tagebuch,

letzte Woche habe ich dir ja mitgeteilt, dass ich ein neues Buch geschrieben habe. „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit.“ Ich wiederhole das hier nicht, weil ich denke, dass du vergesslich bist, sondern lediglich aus Gründen des Suchmaschinenmarketings. Aber das nur am Rande.

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Tagesaufgabe: Finde den Fehler. #flaschenvater

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Familien-Tweets der Woche (221)

Die DSGVO, so beliebt wie ein Rosinen, Rosenkohl und Kapern. Auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter, irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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scoyo-Kolumne: Make das Amt der Elternvertreterin great again!

Die Sommerferien sind rum und jetzt stehen Sie wieder an: die Elternabende und – noch viel schlimmer – die Wahlen zum Elternvertreter. Bisher haben Sie mit diesem Amt möglicherweise mehr gefremdelt als Donald Trump mit der Wahrheit, und vor ein paar Jahren habe ich Sie noch mit praxiserprobten Strategien unterstützt, wie Sie die Wahl zur Elternvertreterin vermeiden können. Ganz im Sinne von Konnie Adenauer, dass mich mein dummes Geschwätz von gestern einen dummen Kehrricht interessiert, sage ich Ihnen nun, dass es sehr gute Gründe dafür gibt, Elternvertreter zu werden. Welche das sind, können Sie in meiner neuesten Kolumne im ELTERN!-Magazin von scoyo nachlesen. Viel Spaß!

scoyo-Kolumne: Make das Amt der Elternvertreterin great again!

The making of ‚Flaschenvater‘ (Teil 1): Oops, I did it again!

Mein liebes Tagebuch,

es ist schon ein wenig her, dass du das letzte Mal von mir gehört hast. Fast zwei Jahre. Aber das hat auch seinen guten Grund. Ich war nämlich sehr beschäftigt.

Wenn du kein Buch wärst und sprechen könntest, würdest du mir jetzt sicherlich entgegnen, dass das doch alle sagen. Dass sie irre beschäftigt sind. Und das stimmt ja auch. Es gehört mittlerweile zum guten Ton, darüber zu klagen, wie gestresst du bist. Und dass du Rücken hast. Wenn du über 40 bist und auf einer Feier nicht davon erzählst, wie voll dein Schreibtisch ist, und dass du seit Monaten wegen deiner Bandscheiben zur Physiotherapie gehst, bist du kein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft.

Aber ich schweife ab. Wo waren wir? Genau, bei mir. Und bei meiner vielen Arbeit. (Der Rücken schmerzt übrigens auch ein wenig, seit ich mich im Urlaub beim Sport gezerrt habe, aber das nur am Rande.) Die Arbeit habe ich mir sogar selbst aufgehalst. Es gibt nämlich eine Neuigkeit zu berichten:

*Hier bitte beim Lesen eine kleine Pause machen und mit den Fingern einen leichten Trommelwirbel erzeugen*

Ich habe ein neues Buch geschrieben!!!

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