Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
01. Juni 2026, Berlin
Unschöner Start in die Woche: Wir haben kein warmes Wasser. Was die Freude am morgendlichen Duscherlebnis erheblich trübt.
Wende alle meine Überredungskünste auf, um mich davon zu überzeugen, die Badewanne zu besteigen. In einer Mischung aus Selbsthass und Realitätsverweigerung rede ich mir ein, dass das alles schon nicht so schlimm wird.
Erstmal kaltes Wasser auf die Beine spritzen. Für den Gewöhnungseffekt. Der stellt sich nur äußerst langsam ein. Eigentlich gar nicht.
Jetzt den Strahl etwas höher richten. In die Leistengegend – unangenehm – und auf den Bauchnabel – noch unangenehmer. Anschließend auf Brusthöhe. Atemnot setzt ein, die Herzfrequenz nimmt zu.
Nun noch die Haare. Lasse mir Wasser über den Kopf laufen, das mir dann schwallartig über den Rücken läuft. So muss sich eine Nahtoderfahrung anfühlen. Nach dem Einseifen und Shampoonieren die gleiche Prozedur nur in umgekehrter Reihenfolge.
Mit Abschluss der Morgenwäsche habe ich wenigstens das gute Gefühl, die erste Hürde des Tages genommen zu haben. So viel zu Selbsthass und Realitätsverweigerung.
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Der Montag bringt auch gute Nachrichten: Kaufland hat Kaktus-Eis im Angebot. Das ist nicht nichts.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)









