Eine kleine Wochenschau | KW20-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


13. Mai 2024, Berlin

Heute Theaterbesuch. Im Berliner Ensemble. „Die Dreigroschenoper“. Die zählt zu meinen – vielen – Bildungslücken. Ich habe sie noch nie gesehen und auch versäumt vorab eine Zusammenfassung zu lesen, um zu wissen, um was es geht. Lediglich der Name Mackie Messer ist mir geläufig.

Von Brecht habe ich bisher „Der gute Mensch von Sezuan“ und „Der kaukasische Kreidekreis“ angeschaut. Das hilft mir aber bei dem Dreigroschenoper-Inhalt nicht weiter. Brecht ist ja nicht wie Dan Brown, wo du nur ein Buch lesen musst, um alle zu kennen. (Rätsel, katholische Kirche, Verschwörung)

Die Aufführung im Berliner Ensemble hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei mir. Auf dem gesamten Heimweg habe ich das Lied von Mackie Messer im Kopf. Auch noch nachts, als ich aufwache und aufs Klo muss.

Titelbild mit einem Foto einer Pusteblume auf einer grünen Wiese
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Eine kleine Wochenschau | KW18/19-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


29. April 2024, Berlin

Wache vollkommen gerädert auf. Fühle mich wie erschlagen. Als hätte ich die ganze Nacht kein Auge zugetan. Dabei war es nur eine Stunde Schlaf weniger als gewöhnlich. Weil wir gestern Abend unbedingt „Ripley“ zu Ende schauen mussten. Das rächt sich heute früh.

Um es positiv zu sehen: Ich bin noch nichts so alt, dass ich mit wenig Schlaf auskomme. Im Gegenteil: Ich bin so jung, dass ich das Schlafbedürfnis eines Teenagers habe. Meine Frau ist von meiner Argumentation nicht überzeugt.

Titelbild mit einem Foto mit Blick auf den Strand, das Meer ist in der Ferne, der Himmel blau mit ein paar Schleierwolken
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Eine kleine Wochenschau | KW17-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


22. April 2024, Köln

Beobachtungen beim Stadtspaziergang durch Köln:

  • Das „Atelier de Vries“ bietet Haustier-Portraits an. Weird, aber immer noch besser, als Bello, Miezi oder Pieps ausstopfen zu lassen und sich ins Wohnzimmer zu stellen.
  • Verein „Dritte Lebensphase“. Wer ist die Zielgruppe? Gehöre ich schon dazu? (Phase 1: Schule, Phase 2: Studium, Phase 3: Job) Oder bin ich schon in der vierten Phase, weil ich vor der Schule im Kindergarten war?
  • Unklares Speisenangebot im Restaurant „Katzen-Tempel“. Gibt es dort Essen für Katzen oder Katzen als Essen?
  • Wort-Bild-Schere bei „Sushi de Lux“. Der Laden sieht maximal unluxuriös aus. Passenderer Name wäre „Sushi de Trash“.
  • Wort-Wort-Schere beim Brettspiel-Café „Bingo Club“, denn Bingo ist kein Brettspiel. Nerdquote im Café: 137 Prozent. (Konservative Schätzung)
  • Toilette mit der Aufschrift „Holy Shit“. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Scheiß.
Titelbild mit einem großen Döner
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Eine kleine Wochenschau | KW16-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


15. April 2024, Berlin

Großer Tag für den Sohn. Erste Abi-Klausur. In Philosophie. Als er nach Hause kommt, zeigt er sich zufrieden. Moralphilosophie kam dran. Da hätte sich das Pokern gelohnt, meint er. Sein bester Freund und er hatten sich fast ausschließlich auf die Moralphilosophen vorbereitet.

Bei einem anderen Thema hätte er nicht so wahnsinnig viel gewusst. Zum Bestehen hätte es aber gereicht, sagt er. Sehr beruhigend.

Titelbild mit einem Wandgemälde. Eine Frau befindet sich in einem Park und wird von ihrem kleinen Hund an der Leine weggezogen.
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Eine kleine Wochenschau | KW15-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


08. April 2024, Berlin

Kontaktanzeigen in Das Magazin. Normalerweise betonen die Menschen in den Anzeigen, dass sie kulturell interessiert sind, gerne an die frische Luft gehen, Humor haben und tiefgründige Gespräche führen möchten.

Diesmal ist alles anders:

  • Zwei Annoncierende äußern unverhohlenes Interesse an sexuellen Affären. Oder wie einer der beiden es nennt: „Zweitbeziehungen“. Vielleicht schreiben sie sich gegenseitig an. Fände ich schön.
  • In einer Anzeige heißt es schlicht: „Junge Alte sucht alten Jungen im Raum Berlin oder an der Ostsee.“ Sonst nichts. Die Definition von Alt und Jung bleibt ebenso offen wie das, was die junge Alte mit dem alten Jungen in Berlin oder an der Ostsee vorhat.
  • Ein 61-jähriges „unperfektes Apfel-Weib“ sucht einen bewegten Mann für die schönen Momente. Vielleicht sollte ihr jemand sagen, dass es in dem Film „Der bewegte Mann“ in erster Linie um homosexuelle Männer geht. Dafür endet die Anzeige mit dem wunderbaren Satz: „Und manchmal bin ich müde.“ Das ist ehrlich, da wird kein Aktionismus vorgegaukelt, sondern die Dame gibt offen zu, dass sie manchmal kein Bock auf Spaziergänge, Unterhaltungen oder Kulturgedöns hat, weil sie lieber schlafen will. Toll.
Titelbild mit einem Mann in Arbeitskleidung und Schutzhelm, der suchend in die Ferne schaut. Dazu ein Schriftzug: Wo ist mein Bagger?
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Eine kleine Wochenschau | KW14-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


01. April 2024, Berlin

Heute Legalisierung von Cannabis in Deutschland und Geburtstag meiner Frau. Sie bekommt trotzdem einen gewöhnlichen Geburtstagskuchen, ohne Zusätze von Haschisch oder anderen Drogen.

Den Kuchen hatte ich als mehrstöckige Zirkustorte geplant. Unten Schokoladenkuchen, ummantelt mit Kitkats (als Bretterzaun), dann ein grün eingefärbter Vanille-Pistazienkuchen mit grünem Frosting (die Wiese), darauf ein weißer Schokoladenkuchen mit weißem Cheesecake-Frosting verziert mit Smarties (das Zirkuszelt) und ganz oben ein kleines Schokoküchlein (die Manege), auf dem zwei Marzipan-Frösche sitzen. Eigentlich hatte ich Löwenfiguren bestellt, aber der Backshop-Anbieter lieferte versehentlich Frösche, die ich kurzerhand als verzauberte Raubkatzen deklariere.

Zum Abschluss füge ich M+Ms, kleine Luftballons und Regenbogen-Aufstecker hinzu. Als ich fertig bin, findet der Sohn, das Ganze sähe weniger nach Geburtstagskuchen, sondern mehr nach Gay-Reveal-Party aus.

Titelbild mit einer mehrstöckigen, bunten Geburtstagstorte, auf der oben zwei Marzipan-Frösche und einen Regenbogen sitzen
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Eine kleine Wochenschau | KW13-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


25. März 2024, Berlin

Beim Laufen sehr nass geworden. Ansonsten ereignisloser Tag. Schön.

Titelbild mit einem Osternest mit Schoko-Hase, Schoko-Eiern und zwei gefärbten Hühnereiern
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Eine kleine Wochenschau | KW12-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


18. März 2024, Frankfurt/Berlin

Frankfurt, Bahnhofsvorplatz. Ein Schild weist hier zwischen 20 und 5 Uhr eine Waffenverbotszone aus. In dieser Zeit sind Schusswaffen, Messer, Schlagringe und Reizgas untersagt.

Fragen: Schert sich jemand mit Schlagring darum, dass dieser hier ab 20 Uhr nicht erlaubt ist? Warum ist es zwischen 5 und 20 Uhr in Ordnung, eine Pistole mit sich zu führen? Welche Waffen benötigst du, um Menschen, die mit Pistolen, Messern und Schlagringen unterwegs sind, davon zu überzeugen, den Bahnhofsvorplatz zu verlassen.

Titelbild mit Kinderhochstuhl aus Plastik, auf dem ein Durstlöscher-Trinkpäckchen steht
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Eine kleine Wochenschau | KW11-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


11. März 2024, Berlin

Heute wäre Start der Marathonvorbereitung. Für den Cuxhaven-Marathon Anfang Mai. Mit flotten Tempoeinheiten, schnellen Intervallen, langen 35-Kilometerläufen. Ich hatte mich richtig darauf gefreut. Aufs Kilometer fressen, mich quälen und an die eigenen Grenzen gehen.

Meine Güte, was stimmt mit mir nicht? Wie bin ich so geworden? Und was kommt als nächstes? Erzähle ich meinen Menschen ungefragt, dass ich gerne grüne Smoothies trinke? Die wären besser als Käsekuchen. Super lecker, vitalisierend, fördern den Stoffwechsel und sind voller Antioxidantien. (Was auch immer das ist.)

Aufgrund meiner Leistenbruchdiagnose musste ich mein Marathontraining radikal ändern. Weniger, kürzer, langsamer. Klingt wie das Motto der Olympischen Spiele der Ambitionslosen.

Titelbild mit einer Hauswand, auf die in rot und blau "ekelhafd" geschrieben wurde.
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Eine kleine Wochenschau | KW10-2024

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


04. März 2024, Berlin

Auf dem Waldweg am Hohenzollernkanal hält eine Frau mit weit ausgebreiteten Armen einen entgegenkommenden Radfahrer auf. Ihrer Ansicht nach darf der hier nicht radeln. Die beiden tauschen ein paar Unfreundlichkeiten und Mittelfinger aus, dann ziehen sie ihrer Wege. Guten Morgen, Berlin.

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