Bretagne 2015 – Heimreise: Von frühem Aufstehen, kulinarischen Auto-Exzessen und der Verwandlung von Kaffee in Urin und zurück

Es ist 3 Uhr morgens. Der Wecker ermahnt uns nach einer sehr kurzen und fast schlaflosen Nacht, aufzustehen. Die Heimreise steht an. Im Autopilot und wenige Worte wechselnd wird geduscht und ein Kaffee runtergeschüttet, Betten werden gemacht und letzte Sachen im Auto verstaut.

Esquibien. Im Mondschein.

Esquibien. Im Mondschein.

Der restliche Müll muss auch noch weggebracht werden, zu den Containern an der Straße. Erlaube mir, eine Glasflasche in den normalen Hausmüll zu werfen. Werde als Deutscher dafür sicherlich in der Recyclinghölle schmoren, wo ich bis in alle Ewigkeit schmutzige Joghurtbecher säubern muss. Dafür haben wir aber den gesamten Urlaub über so vorbildlich Müll getrennt, wie es nur deutsche Touristen machen. Gehe davon aus, dass uns Präsident Hollande dafür demnächst den goldenen Müllbeutel am langen Bande verleihen wird.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)

Bretagne 2015 – 13. Tag: Von radelnden Senioren, kalten Meeren und unschönem Kniffeln

Trete morgens auf die Terrasse und werde von der Sonne, der klaren Luft und dem mit Schleierwolken durchzogenen Himmel begrüßt. Grüße zurück. Ein wahrhaft würdiges Wetter für meine Abschieds-Berg-Radtour zum Bäcker.

Esquibien. Napoleonisches Kaiserwetter.

Esquibien. Napoleonisches Kaiserwetter.

Im Wissen, das letzte Mal die Hügel, Berge und Anstiege zwischen Esquibien und Audierne alleine mit der Muskelkraft meiner Beine bezwingen zu müssen, radle ich übermütig pfeifend los. Meine persönliche Tour d’Honneur, wie sie sonst nur Radprofis auf der letzten Etappe der Tour de France erleben. Die trinken allerdings sogar zum Start ein Gläschen Champagner. Bei mir fehlt nicht nur der französische Schaumwein, sondern auch die Abwesenheit jubelnder Menschenmassen am Straßenrand schmälert meint Hochgefühl ein wenig.

Lasse mich aber nicht entmutigen und winke den vereinzelten frühen Spaziergängern fröhlich zu. Diese sind etwas irritiert und ihre Beifallskundgebungen könnten etwas enthusiastischer ausfallen. Also, wenn sie überhaupt reagieren würden, wäre das schon ganz schön.
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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)

Bretagne 2015 – 1. Tag: Von Rad-Martyrien, furzenden Schweinen und Furunkeln im Reis

Wache morgens um 8 Uhr auf und ziehe die Rollläden hoch. Die gestrige 16-Stunden-Fahrt hat sich wirklich gelohnt: es regnet in Strömen.

Blick auf Audierne. Heiter bis sonnig, 28 Grad.

Blick auf Audierne. Heiter bis sonnig, 28 Grad.

Aber das Wetter ist mir egal, denn es ist Urlaub. Außerdem fährt man nicht in die Bretagne, um sich über Regen und Wind zu beklagen. Ist eine alte bretonische Fremdenverkehrsweisheit. Die ich gerade erfunden habe.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)