London 2017 – Tag 1: Von knurrenden Mägen, busfahrenden Hooligans und Startbahnen in Hotelzimmern

Heute ist es soweit. Der Sohn und ich fliegen gemeinsam nach London!

Mitte Februar hatte ich den Sohn damit überrascht, dass wir im Mai gemeinsam nach London flögen, wo er an einem Judo-Turnier, den ‚London Open‘, teilnehmen könne. Der Sohn war begeistert, die Tochter weniger, denn aus finanziellen Gründen kann sie nicht mitkommen.

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Ich erklärte ihr anschaulich, dass die Ausgaben für einen dreitägigen Londonaufenthalt mit Anreise, Unterkunft, Sehenswürdigkeiten und Essen schnell das Bruttosozialprodukt von Lichtenstein überstiegen und es sei für uns alle einfach zu teuer. Sie hielt das für kein schlüssiges Argument, was damit zu tun haben kann, dass sie weder weiß, was ein Bruttosozialprodukt oder was Lichtenstein ist. Erst als ihr die Frau vorschlug, ein gemeinsames Wellness-Wochenende zu verbringen, war sie zufrieden. (Es sollte sich später herausstellen, dass die Ausgaben für dieses Wellness-Wochenende mit Unterkunft, Behandlungen, Abendessen und Frühstück das Bruttosozialprodukt von Lichtenstein bei weitem übersteigen, aber das ist eine andere Geschichte.)

Während ich in den folgenden Wochen unsere Reise logistisch und touristisch vorbereitete, schwärmte der Sohn voller Enthusiasmus von unserem bevorstehenden „Männer-Trip“. Das klang bei ihm immer ein wenig so, als flögen wir nach Las Vegas, ließen uns dort volllaufen, verjubelten unser Geld im Casino und in zwielichtigen Oben-ohne-Bars. Das legte die Messlatte für unseren London-Ausflug natürlich ziemlich hoch.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)