Weihnachtsmarkt – eine Wort-Bild-Schere, wie sie im Buche steht. Wer glaubt, ein Weihnachtsmarkt ist „weihnachtlich“, denkt auch, er trifft auf einer Flatrate-Party im Artemis die große Liebe. (Falls Sie nicht wissen, was das Artemis ist: Googlen Sie das. Aber besser nicht an ihrem Büro-Rechner.)
Um den Besuch im Lichterketten-Elendsviertel zu einem maximal unerfreulichen Erlebnis zu machen, werden möglichst viele Holzhütten auf möglichst engem Raum aufgestellt. So entsteht ein Gedränge und Geschubse wie im Winterschlussverkauf bei Primark. Auf Hunderte von Besucher*innen kommen fünf Sitzgelegenheiten, bei Regen drei Unterstellmöglichkeiten für maximal zwei Personen – und genau ein Dixi-Klo, das aussieht, als habe es ein Bisonbüffel mit Durchfall heimgesucht.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel “Nackte Kanone” geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch “Wenn ich groß bin, werde ich Gott” ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind “Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter”, “Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit” sowie “Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith”*. (*Affiliate-Links)

