Als würden Geschenkestress, Plätzchen-Backmarathon und drei Weihnachtsfeiern – mit Wichteln – nicht ausreichen, packst du dir im Dezember noch einen Punkt auf die Wie-bekomme-ich-im-Advent-garantiert-einen-Burnout-Liste: Weihnachtspost. Persönlich, liebevoll, handschriftlich. Also alles, was du seit dem Abitur erfolgreich vermieden hast.
Früher war das einfach: Deine Eltern setzten sich am vierten Advent an den Küchentisch, holten den guten Füller raus und schrieben 25-mal: „Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr. Familie Lohse.“ Fertig war die Weihnachtskarten-Laube.
Heute reicht das nicht mehr: Heute musst du zeigen, dass du emotional reflektiert, kreativ UND leicht ironisch bist – mit sympathischem Hang zur Besinnlichkeit. Viel Spaß.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel “Nackte Kanone” geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch “Wenn ich groß bin, werde ich Gott” ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind “Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter”, “Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit” sowie “Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith”*. (*Affiliate-Links)
