The Making of ‚Das Buch‘ (Teil 8): Ein Buch, besser als eine Schweinehälfte

Mein liebes Tagebuch,

ich hoffe, es geht dir gut. Du hast – mal wieder – einige Wochen nichts von mir gehört. Diesmal war ich aber nicht im Stress, sondern im Urlaub. In Griechenland. Vielleicht hast du davon gelesen – also, sofern du überhaupt Blogs liest –, wie ich mit Straßenhunden gerannt bin, mich mit attraktiven Strandkellnern angefreundet, ein neues auf Feta-Käse basiertes Ernährungskonzept entwickelt und eine sensationelle Mensch-ärgere-dich-nicht-Siegesserie hingelegt habe.

Im Urlaubsblog habe ich ja bereits von einer aufregenden Neuigkeit berichtet: Das Judith-Buch erscheint am 7. September! Und kann jetzt schon vorbestellt werden!! Beim Seitenstraßen Verlag oder bei Online-Buchhändlern!!! Als Print-Buch oder auch als elektronische Variante!!!! Da ist für jeden etwas dabei!!!!! (Außer Ausrufezeichen. Die habe ich alle in diesem Absatz verbraucht.)

Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith

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Familien-Tweets der Woche (114)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Familien-Tweets der Woche (113)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Griechenland 2016 – Heimreise: Von Ferienhausübergaben, letzten Strandbesuchen, turbulenten Heimflügen und grandiosen Crowd-Funding-Ideen

Wache morgens um kurz vor 7 Uhr auf. Am Heimreisetag ist der Schlaf einfach nicht mehr so tief und schon gar nicht erholsam. Der innere Schweinehund taucht kurz auf und fragt höhnisch, ob ich heute wieder einen auf preußischen Gardeoffizier mache und Laufen gehe. Schüttele den Kopf und er verschwindet.

Auf Wiedersehen, Psakoudia.

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Begebe mich runter zur Frau, die schon seit einer Stunde auf ist. Die bereits gestern gepackten Koffer werden ein letztes Mal geöffnet, doch noch benötigte Sachen wieder rausgeholt, andere Sachen hineingelegt. Danach werden die Koffer erneut ein letztes Mal geöffnet, andere Sachen entnommen und neue Sachen reingestopft. (Dieses Prozedere wiederholt sich vier bis acht Mal.)

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Griechenland 2016 – Tag 13: Von Hunderomanen, letzten Strandbesuchen und keinem Ouzo

Wache nach dem gestrigen anstrengenden Bootsausflug erst um 8.30 Uhr auf. Trotz der nachwirkenden Erschöpfung muss ich heute Laufen gehen. Auch am Ende des Urlaubs möchte man den Anschein preußischen Pflichtgefühls wahren.

Guten Morgen, Psakoudia.

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Treffe im Bad den inneren Schweinehund, der eine Marineuniform trägt und sagt, es wäre unter der Würde eines Kapitäns, zu joggen. Entgegne, ein Kapitän müsse mit gutem Vorbild vorangehen. Besonders in Sachen Körperertüchtigung. Der innere Schweinehund blickt mich zornig an und sagt das mache alles keinen Spaß mit mir und deswegen kündige er. Dann zieht er schnaubend ab und tritt im Rausgehen meine Laufschuhe durch die Ferienwohnung.

Kurze Zeit später stehe ich in Laufbekleidung an der Straße. Heute sind auch die Hunde wieder da. Sie wollen mir anscheinend ein letztes Geleit geben.

Als erstes muss ich mich aber ein wenig locker machen. Werfe in einer geschmeidigen Bewegung meine rechte Ferse nach hinten, umfasse blitzschnell mit der rechten Hand den Knöchel und ziehe den Fuß in Richtung Gesäß, um die Oberschenkelmuskulatur zu dehnen. Verliere dabei aber das Gleichgewicht und schwanke bedrohlich nach vorne. Rudere hektisch mit dem linken Arm, bis ich wieder in der Vertikalen stehe. So viel Anmut und Grazie sah man zuletzt, als Rudolf Nurejew am Bolschoi-Theater den Schwanensee tanzte. Die ersten Hunde holen sich Popcorn.

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Familien-Tweets der Woche (112)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

Allerdings diese Woche wieder noch nicht von mir, da ich weiterhin auf dermatologisch bedenkliche Weise täglich am Strand abhänge und Abends Mythos trinke und im Mensch-Ärgere-Dich-Nicht gegen die Familie gewinne. Daher übernehmen diese Woche die großartigen Kollegen der Blogger-Kommune ‚Ich bin dein Vater‘  die Urlaubsvertretung. Sie haben trotz ihres starken beruflichen Stresses und klugen Ratgeber-Tipps zum Thema Urlaub mit Kindern täglich nach den besten Familien-Tweets gefahndet, basis-demokratische über deren Verwendung diskutiert und sie dann veröffentlicht. Die Sammlung finden Sie auf ihrem Blog.

Und schauen Sie ruhig häufiger auf ‚Ich bin dein Vater‘ vorbei. Prädikat „Sehr empfehlenswert“.

Ich bin dein Vater

 

 

Griechenland 2016 – Tag 12: Von Bootstouren, griechischen Ex-Militärs und keiner Brooke Shields

8.15 Uhr. Die Frau weckt mich. Das Frühstück sei fertig, denn um halb Zehn müssten wir bei der Touristen-Info sein. Einen festen Termin im Urlaub zu haben, ist eigentlich sehr erholungsfeindlich. Quasi der Startschuss auf dem Weg in den Burn Out. Aber heute geht es nicht anders, denn die große Motorboot-Tour zur ‚Blauen Lagune‘ steht an. So wie wir es vor fünf Jahren schon gemacht hatten.

Guten Morgen, Psakoudia!

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Die älteren männlichen Leser werden bei ‚Blaue Lagune‘ möglicherweise aufhorchen. (Ich wähle hier sehr bewusst nur die männliche Form.) 1980 kam der gleichnamige Film in die Kinos, dessen Erfolg in erster Linie darauf basierte, dass Brooke Shields große Teile des Films leicht bis gar nicht bekleidet über eine einsame Insel läuft.

Nun ist es in der Tat eher unwahrscheinlich, dass man in der griechischen ‚Blauen Lagune‘ auf Brooke Shields trifft, aber alleine der Gedanke weckt verheißungsvolle Vorfreude auf den Trip.

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Griechenland 2016 – Tag 11: Von (fast) langen Läufen, Sportmonologen und guten Essern

Meine biologische Uhr findet, 7.05 Uhr sei eine gute Zeit zum Aufstehen. Meine volle Blase ebenso.

Auf dem Weg ins Bad höre ich es in der Ferne donnern und rumoren. Eigentlich muss ich doch heute joggen gehen. Die Frau, die schon eine Stunde länger wach ist (Alte Menschen brauchen ja nicht so viel Schlaf.), erzählt, vorhin habe es sogar richtig doll gewittert und da sei es keine so gute Idee, Laufen zu gehen.

Guten Morgen, Psakoudia. Heiter bis wolkig mit Aussicht auf Feta.

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Aber vielleicht ist das gar nicht die Frau!?! Vielleicht ist es der innere Schweinehund, der sich als meine Frau verkleidet hat und mich vom Joggen abhalten will! Herrsche ihn an, von so ein bisschen Gewitter ließe ich mich nicht ins Bockshorn jagen und er solle sich gefälligst zum Teufel scheren. Er schaut mich darauf ziemlich irritiert an und fragt, ob bei mir im Oberstübchen noch alles klar sei. (Möglicherweise war es doch die Frau und nicht der verkleidete innere Schweinehund. Man wird sich ja noch mal irren dürfen.)

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Griechenland 2016 – Tag 10: Von juckenden Armen, schmerzhaften Schürfwunden und leckeren Mitbringseln

Öffne ganz langsam die Augen. Es ist kurz nach halb Neun. Eine in meinem Alter geradezu lotterlebenhafte Aufstehzeit. Als nächstes lasse ich mir dann die Haar lang wachsen.

Irgendetwas juckt an meinem linken Unterarm. Anscheinend haben dort heute Nacht ein paar Mücken eine wilde Party gefeiert. Er ist ordentlich zerstochen.

Aber ich darf nicht kratzen. Als guter Vater muss man ja ein Vorbild sein. Den Kindern sagt man auch immer, dass sie sich bei Mückenstichen nicht kratzen sollen, weil es sonst noch mehr juckt. Aber wen juckt das schon, ob man ein guter Vater ist? Die Kinder. Die wollen, dass ich ein guter Vater bin. Und mich. Mich juckt es auch. Und ich will trotzdem ein guter Vater sein. Und die Mückenstiche juckt es anscheinend auch. Denn die jucken. Aber die können sonst ja auch nichts. Außer jucken. Und das tun sie.

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Um nicht die ganze Zeit ans Jucken und Kratzen zu denken, stehe ich auf und gehe auf den Balkon. Dort sitzt der innere Schweinehund und trinkt Kaffee. Schaue ihn fragend an. Heute stünde doch gar kein Laufen auf dem Programm, sage ich. Da habe er sich wohl im Datum geirrt, entschuldigt er sich. Dann trinkt er schnell den Kaffee aus und verabschiedet sich mit einem fröhlichen „Bis Morgen!“

Guten Morgen, Psakoudia!

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Fordere danach den Sohn auf, mit mir Brötchen zu holen. Er schaut, als hätte ich ihm gerade mitgeteilt, er müsse bis zum Ende des Urlaubs in den Mienen von Moria arbeiten. Muss er aber nicht. Sondern lediglich eine Strecke von 500 Metern zurücklegen und auf dem Rückweg eine Tüte mit Frühstücksgebäck tragen.

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Griechenland 2016 – Tag 9: Von beschützenden Hundegangs, Wasser-Volleyball-Rekorden und keinen Wanderungen

Es ist 7.00 Uhr, als ich erwache. (Auch im Urlaub ist der Montag ein Montag und erlaubt kein Ausschlafen.) Gehe auf den Balkon, um zu überprüfen, ob zu der frühen Stunde die Wetterbedingungen zum Laufen einladen. (Wobei ‚einladen‘ eine sehr euphemistische Wortwahl ist.)

Guten Morgen, Psakoudia.

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Auf dem Balkon sitzt bereits der innere Schweinehund, genießt die Morgensonne und trinkt Kaffee. Er bietet mir auch eine Tasse an. Lehne ab und erkläre, heute wirklich mal wieder laufen gehen zu müssen, wo ich es doch die letzten beiden Tage schon aufgeschoben hätte. Der innere Schweinehund macht mit seinen Händen eine Scheibenwischergeste vor seinem Gesicht und verzieht sich.

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