Corona-Föhrien 2020 – Vorbereitung 1: Von Not-all-inclusive-Urlauben, akzeptablen Eltern, Verschwörungstheorien und lebenslangem Social Distancing

Der (fast) alljährliche Urlaubsblog. Diesmal nicht live, aber dafür in Farbe und HD. Zur besseren zeitlichen Orientierung sei erwähnt, dass der Urlaub Ende Juni / Anfang Juli stattfand. Die kompletten Beiträge finden Sie hier.

Ein Urlaubsziel für die ganze Familie. Oder: Mitgehangen, mitgefangen

„Nächstes Jahr fahren wir in den Sommerferien mal wieder nach Föhr“, eröffneten die Frau und ich vor ungefähr einem dreiviertel Jahr am Abendbrottisch den Kindern. Ich überbrachte die Botschaft und legte dabei mehr Begeisterung in meine Stimme als ein QVC-Moderator, der ein siebenteiliges Messerset mit eisgehärteten Klingen aus rostfreiem Stahl anpreist („Das ist der reinste Wahnsinn!!! Damit steht das Kochen nie mehr auf Messsers Schneide! Nie mehr. Waaaaahnsinn!!!“). Die Frau nickte dazu enthusiastisch wie ein Wackel-Dackel auf der Autobahn bei Tempo 250. So sollte bei den Kindern gar nicht erst der Gedanke aufkommen, dass ein Nordsee-Urlaub so viel Exotik und Aufregung wie ein Besuch der Attendorner Tropfsteinhöhle verspricht.

Der Sohn war trotzdem nur mäßig begeistert. Ihm hatte eher ein All-Inclusive-Chillen auf Teneriffa oder Madeira vorgeschwebt, weil er das bei irgendeinem YouTuber gesehen hatte, und sein Plan war es, dort den ganzen Tag am Pool abzuhängen und nur ab und an eine kleine Essenspause einzulegen. Der Urlaubstraum eines jeden Teenagers. Da der Sohn aber keinen Beitrag zum Urlaubsbudget leistet, ist sein Mitspracherecht bei der Wahl des Urlaubsortes sehr beschränkt. Irgendwo haben die liberale Erziehung und die demokratische Mitbestimmung in unserer Familie auch ihre Grenzen. Zum Beispiel bei den Finanzen.

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Familien-Tweets der Woche (321)

Die DSGVO, so beliebt wie Superspreader, die aus dem Urlaub zurückkommen. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Neues Buch: „Papa braucht ein Fläschchen. Überlebenstipps für das erste Jahr mit Kind“

Was haben Avatar, Ghostbusters und Hilfe, ich werde Papa! gemeinsam? Es gibt dieses Jahr jeweils Fortsetzungen. Toll!

Ja, am 18. September erscheint bei arsEdition mein neues Buch Papa braucht ein Fläschchen. Zeitlich knüpft es direkt an den Schwangerschafts- und Geburtsvorgänger an, diesmal mit Überlebenstipps für das erste Jahr nach der Geburt. Noch toller!

Vielleicht sind Sie frisch gebackener Vater und fragen sich jetzt: „Muss ich das wirklich lesen, um zu überleben?“ Um es mit Frank Spilker von Die Sterne zu sagen: „Du musst gar nix!“ (Die arsEdition-Vertriebsleiterin zuckt leicht mit dem linken Auge.) Da ich aber auch meinen Beitrag zu unserem partnerschaftlich erwirtschafteten Haushaltseinkommen erbringen muss, wäre es schön, Sie würden das Buch trotzdem kaufen. Das wäre gewissermaßen am tollsten!

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Familien-Tweets der Woche (320)

Die DSGVO, so beliebt wie Wirecard-Aktien. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Familien-Tweets der Woche (319)

Die DSGVO, so beliebt wie künstliche Campingwecken-Knappheit am Sonntagmorgen. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Aber diesmal sind sie durch Transparenz, Objektivität und Kompetenz gekennzeichnet. Denn die Auswahl wurde diesmal von dem phantastischen, einzigartigen Dave getroffen, dem ich zu großem Dank verpflichtet bin, dass er nun schon zum dritten Mal meine Urlaubsvertretung übernommen hat.

Dave ist aufgrund seiner vielfältigen Passionen nicht leicht zu würdigen. Wie Sie vom letzten Jahr schon wissen, ist er Messerdesigner, Angel-Influencer, Punk-Rocker und Bootsbauer. Da das Boot bald fertiggestellt ist, wird er dann als Kapitän Ahab von Halle Berühmtheit erlangen.

Darüber hinaus ist Dave einer der witzigsten Menschen auf Tiwtter und verdient sich besondere Meriten, indem er die AfD leidenschaftlich trollt.


Aber nun zu den Familien-Tweets der Woche. Viel Spaß!

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Familien-Tweets der Woche (318)

Während ich meine Herbstferien an der Nordsee genieße, haben dankenswerterweise – und in guter Tradition – die Blogger-Freunde von Ich bin Dein Vater die Familien-Tweets-Urlaubsvertretung übernommen.

Die drei Väter, die hinter diesem Blog-Projekt stecken, sind Thomas „Doc“ Guntermann, Thomas „Lempi“ Lemken und Janni „El Graeco“ Orfanidis. Sie lernten sich in den frühen 1990er Jahren in einer Anstalt für schwererziehbare Jugendliche kennen und sind seitdem unzertrennlich. 1997 versuchten sie als Hütchenspieler hinter dem Kölner Dom zu Reichtum zu kommen. Nachdem dieses Unterfangen scheiterte, gründeten sie in den frühen 2000er Jahren eine PR-Agentur, weil sie dachten, mit Labern Geld verdienen zu können, was überraschenderweise auch funktionierte. Einige Jahre später starteten sie Ich bin Dein Vater und bauten ihn zu einem der renommiertesten Elternblogs aus. Vielleicht nicht weltweit, in Europa oder deutschlandweit, aber definitiv in Köln Altstadt-Nord (möglicherweise sogar Köln Neustadt-Nord). Wird einer der Drei von Rastlosigkeit übermannt- meistens wenn der Ritalin-Nachschub stockt – veröffentlichen sie sogar neue Artikel.

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Die schönsten Väter Kölns (leider nicht im Bild)

Zum Ausbau Ihres Väter-Imperiums starteten sie schließlich noch ihren Papa-Podcast, der regelmäßig von acht Leuten verfolgt wird. (Manchmal sogar von dreizehn, wenn die Kinder der Dreien genötigt werden, den Podcast zu hören.)

Sie können Ich bin Dein Vater auch – aus welchen Gründen auch immer – bei Facebook, auf Instagram und auf Twitter folgen.

Mich verbindet mit den drei Kölnern nicht nur das ein oder andere getrunkene Bier, sondern auch eine Reihe gemeinsamer Projekte. Unter anderem ein floriendes, aber leider illegales Schneeballsystem zum Vertrieb von Hornhauthobeln sowie die Organisation der Blogfamilia, der größten Eltern-Blogger:innen-Konferenz im deutschsprachigen Raum. Mit Janni habe ich außerdem schon das ein oder andere Mal Karneval gefeiert, aber aufgrund einer von uns unterzeichneten Verschwiegenheitserklärung darf ich dazu nichts schreiben.

Aber nun zu der formidablen Tweet-Auswahl von Doc, Lempi und Janni. Herzlichen Dank!

Familien-Tweets der Woche (317)

Damit ich mich im Urlaub erholen kann, übernimmt dankenswerterweise Fabian von New Kid and the Blog die Ferien-Vertretung bei den Familien-Tweets. Im so genannten Real Life lebt Fabian mit seiner Familie in Berlin-Kreuzberg und verdingt sich als Musik-Journalist.

Fabian Soethof – Blogger-Avantgardist und Speerspitze des deutschen Musikjournalismus. (Foto: Hella Wittenberg)

Seit 1923 ist Fabian Online-Redaktionsleiter bei – laut seiner Aussage – einem der letzten überlebendem Musik-Magazine, dem Musikexpress. Für seine liebevolle Embedded-Journalism-Reportage Von der „Bravo“ in die „Bauernstuben“: Wir waren beim irren Eat & Greet mit Worlds Apart erhielt er 1937 den weder national noch international renommierten Christian-Hanne-Schreiberling-Nachwuchs-Preis. Ein Wendepunkt seiner journalistischen Karriere, die sich seitdem steil gen Süden neigt.

1951 startete er kurz vor Geburt seines ersten Kindes seinen Familien-Blog. Eine Idee seiner Frau, damit Fabian ihr Zuhause nicht im Weg ist. Neben vielen lesenswerten Artikeln veröffentlicht er ab und an Rezensionen meiner Bücher („Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“, „Ein Vater greift zur Flasche“, „Hilfe, ich werde Papa!“) Immer sehr eloquent, fundiert und am Rande der Unterlassungsklage.

Vor gut 43 Jahren kam der multimediale Tausendsassa auf die Idee, sich im Podcast-Game zu versuchen. Seither sinniert er gemeinsam mit seinem Stockholm-symptomisierten Kollegen Stephan Rehm Rozanes sowie spannenden Gästen wöchentlich unter dem Titel Never Forget über Musik der 90er Jahre. Hören sie ruhig mal rein (Podigee, Spotify, Apple, Deezer).

Nie waren die 90er Jahre schöner! (Foto: Thomas Neukum)

Wenn Sie regelmäßig etwas von Fabian lesen möchten, sollten Sie sich zunächst fragen, was mit Ihnen nicht stimmt, und ihm dann unbedingt auf Facebook, Twitter und Instagram folgen.

Aber vorher lesen Sie bei ihm die Familien-Tweets der Woche (317). Vielen Dank für deine Unterstützung, Fabian, und die super Auswahl.

Familien-Tweets der Woche (316)

Die DSGVO, so beliebt wie Wirecard-Aktien. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Das gute Buch: „Zu groß für die Babyklappe. Geschichten aus dem Müttergenesungswerk“ von Marlene Hellene (mit Verlosung)

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„Zu groß für die Babyklappe. Geschichten aus dem Müttergenesungswerk“ – was sich anhört wie der Titel einer gescripteten Kollabo-Doku-Soap von arte und RTL II über das dramatische Schicksal corona-isolierter Mamas, ist tatsächlich das neue Buch von Marlene Hellene, das am 16. Juni erschienen ist. Kein Wunder, dass der Rowohlt Taschenbuch Verlag nach dem Riesenerfolg ihres Erstlingswerks „Man bekommt ja so viel zurück“ nun den Nachfolger veröffentlicht hat. (Hollywood-Studio-Bosse nicken zustimmend.)

Sie wollen wissen, ob sich die Wartezeit von mehr als 25 Monaten beziehungsweise 109 Wochen beziehungsweise 762 Tagen beziehungsweise 18.288 Stunden gelohnt hat? Finden Sie es in meiner Rezension heraus, die wie immer durch Inkompetenz, Unwissenheit und Dilettantismus gekennzeichnet ist.

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Familien-Tweets der Woche (315)

Die DSGVO, so beliebt wie Wurst aus der Tönnies-Fleischfabrik. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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