Familien-Tweets der Woche (416)

Die DSGVO, so beliebt wie Rosinen, Rosenkohl und Kapern. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Die Stockholm Diaries (13. Juni): Tag 3

Die kompletten Folgen der Stockholm Diaries finden Sie hier.


Um kurz nach sieben schicken wir eine kurze Nachricht an den Sohn, um zu kontrollieren ob er aufgestanden ist und rechtzeitig zur Schule geht. Allerdings darf der Text nicht wie eine Kontrollnachricht rüberkommen. Schließlich sind wir moderne, entspannte Eltern, die ihre Kinder zur Selbstständigkeit erziehen – sie sollen ja irgendwann ausziehen –, und da gehören Kontrolle, Misstrauen oder gar Zwang selbstverständlich nicht zu unserem pädagogischen Instrumentarium.

Wir fragen ihn stattdessen kurz, ob er gut geschlafen habe, und wünschen ihm einen guten Tag in der Schule. Der Sohn antwortet mit einem „Daumen hoch“-Emoji. Das heißt zwar nicht zwangsläufig, dass er er pünktlich zum Unterricht erscheinen wird, aber wenigstens ist er wach. Oder er hat einen Bot programmiert, der unsere Nachrichten automatisch beantwortet. Das ist nicht unrealistisch, denn der Sohn schickt auf meine Fragen bei WhatsApp meistens ein „Daumen hoch“-Emoji. Ganz egal, wie die Frage lautet.

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Die Stockholm Diaries (12. Juni): Tag 2

Die kompletten Folgen der Stockholm Diaries finden Sie hier.


Auch heute Morgen haben wir uns mit den Kindern zum Frühstücken im Espresso House verabredet. (Never change a winning breakfast place!) Auf dem Weg dorthin ist meine Frau ganz beseelt und schwärmt davon, wie schön es ist, dass wir zu viert zusammen sind, uns alle so gut verstehen und eine gute Zeit miteinander haben.

Fünf Minuten später treffen wir die Kinder und meine Frau wird von ihrer rosaroten Wolke auf den harten Boden der Realität zurückgeholt. Der Sohn ist extrem maulfaul, weil er nicht ausschlafen konnte, und die Tochter unleidlich, weil sie auf irgendetwas allergisch reagiert und ihre Augen unablässig tränen. Vielleicht hätten wir Eltern vorab ein idyllisches Pre-Breakfast einlegen sollen.

Meine Frau und ich sind trotzdem guter Dinge, lassen das aber nicht zu sehr raushängen. Als Eltern, die auf 18 Jahre Erfahrung im Umgang mit mäßig gut gelaunten Kindern zurückblicken können, wissen wir, dass es wenig Sinn macht, sich jetzt um gute Stimmung und fröhliche Konversation zu bemühen. Das führt meist zu schlechter Stimmung und unfröhlicher Konversation. Stattdessen vertrauen wir auf die magische Wirkung der Zimtschnecken. Die werden schon die Dopamin-, Serotonin- und Endorphin-Schleusen der Kinder öffnen und dann kommt die gute Laune von ganz allein.

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Die Stockholm Diaries (11. Juni): Tag 1

Die kompletten Folgen der Stockholm Diaries finden Sie hier.


Wir treffen uns mit den Kindern zum Frühstück in einem Espresso House in der Nähe unseres Hotels. Espresso House ist eine Art schwedisches Starbucks-Kette, wurde allerdings bereits 1996 gegründet, und es gibt so viele Espresso House-Filialen in Stockholm, dass Starbucks keine Chance hatte, sich jemals in der Stadt auszubreiten. Ich habe in ganz Stockholm lediglich am Hauptbahnhof einen Starbucks gesehen. Dafür gibt es im Durchschnitt alle 200 Meter ein Espresso House. Manchmal auch drei Filialen auf 200 Metern. Oder auf 100 Metern. Die Espresso House-Dichte in Stockholm ist so hoch, dass es mich nicht wundern würde, wenn in einem Espresso House eine weiteres Espresso House eröffnet würde.

Zum Frühstück essen wir, wie es sich für Schweden-Touristen gehört, Zimtschnecken. Die sind zimtig und fluffig und köstlich. Daran könnte ich mich gewöhnen: Mit einer Zimtschnecke in den Tag starten. Das würde meine Lebensqualität in Deutschland definitiv steigern. Nicht arbeiten müssen und um halb elf in einem Coffee House abhängen, würde ebenfalls zur Steigerung meiner Lebensqualität beitragen. Nicht nur in Deutschland, sondern überall.

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Die Stockholm Diaries (09./10. Juni): Anreise

Heute Abend fahren wir nach Stockholm, die Tochter besuchen. Die Reise, die wir eigentlich schon über Ostern antreten wollten, wogegen Corona dann aber etwas einzuwenden hatte.

Wir fahren mit dem Nachtzug. 17 Stunden im normalen Sitzabteil, da ich aus Kostenoptimierungsgründen auf den Aufschlag für einen Liegewagen oder sogar ein eigenes Liegeabteil verzichtet habe. Das Konto freut sich, mein Rücken möglicherweise weniger.

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Eine kleine Wochenschau | KW23-2022

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


06. Juni 2022, Berlin

Meine Eltern sind auf einer Busreise in Italien. Gemeinsam mit meiner Tante väterlicherseits und deren Nachbarin. Mein Vater schickt mir ein Gruppenfoto. Mit ihren Sonnenbrillen und so breit wie alle lachen, sieht es aus, als hätte eine Senioren-Gang gerade einen sehr großen Coup gelandet. (Demnächst im Kino zu sehen als Ocean’s 79)

Ich weiß tatsächlich nicht, was meine Eltern genau in Italien machen. Es ist mir aber auch egal. Hauptsache, ich erbe später die Hälfte davon.

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Familien-Tweets der Woche (415)

Die DSGVO, so beliebt wie Rosinen, Rosenkohl und Kapern. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Eine kleine Wochenschau | KW22-2022

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


30. Mai 2022, Berlin

Heute ist Gieß-eine-Blume-Tag. Mir ist das egal. In unserer Ehe herrscht funktionale Hausarbeitsteilung und Blumengießen fällt in den Verantwortungsbereich meiner Frau. Unsere Blumen begrüßen das sehr. Ich habe einen so braunen Daumen, dass mir beim Betreten von Blumenläden die Pflanzen im Chor die Worte: „Wir die Todgeweihten grüßen dich, oh Christian!” entgegenrufen.

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Familien-Tweets der Woche (414)

Die DSGVO, so beliebt wie Rosinen, Rosenkohl und Kapern. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Eine kleine Wochenschau | KW21-2022

Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.


23. Mai 2022, Berlin

Heute Abend darf ich bei Fuchs & Söhne auftreten. Fuchs & Söhne ist eine renommierte Berliner Lesebühne, die die renommierten AutorInnen Kirsten Fuchs, Paul Bokowski, Sebastian Lehmann und André Hermann – der inzwischen von Tilman Birr ersetzt wurde – gegründet haben, die monatlich im Grips-Theater stattfindet und zu der immer wieder berühmte Gäste eingeladen werden. Sarah Bosetti zum Beispiel. Oder Felix Lobrecht vor ein paar Jahren. (Da war er allerdings noch nicht so bekannt wie heute.)

Ich selbst falle in die Kategorie „Gast“, aber ohne den Zusatz „berühmt“. Es ist mehr als drei Jahre her, dass ich das letzte Mal öffentlich gelesen habe. Hoffentlich denkt das Fuchs & Söhne-Publikum heute Abend nicht, was das für eine merkwürdige subversive Performance-Art mit dadaistischem Einschlag war.

Da ich das vermeiden möchte, bereite ich mich penibel vor. Ich suche Geschichten raus, schreibe sie ein wenig um, damit sie auf der Bühne besser funktionieren, und lese mir die Texte laut vor. Das ist die absolute Hölle. Es gibt wirklich nichts schlimmeres, als sich eigene Texte laut vorlesen zu müssen. Also, zumindest aus einer egozentrischen First-World-Perspektive. Global gesehen, gibt es eventuell ein oder zwei Sachen, die noch schlimmer sind. Zum Beispiel rohen Kohlrabi essen.

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