Das Bloggen der Anderen (1)

Beim Recherchieren für meinen Blog stoße ich immer wieder auf Artikel, die zu gut oder manchmal auch zu grauenvoll sind, um sie nicht weiterzuempfehlen.

  • In einem Gastbeitrag auf den Seiten von „Herzdamengeschichten“ schreibt Patricia Cammarata darüber, wie sich die Musik in einem Haushalt verändert, wenn man Kinder hat. Nach der Lektüre dieses mit Beispielen nerviger Kindermusik gespickten Artikels hat mich eine Woche lang „Stups, der kleine Osterhase“ von Rolf Ich-habe-mit-Kinderliedern-so-viel-Geld-verdient-dass-es-mir-aus-allen-Körperöffnungen-quillt Zuckowski verfolgt. Vielen Dank dafür. Trotzdem sehr lesenswert!

  • Frau Müller hat einen schönen Artikel über Mütter als arme Schweine verfasst, die sich größtenteils von den Essensresten ihrer Kinder ernähren und regelmäßig mit vollgesabberten und -gerotzten Klamotten das Haus verlassen. Hierbei sei angemerkt, dass auch der Speiseplan von Vätern älterer Kinder stark durch die eigene Brut beeinflusst wird, was man spätestens bemerkt, wenn das Abendessen regelmäßig aus übriggebliebenen und angebissenen Schulbroten besteht, bei denen der Belag schon leicht ergraut ist.
  • Ebenfalls mit Essen und Kindern hat sich Frau Weh beschäftigt, die durch kunstvolle Schnitzereien und Basteleien versucht, ihren Kindern gesundes Essen schmackhaft zu machen. Ein Unterfangen, dass nicht nur an meinen feinmotorischen Unzulänglichkeiten scheitern würde, sondern auch bei meinen Kindern mit ihrer ausgeprägten Obst- und Gemüseaversion wohl nicht zum gewünschten Resultat führte. Mehr Erfolg hätte es wahrscheinlich, das Obst mit Schokosauce zu übergießen und Zucker zu bestreuen.
  • Die nahende Europawahl wirft ihre Schatten auf den Blog „Ich bin dein Vater“, wo es eine sehr sehenswerte Übersicht von Wahlspots gibt, die sich an Familien richten. Insbesondere der Clip der Familienpartei – zurecht auf Platz 1 gesetzt – wirft dabei die Frage auf, wo eigentlich die Grenze zwischen Realität und Satire verläuft.
  • Die Kollegen von Daddylicious haben eine „Dad für Dummies“-Liste mit 10 Regeln erstellt, die sich an nach Perfektion strebende Väter richtet. Eine für viele Väter unüberwindbare Hürde könnte die siebte Regel darstellen, einfach eine Stunde früher aufzustehen, um Zeit für administrative Dinge und den ein oder anderen Duplo-Turm zu haben. Nicht ganz klar wird dabei, ob Post und Internetbanking parallel zum Legobauen erledigt werden sollen und bei welcher dieser Aktivitäten die Kinder eingebunden werden sollen.
  • Ebenfalls eine Liste gibt es auf den Seiten der deutschen Huffington Post. Dort hat die US-Comedian Johanna Stein sehr amüsant 29 Dinge aufgelistet, die sie verloren hat, seit sie Mutter ist. Auch – oder ganz besonders – lehrreich für Ehegatten und Lebenspartner von Müttern.

2 commentaires sur “Das Bloggen der Anderen (1)

  1. Das war die klare Nummer 1! Das bittere daran: Sie werden Wählerstimmen bekommen und mit einem finanziellen Plus aus der Sache rauskommen…
    Danke für die Erwähnung!
    Vg, Babyvater!

  2. Erstaunlich, wie lange es sich mit Resteessen leben lässt. Und wozu sich das Ganze auswächst. Da das Müllersche große Kind demnächst schulpflichtig wird, stelle ich mich schon mal auf Klappstullenreste ein. ;-)
    Kollegiale Grüße, Frau Müller.

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