In unserem Badezimmer herrscht Tropenklima: 30 Grad und gefühlte Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent. Fehlen nur noch Orang-Utans, die sich von Liane zu Liane schwingen.
Schuld ist die Heizung. Die lässt sich nicht abstellen. Selbst auf Null läuft sie wie eine überambitionierte High-Performerin. Nicht in Teilzeit, sondern 24/7. Friedrich Merz würde vor Rührung weinen.
Wer dagegen ein Low-Performer ist: Ich. Seit Wochen nichts Neues auf dem ‚Familienbetrieb‘. Zuletzt am 22. August, vor einem Monat. Über unseren portugiesischen Supermarkt. Ist Ihnen wahrscheinlich nicht aufgefallen. Der Algorithmus mochte ihn nicht: zu wenig Wut, zu wenig Streit, zu wenig Hass. (Oder zu wenig Qualität?)
Vor vierzehn Tagen gab’s noch ein zweitverwertetes „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“-Kapitel. Zum einjährigen Buchgeburtstag – und damit das Tumbleweed auf dem Blog nicht so auffällt.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)




