Das Bloggen der Anderen (13)

Beim Recherchieren für meinen Blog stoße ich immer wieder auf interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen:

  • Die Väter von ‚Daddylicious‘ geben Eltern, die von Rolf Ich-bin-Milliardär-weil-alle-Eltern-meine-Platten-kaufen-müssen Zuckowski die Nase (beziehungsweise in diesem Fall die Ohren) voll haben, ein paar sehr nette Empfehlungen zu guter Kinder-Mucke, damit die lieben Kleinen sicher an geschmackvolle Musik herangeführt werden. Ein sehr empfehlenswerter Artikel, in dem lediglich ein paar Hinweise fehlen, was Eltern tun können, wenn ihre Kinder bereits Helene-Fischer-infiziert sind und zu jeder passenden und vor allem unpassenden Gelegenheit ‚Atemlos‘ singen (Tipps gerne an info@familienbetrieb.info).

  • Als Vater (und auch als Mutter) weiß man selbstverständlich, dass man ein Fußballmatch gegen die eigenen Kinder nicht gewinnen darf, um dem Nachwuchs traumatisierende Erlebnisse und einem selbst die Kosten für den Kinderpsychiater zu ersparen. Allerdings ist das manchmal gar nicht so einfach, wenn sich das fußballerische Talent des Nachwuchses nicht an Cristiano Ronaldo, sondern eher an dem einer schleswig-holsteinischen Milchkuh orientiert. Dankenswerter hat ‚Papa rockt‘ die Regeln für Fußballmatches gegen Kinder geleakt, so dass der Niederlage im nächsten Eltern-Kinder-Match nichts mehr im Wege stehen sollte.
  • Das Problem des Lernens während der Sommerferien ist auf “Good Words for Bad World‘ literarisch verarbeitet. Ich kann sehr gut mit dem Sohn mitfühlen, der Lateinvokabeln pauken soll, denn es erinnert mich daran, wie ich nach einer Sechs in einer Lateinarbeit regelmäßig von meinem Vater abgehört wurde (selbstverständlich eine meiner schönsten Kindheitserinnerung und ich profitiere noch heute davon). Daher muss ich dem Sohn meine Hochachtung zollen, denn er schafft es erfolgreich, sich vor dem Vokabellernen zu drücken.
  • In vielen Bundesländern sind die Sommerferien jetzt vorbei und da trifft es sich sehr gut, dass ‚Frau Mutter‘ zum Schulstart ein paar Tipps veröffentlicht, wie Hausaufgaben ohne Stress gemacht werden können: Vom richtigen Zeitpunkt über die möglichst ungestörte Umgebung bis hin zur nicht einmischenden Interessensbekundung. Die Aufgaben für das Kind zu erledigen, scheint aber nicht dazu zu gehören.
  • Moody schreibt auf ‚Babykram & Kinderkacke‘ über, die Herausforderung mit der fehlenden „Gender-Neutralität“ ihrer Tochter adäquat umzugehen. Diese trägt nämlich ausschließlich Kleider und ist geradezu süchtig nach rosafarbenem und glitzerndem Spielzeug. Bei unserer Tochter war es ähnlich. Während wir sie möglichst fern von Geschlechterrollen-Klischees erziehen wollten, stand sie auf Lillifee, die Pferdemotive auf T-Shirts konnten nicht groß genug sein und Hosen fand sie doof. Aber diese Phase ging glücklicherweise (größtenteils) vorüber und heute erfüllt es uns mit Freude, dass sie es doof findet, dass Gaby bei TKKG nie bei den spannenden Sachen mitmachen darf.
  • Isabel räumt auf ‚Little Years‘ mit dem Mythos der superentspannten Neugeborenen-Wochen auf. Viele Säuglinge schreien nun mal in den ersten Wochen viel, scheinen ständig unzufrieden zu sein und schlafen nur mäßig problemlos ein. Daher gibt sie ein paar Tipps für Freunde und Verwandte von Eltern mit kleinen Babys aber auch für die Eltern selbst.
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel "Nackte Kanone" geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch "Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith"* erschienen. (*Affiliate-Link)

4 commentaires sur “Das Bloggen der Anderen (13)

  1. Wenn du irgendwelche Anti Helene Fischer Sing Tipps erhältst, leite sie bitte bitte an mich weiter!

    Ansonsten kann ich nur sagen, eine schöne Zusammenfassung!

    LG Nessa

    • Mit Anti-Helene-Fischer-Sing-Tipps kann man bestimmt sehr reich werden. Ein noch unerschlossener Markt in der Zielgruppe Eltern.

      LG Christian

      • Laut mitgrölen in der Öffentlichkeit hilft sehr schnell, wichtig: leidenschaftlich, laut und völlig falsch singen und auf sehr peinliche Gestik achten. Seither hören unsere Kinder nur noch Musik, die Mama NICHT kennt und noch weniger singen kann!

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