Das Bloggen der Anderen (20)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre  stoße ich immer wieder auf interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen:

  • Mein absolutes Highlight der letzten Woche ist ein Artikel von Andrea Harmonika. Sie schreibt auf ihrem gleichnamigen Blog eine Ode an Fräulein Prysselius (genau, die Prusselise aus Pippi Langstrumpf) und ruft zu deren Rehabilitation beziehungsweise gleich ihrer Heiligsprechung auf. Während der versoffene Vadder Langstrumpf nur alle Jubeljahre bei seiner Tochter auftauchte, um die Alimente in Form einer Kiste Gold abzugeben, sei die Prusselise doch die einzige Erwachsene gewesen, die sich, wenn auch etwas verschroben, für das Wohlergehen der Langstrumpf-Tochter einsetzte. Damit  qualifiziere sie sich als Schutzpatronin aller Erzieherinnen und Erzieher sowie geplagter Eltern von „verhaltenskreativen“ Kindern. Und ‚Andrea Harmonika‘ qualifiziert sich mit ihren Artikeln für jede Blogroll!

  • ‚Mutter Rabe‘ scheint da vor ganz ähnlichen Problemen zu stehen, da sie unkontrolliert – geradezu touretteske – flucht, was sie an ihrer verbalen Vorbildfunktion für ihr Kind zweifeln lässt. Beruhigung verschafft ihr allerdings die Erkenntnis, dass die Kinder ohnehin im Kindergarten das Fluchen erlernen.
  • Anna lässt uns auf ‚Berlinmittemom‘ sehr unterhaltsam an der sexuellen Aufklärung ihrer Kinder teilhaben. Praktischerweise reichen ihre Erfahrungen von Kita-Kindern über Grundschülern bis zu Pubertieren. Somit drehen sich die Themen um Spermapferdchen, die sich mit den Eierchen der Mama umarmen, um den „PenisinScheide“, den man zur Fortpflanzung benötigt, und um Fragen wie Dildo, Analsex und Schwangerschaft mit 15. Da wird es wenigstens nicht langweilig.
  • Löblicherweise hatte Wiebke auf ihrem Blog ‚Verflixter Alltag‘ im Sommer eine Blog-Parade zum Thema „Warum Väter so wichtig sind“ gestartet. Nun präsentiert sie ihre Auswertung: Väter werden sowohl für ihre maskuline Seite (Wer würde sonst unerschrocken Tieren gegenübertreten und den Müll raustragen?) als auch für ihre femininen Züge (hierzu zählt interessanterweise unter anderem das Singen von Kinderliedern) geschätzt. Wichtig sind darüber hinaus die gemeinsamen Momente der Eltern, denn ohne diese wären aus den Männern ja auch keine Väter geworden.
  • Zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls hat Carola auf ‚Frische Brise‘ ihre damaligen Tagebuchaufzeichnungen veröffentlicht. Ein äußerst lesenwertes Zeitdokument, das Einblicke gewährt, wie eine 12-Jährigen die turbulenten Monate erlebt hat.
  • Die Lebkuchen in den Supermärkten künden es bereits seit September an: Die Vorweihnachtszeit rückt immer näher. Damit gibt es auch kein Entrinnen vor der großen Adventskalender-Frage – Kaufen oder Basteln? Da kommt der Adventskalender-Artikel von ‚Daddylicious‘-Kai auf ‚Stern Online‘ gerade zur rechten Zeit.
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel "Nackte Kanone" geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch "Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith"* erschienen. (*Affiliate-Link)

2 commentaires sur “Das Bloggen der Anderen (20)

  1. Huhu und herzlichen Dank für die netten Worte.
    Aber sollte ich jemals wieder eine Leseempfehlung bekommen, hätte ich auch gerne ein “Lesen Sie die geile Scheiße einfach selbst.”
    =D Allerliebste Grüße

    • Verdammte Scheiße, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich das noch eingebaut. Ich bin mir sicher, dass es noch die ein oder andere Leseempfehlung geben wird und dann werde ich mich daran halten. Falls bestimmte Kraft- und Fäkalausdrücke gewünscht werden, bitte vorher Bescheid geben. LG, Christian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.