Der musikalische Adventskalender – Tag 23: „Fuck Christmas“ von Eric Idle

Um die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche zu steigern, stellt der musikalische Adventskalender jeden Tag ein neues Weihnachtslied vor – von Perlen der Weihnachtsmusikgeschichte über Nerv tötende Evergreens bis hin zu Grausamkeiten aus dem musikalischen Giftschrank ist alles dabei. Viel Spaß beim Hören!

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Heute wartet der musikalische Adventskalender mit einem Lied auf, an dem der Grinch seine wahre Freude hätte: Es ist ordinär, es ist vulgär und es ist absolut großartig: mit „Fuck Christmas“ von Eric Idle.

Die Adventszeit befindet sich auf den letzten Metern der Zielgeraden, man ist der Plätzchen überdrüssig, der Gedanke an billigen zu Glühwein erwärmten Fusel lässt einen schaudern, die letzten Geschenke wollen noch gekauft und eingepackt, der Baum besorgt und geschmückt werden und nicht wenigen kann gleich das ganze Weihnachtsfest gestohlen bleiben. Ein ganz großes Dankeschön geht an die liebe Sonja von ‚Mama notes‘, die mich auf dieses wunderbare Lied von Monty Python-Mitglied Eric Idle aufmerksam gemacht hat.

Eric Idle, der eigentlich für das lebensbejahende „Always look on the bright side of life“ aus „Life of Brian“ bekannt ist, hat es geschafft unter dem Deckmantel der Sozial- und Konsumkritik, das Wort ‚Fuck‘ 18x in einen 90-Sekunden-Song zu packen, d.h. im Schnitt fällt alle 5 Sekunden das Wort ‚Fuck‘. Ein ‚Fuck‘-Quotient, den man eigentlich nur von Tennis-Matches mit John McEnroe kennt. Wenn man jedes ‚Fuck‘ überpiepen wollte, um es beispielsweise in der altehrwürdigen BBC zu spielen, könnte man es gleich mit der Blockflöte vortragen.

Lasst uns heute noch einmal Kraft vor dem großen Tag morgen sammeln, lasst uns in den Armen liegen und gemeinsam ein katharsisches „Fuck Christmas!“ singen. Viel Spaß beim Hören und Mitsingen.

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel "Nackte Kanone" geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch "Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith"* erschienen. (*Affiliate-Link)

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