Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
19. Januar 2025, Berlin
Nachmittäglicher Einkaufsspaziergang. Das 10.000-Schritte-Tagesziel erreicht sich nun mal nicht von allein.
In der Beusselstraße komme ich an einem Späti vorbei. Im Schaufenster läuft Werbung für die EXPO 2035 in Berlin.
Wusste bis zu diesem Moment nicht, dass die EXPO 2035 in Berlin stattfindet. Da sieht man: Werbung wirkt.
Allerdings nicht so richtig. Später google ich nach und lerne, es geht gar nicht um die EXPO 2035 selbst, sondern um die Bewerbung dafür.
Frage mich, was eine Expo eigentlich überhaupt ist. Also, eine Weltausstellung, das ist mir schon klar. Aber wofür? Für Kunst, Unterhaltungselektronik oder Landwirtschaftsmaschinen? Für Katzentrockenfutter vermutlich nicht.
Und wie steht man zu einer EXPO? So politisch-moralisch. Findet man das gut, wegen Fortschritt, Fremdenverkehr, Steuereinnahmen? Oder muss man das ablehnen, wegen Kapitalismus, Geldverschwendung und weil man in Berlin prinzipiell anti ist?
Während ich so nachdenke, fällt mir auf: 2035 bin ich 60. Somit bin ich eindeutig gegen die EXPO 2035.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)









