„I remember you. You’ve been here yesterday. And the day before”, sagte die junge Frau mit den dunklen Locken und der schwarzen Hornbrille und lachte mich an. „I like you. You are my favorite person.”
So etwas hört man natürlich gern. Dass man wiedererkannt und gemocht wird. Und nicht nur das. Man ist sogar eine Lieblingsperson.
Bedenklich war allerdings, dass es sich bei der jungen Frau, die sich so über das Wiedersehen mit mir freute, um die Sangria-Verkäuferin am São Pedro de Alcântara handelte, und ich die letzten drei Abende tatsächlich bei ihr war. Mehrfach.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)









