In der Männer-Bäckerei

Der PR-Berater des Familienbetriebs hat angeraten, dass sich der Blog stärker an die weibliche Zielgruppe anbiedern und thematisch mehr an anderen Mama-Blogs orientieren solle, um eine nachhaltige Leserinnen- und Leserbindung zu erreichen. Obskure Alltagsgeschichten seien dafür nicht ausreichend, sondern die Artikel müssten einen praktischen Mehrwert bieten, der zukünftige Besuche des Familienbetriebs erstrebenswert erscheinen lässt.

Unglücklicherweise eignen sich meine Bastel- und Do-it-yourself-Kompetenzen allenfalls zu tollpatschigen Slapstick-Einlagen und meine ausgeprägte Handarbeits-Legasthenie bietet ebenfalls keinen Stoff für spannende, lesenswerte Artikel mit Erkenntnisgewinn. Zum Backen reichen meine grobmotorischen Fähigkeiten aber gerade noch aus.

Käsekuchen. An nichts.

Käsekuchen. An nichts.

Somit präsentiert der Familienbetrieb heute stolz einen Back-Post. Mit nützlichen Praxis-Tipps und bebildert durch gleichermaßen hochwertige wie ansprechende Fotos. Der hoffnungsvolle Anfang eines erfolgreichen Back-Blogs oder doch nur ein einmaliger Ausflug in die Backhölle des Grauens? Egal. Viel Spaß beim Lesen und – möglicherweise – Nachbacken!

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Da die Tochter bei einer Klassenkameradin übernachtet und die Freundin den ganzen Tag Besorgungen in der Stadt zu erledigen hat, haben der Sohn und ich heute Zeit für einen Männertag. Das habe ich ihm versprochen.

Gleichzeitig muss ich aber noch einen Käsekuchen für einen Geburtstag backen, zu dem wir heute Abend eingeladen sind. Das habe ich der Gastgeberin versprochen. Um präzise zu sein, hat meine Freundin der Gastgeberin versprochen, dass ich einen Käsekuchen backe. Aber diese spitzfindigen Wortklaubereien helfen jetzt auch nicht weiter. Der Kuchen muss gebacken werden!

Schlage daher dem Sohn freudestrahlend vor, dass wir heute am Männertag gemeinsam Käsekuchen backen. Der Sohn ist nur mäßig begeistert. Er möchte lieber Fußball spielen und findet Kuchenbacken sei nicht männlich genug für einen Männertag.

Tadele ihn mit scharfen Worten, seine Mutter hätte nicht jahrelang über die soziale Konstruktion von Geschlecht und die aus sozialen Zuschreibungen resultierende Geschlechterungleichheit geforscht, damit er hier ein solch tradiertes, überkommenes und geradezu reaktionäres Verständnis von der Rolle des Mannes an den Tag lege. Der Sohn schaut mich verständnislos an, als hätte ich ihm gerade einen juristischen Vortrag über die EU-Richtlinie zur „Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen hinsichtlich des Zugangs zur Beschäftigung, zur Berufsbildung und zum beruflichen Aufstieg sowie in Bezug auf die Arbeitsbedingungen“ gehalten.

Etwas versöhnlicher erzähle ich ihm, dass Küchenarbeit auch männlich sei und es gäbe außerdem ganz viele Männer, die in der Küche arbeiteten. Tim Mälzer sei zum Beispiel ein ganz berühmter Koch, schreibe Bücher, trete im Fernsehen auf und sei damit irrsinnig reich geworden. Wir würden halt nicht kochen, sondern backen.

Der pekuniäre Aspekt weckt das Interesse des Sohns. Er willigt in das gemeinschaftliche Männer-Backprojekt ein.

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Schreiten zur Tat und prüfen als erstes, ob wir alle Zutaten für den Käsekuchen haben. Es soll kein gewöhnlicher Käsekuchen werden, sondern ein braun-weiß gestreifter. So hat es die Freundin versprochen.

Für den Krümelboden benötigen wir folgende Zutaten:

  • 225 Gramm Vollkornkekse, fein zerbröselt
    Finden im Schrank ein Paket Vollkornkekse. Der Sohn gibt zu bedenken, dass die Packung nur 200 Gramm enthalte und dies sei zu wenig. Beschwichtige ihn, die Abweichung liege noch im Toleranzbereich. Er will wissen, was ein Toleranzbereich ist. Erkläre, dass sei so etwas wie ‚Pi mal Daumen‘. Nun fragt er, was ‚Pi mal Daumen‘ sei. Sage, das bedeute, 200 Gramm seien genauso viel wie 225 Gramm. Hoffe inständig, dass sich diese hanebüchene Erklärung nicht später mal in einer seiner Mathearbeiten rächen wird.
  • 3 EL Kakaopulver, gesiebt
    Wir haben kein Backkakao vorrätig, sondern lediglich eine Dose mit Kaba. Beruhige den Sohn, dies würde auch funktionieren. Hauptsache der Boden werde dunkel und schmecke nach Schokolade. Der Sohn fragt, ob das auch ‚Pi mal Daumen‘ sei. Ich nicke.
  • 2 EL weicher brauner Zucker
    Zu meinem eigenen Erstaunen befindet sich in einer Vorratsdose tatsächlich noch ein Rest brauner Zucker. Allerdings ist er nicht wirklich weich, sondern eher ein fester Klumpen. Bearbeite ihn zuerst erfolglos mit einer Gabel, dann mit einem Messer und schließlich mit einem großen Schraubenzieher. Danach verfügt er ansatzweise über eine verarbeitungsfähige Konsistenz.
    Beeindruckt erkundigt sich der Sohn, ob Tom Wälzer das auch so mache. Korrigiere ihn, der Tom hieße Tim und nicht Wälzer, sondern Mälzer. Und er sei bestimmt auch erfinderisch in der Küche.
  • 90 g Butter, geschmolzen
    Im Kühlschrank ist noch ein Rest Butter. Mit Hilfe der Küchenwaage ermitteln wir, dass es sich um 80 Gramm handelt. Ich murmele etwas von Toleranz, Pi und Daumen. Der Sohn weiß inzwischen, dass es sinnlos ist nachzufragen und schweigt.

Für die Füllung haben wir erfreulicherweise alle Zutaten beisammen:

  • 500 g Quark
  • 250 g Mascarpone
  • 200 g extrafeiner Zucker
  • 3 große Eier
  • 150 g dunkle Schokolade, geschmolzen mit Wasser
  • 2 TL Vanilleextrakt
Käsekuchenzutaten. Tatsächlich verwendete Zutaten können von der Abbildung abweichen.

Käsekuchenzutaten. Verwendete Zutaten können von Abbildung abweichen.

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Machen uns nun an die Zubereitung des Kuchens und beginnen mit dem Boden.

  • „Für den Krümelkuchen die fein zerbröselten Kekse in eine Schüssel geben.“
    Da wir keinen Mixer haben, gestaltet sich das händische Zerbröseln als ziemlich langwierig. Hole schließlich einen Hammer und wir bearbeiten die in einem Handtuch eingeschlagenen Kekse. Der Sohn haut mit großem Enthusiasmus und ausbaufähiger Treffsicherheit auf die Kekse ein, bis ich finde, die Arbeitsplatte hat genügend Macken abgekommen und die Kekse sind ausreichend zerbröselt.
Vom Keks zum Brösel.

Vom Keks zum Brösel.

  • „Das Kakaopulver und den Zucker unterrühren.“
    Der Zucker ist immer noch etwas klumpig und das Unterrühren entsprechend mühselig. Kann den Sohn gerade noch davon abhalten, mit dem Hammer in die Schüssel zu hauen, um den Zucker zu zerkleinern. Lasse sein Argument, er wolle backen wie Tim Walzer nicht gelten.
  • „Mit der geschmolzenen Butter übergießen und die Bröselmasse mit einer Gabel vermischen.“
    Durch das Übergießen der Kakao-Zucker-Keksbröselmasse mit der geschmolzenen Butter entsteht eine unansehnliche klebrige Masse. Im besten Fall erinnert sie an Schnellzement kurz vor dem Austrocknen, im schlechtesten Fall an das Resultat einer mittelschweren Durchfallerkrankung. Durch eifriges Rühren versetzen wir sie in einen Aggregatszustand, die sie als Kuchenteig erkennen lässt. Kosten ausgiebig von der Masse, um uns zu vergewissern, dass sie besser schmeckt als sie aussieht.
Bröselmasse. Gebuttert.

Bröselmasse. Gebuttert.

  • Die Masse gleichmäßig auf dem Boden einer Springform verteilen und andrücken. Falls gewünscht drei oder vier Löffel der Masse zurückbehalten und nach dem Backen an den Seiten rings um den Käsekuchen andrücken.
    Der Sohn und ich entscheiden, dass der Rand nicht gewünscht ist, sondern ziehen es vor, die drei bis vier Löffel so zu essen. Laut dem Sohn würde Tom Pelzer sicherlich auch lieber Teig naschen als so einen doofen Rand machen.
Krümelboden. Ohne Rand.

Krümelboden. Ohne Rand.

  • „Den Boden im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Gas Stufe 2-3) zehn Minuten backen. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen. Die Ofentemperatur auf 160 °C (Gas Stufe 1-2) herunterschalten.“
    Habe vergessen, den Ofen vorzuheizen. Beschwere mich lautstark, dass es keinen Sinn mache, urplötzlich auf einen angewärmten Ofen zu verweisen, ohne vorher das Anheizen angeordnet zu haben. Faszinierenderweise schafft es der Sohn, zu nicken und mich dabei gleichzeitig mit fragenden Augen anzuschauen. Während der Backofen aufheizt, essen der Sohn und ich ein Stück Fleischwurst, um zur Süße der Bröselmasse einen geschmacklichen Kontrapunkt zu setzen.
  • „Vorsichtig den Ring der Springform abnehmen und leicht mit Butter einfetten. Wenn der Krümelkuchen abgekühlt ist, die Springform wieder zusammensetzen.“
    Stelle fest, dass wir keine Butter mehr übrig haben. Greife stattdessen zum Olivenöl und erkläre dem Sohn, dies verleihe dem Kuchen eine pikante Note. Der Sohn findet, Tim Malzer könne bestimmt noch etwas von uns lernen, so toll wie wir backen könnten. Stimme ihm zu.

Machen uns nun an die Zubereitung der Füllung.

  • „Den Quark und den Mascarpone in eine große Schüssel geben. Mit Hilfe eines elektrischen Handrührgeräts oder Mixers glattrühren.“
    Das Rühren funktioniert ganz hervorragend. Bis der Sohn das Rührgerät in eingeschaltetem Zustand aus der Schüssel nimmt und Quarkmasse auf der Küchenwand verteilt. Egal! Wo gebacken wird, da spritzt der Teig.
  • „Mit dem Rühren fortfahren und den Zucker einrieseln lassen.“
    Der Sohn übernimmt das Einrieseln. Mit konzentriertem Blick lässt er Zuckerkorn um Zuckerkorn in die Rührschüssel gleiten. Bis ihm die Zuckerdose aus der Hand rutscht und mitsamt des kompletten Inhalts in die Quarkmasse fällt. Muntere ihn auf, dass es dem geschmacklichen Erlebnis keinen Abbruch tue, wenn wir die doppelte Menge Zucker verwenden. Im Gegenteil, denn dann habe der Teig genau die richtige Süße. Durch ausgiebiges Probieren versuchen wir, die Richtigkeit dieser steilen These zu verifizieren.
  • „Die Eier einzeln zugeben, dabei jedoch nur so lange schlagen, bis sie sich mit der Masse vermischt haben.“
    Zeige dem Sohn, wie die Eier vorsichtig am Schüsselrand aufgeschlagen werden. Die Demonstration misslingt geringfügig. Eine Hälfte der Eierschale fällt in die Schüssel, eine Hälfte des Eigelbs und –weiß dafür auf die Arbeitsplatte. Der Sohn tröstet mich, dass Tom Pälzer bestimmt auch manchmal in der Küche kleckert. Die Masse schmeckt trotzdem außerordentlich gut, wie wir durch großzügiges Naschen in Erfahrung bringen. Genehmigen uns danach noch ein Stück Konter-Fleischwurst.
Ei, ein Ei!

Ei, ein Ei!

  • „Ungefähr die Hälfte der Käsemasse in eine andere Schüssel füllen und die warme, mit dem Wasser geschmolzene Schokolade unterrühren. Jeweils ein TL Vanilleextrakt sowohl der hellen als auch der dunklen Schokoladenmasse hinzufügen.“
    Nehmen das Schmelzen der Schokolade in Angriff. Nach kurzer Zeit befindet sich im Kochtopf ein ungenießbarer wässriger Schokoladenklumpen. Anscheinend war die Temperatur zu hoch. Jetzt wäre ein guter Moment für Tim Mälzer, in unserer Küche aufzutauchen und uns mit den Worten „Ich habe da schon mal etwas vorbereitet“ eine Schale geschmolzener Schokolade zu reichen.
    Da sich Tim Mälzer aber nicht blicken lässt, schicke ich den Sohn zum Kiosk an der Ecke, neue Schokolade besorgen. Er muss noch zwei weitere Male losgehen, bis wir ein zufriedenstellendes Schokoladen-Schmelz-Ergebnis produziert haben. Die schokoladige Quarkmasse schmeckt ganz hervorragend. Genauso wie das nächste Stück Konter-Fleischwurst, das wir danach verzehren.
Schokoladenstücke. Nicht von Tim Mälzer vorbereitet.

Schokoladenstücke. Nicht von Tim Mälzer vorbereitet.

  • „Etwas weniger als die Hälfte der hellen Masse in die Mitte der Springform gießen; durch Schräghalten der Form die Masse gleichmäßig auf dem Krümelboden verteilen. Etwas weniger als die Hälfte der Schokoladenmasse behutsam in die Mitte über die helle Masse gießen und, ohne die Form schräg zu halten, warten bis die Schicht von selbst verlaufen ist.“
    Während sich die Gestaltung der dekorativen hellen und dunklen Ringe in der textlichen Beschreibung und der dazugehörenden Bebilderung wie ein Kinderspiel ausnimmt, erweist sich die Umsetzung in der Realität als tückisch. Unsere Massen sind beide zu fest und verlaufen nicht wie beschrieben – auch nicht durch exzessives Schräghalten.
    Verstreichen die Masse schließlich mit einem Löffel. Dabei löst sich unglücklicherweise ein wenig von dem dunklen Krümelboden und verteilt sich in der hellen Masse. Außerdem sind die Ringe auch nicht gleichförmig verteilt. Sie erinnern in ihrer ästhetischen Fragwürdigkeit eher an ein Ed-Hardy-Design in schwarz-weiß. Der Sohn fragt, ob das ein Kollege von Wim Schmelzer sei.
Käsekuchen. Inspired by Ed Hardy.

Käsekuchen. Inspired by Ed Hardy.

  • „Abwechselnd nun die helle und dunkle Masse auf den Kuchen geben (mit der hellen Masse abschließen), bis beide aufgebraucht sind, dabei jeweils die Hälfte der restlichen Masse verwenden. Die helle Masse sollte für vier Schichten reichen, die Schokoladenmasse für drei.“
    Die Aufteilung der beiden Massen gelingt nur bedingt. Haben anscheinend anfänglich zu viel von der hellen Masse verwendet. Sie reicht nur für drei Schichten. Möglicherweise haben wir auch einfach zuviel davon genascht. Dafür ist reichlich viel von der dunklen Masse übrig, die wir nun essen müssen. Dem Sohn ist übel. Biete ihm noch ein Stück Fleischwurst an. Er lehnt matt ab.
  • „Eine Schale mit heißem Wasser auf den Boden des Backofens stellen und den Käsekuchen eine Einschubleiste höher auf ein Blech setzen. Siebzig Minuten lang backen oder so lange, bis die helle Masse in der Mitte gerade fest geworden ist. Die Schokoladenmasse wird beim Abkühlen fest.“
    Der Kuchen ist im Ofen. Die Küche sieht aus als hätte eine Horde wilder Schimpansen im Drogenrausch eine orgiastische Party abgehalten und dabei wild mit Lebensmittel beziehungsweise Käsekuchenzutaten um sich geworfen. Oder die Sex Pistols haben eine After-Show-Party in unserer Küche gefeiert. Wobei es bei beiden Szenarien personelle Überschneidungen geben könnte.
    Überlege, ob es mehr Aufwand bedeutet, die Küche aufzuräumen oder nach einer neuen Wohnung zu suchen. Kaum nehme ich das Wort „Aufräumen“ in den Mund, fällt dem Sohn ein, dass er dringend Hausaufgaben machen müsse und er verschwindet in seinem Zimmer.
Küche. Im Chaos.

Artbeitsplatte. Im After-Back-Chaos.

  • „Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und mit einem Messer an der Innenseite der Form entlangfahren, um ihn zu lösen. Zum Abkühlen den Käsekuchen in der Form auf einen Gitterrost stellen.“
    Just in dem Moment als die Küchenuhr das Ende der Backzeit signalisiert, hat der Sohn seine Hausaufgaben beendet und er erscheint wieder in der Küche. Beim vorschriftsmäßigen Entfernen der Springform bilden sich unverzüglich Risse im Kuchen. Stoße ein paar derbe dem angelsächsischen Sprachraum entlehnte Flüche aus, um die Männlichkeit des Backens zu unterstreichen.
    Der Sohn möchte wissen, ob es bei Kim Pfälzers Kuchen auch solche Risse gäbe. Ich sage ja. Außerdem interessiert ihn brennend, ob Kim Pfälzer auch diese Worte verwende, wenn er backt. Ich bejahe erneut.
Käsekuchen. Gerissen.

Käsekuchen. Gerissen.

  • „Den Ring der Springform vorsichtig entfernen. Den Käsekuchen in den Kühlschrank stellen, bis er gut durchgekühlt ist. Dann den Kuchen mit Hilfe einer Palette vom Springformboden lösen und auf eine Tortenplatte umsetzen. Den Kuchen eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.“
    Frage den Sohn, ob ich ihm heute Abend von der Feier ein Stück von dem Kuchen mitbringen solle. Er sagt, dies sei nicht nötig. Aber wir könnten ja ins Café um die Ecke gehen, ein Stück richtigen Kuchen essen. Ein sehr guter Vorschlag. Vielleicht treffen wir ja Tim Mälzer.

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Service-Tipp:

Das Rezept entstammt dem Buch „Das Schokoladen-Kochbuch: 100 Rezepte für Kuchen, Desserts, Cremes, Eis, Konfekt, Saucen, Getränke und Pikantes“ von Patricia Lousada.

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel "Nackte Kanone" geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch "Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith"* erschienen. (*Affiliate-Link)

13 commentaires sur “In der Männer-Bäckerei

  1. :D Aua aua… mein Bauch! Ich sehe vor lauter Lachtränen den Bildschirm nur verschwommen. Der Jim Schmelzer kann heeme gehen! Ihr seid die neuen Stars. DANKE mei Guuuudor. Es war köstlich zu lesen. Bitte mehr! Macht ja auch nicht dick.

    • Vielen Dank. Vielleicht ist es gar nicht nötig, in einen Verdrängungswettbewerb mit Kim Pfälzer zu treten. Aber Martha Stewart, die muss sich warm anziehen, wenn der Sohn und ich richtig loslegen.

  2. Ich bin tief bewegt, bei der Premiere des neuen TOP-Food-Blogs gefühlt live dabei gewesen zu sein und empfehle für den nächsten Bröselboden Gefrierbeutel und Omas Nudelholz als Arbeitsmittel. Sauber und effektiv und dabei kann man auch ordentlich hämmern, wenn man denn will.
    Ich halte mich bei besagten Bröselböden übrigens nie mit so nebensächlichen Dingen auf wie vorbacken. Passt auch so.

    Ich würde mich freuen, wenn der Familienbetrieb ein Plätzchenrezept zu dem Chaos-Adventskalender hinzu steuern würde. Mir scheint, Chaos gäbe es genug und das Backtalent entspräche dem Niveau meines armseligen Blogs.

    Verbleibe mit ehrfürchtigen Grüßen
    Kerstin

    • Herzlichen Dank. Die Bröselproduktion mittels Gefrierbeutel und Nudelholz habe ich auch schon probiert. Allerdings war es anscheinend ein minderwertiges Exemplar, das im Zuge der Bearbeitung kleine Löcher bekam. Entsprechend rieselte das Keksmehl aus dem Beutel. Was aber noch mehr gegen Gefrierbeutel spricht, ist der Umstand, dass wir fast nie welche vorrätig haben.

      Es wäre mir eine Freude und Ehre, zum Chaos-Adventskalender ein Rezept für Dominosteine beizusteuern (das ich allerdings auch irgendwo aus dem Internet habe).

      LG, Christian

    • Das freut mich. Ich bin gespannt auf das Resultat. Und erinnere deinen Mann bitte, einen Ringel Fleischwurst auf die Zutatenliste zu schreiben.

  3. Ich prangere dieses Anbiedern an die weibliche Zielgruppe total an. Vor allem mit Käsekuchen. Das ist ein typisches Männergericht. Achtung, Achtung ich höre die Geschlechterpolzei rufen. Skandal. Ist das eigentlich ein nachhaltiger und veganer Käsekuchen? Sorry, werde das am WE unbedingt mal nachbacken.

    • Ich finde, dein Kommentar schreit nach einer soziologischen Analyse über den Einfluss der Faktoren Klasse/Milieu/Schicht, Nationalität/Migrationshintergrund, sexuelle Ausrichtung, Alter und Geschlecht auf die Vorliebe für Kuchen.

      Der Käsekuchen war definitiv nicht vegan, hat aber nachhaltig satt gemacht. Bin gespannt auf das Backresultat.

  4. Das Löffeln einer heißen Suppe in Kombination mit der Lektüre dieses wahnsinnigen Backtagebuchs grenzt an Körperverletzung. Prust! UNFASSBAR lustig!

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