Sardinien 2017 – Tag 3: Von morgendlichen Bergläufen, Eselsplätzen am Strand und erstem Urlaubseis

Es ist 7 Uhr und heute ist es soweit: Ich gehe das erste Mal in diesem Urlaub joggen. Wie jedes Jahr habe ich mir vorgenommen, regelmäßig laufen zu gehen. Ich nenne es ‚Die Moby-Dick-Prävention‘. Schon der römische Dichter Juvenal wusste ja, dass ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper wohnt. Ob allerdings ein Geist, der sich vornimmt, durch die hügelige sardische Landschaft zu joggen, als gesund bezeichnet werden kann, darf bezweifelt werden.

Unser tägliches Meerbild gib uns heute.

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Im Wohnzimmer treffe ich auf den inneren Schweinehund, meinem Urlaubsbegleiter aus dem letzten Jahr. Er fragt, ob ich tatsächlich laufen gehen, wo ich doch auch mit ihm  einen Kaffee auf der Terrasse trinken könnte. Ich presse ein kurzes „Laufen“ hervor, denn man darf sich vom inneren Schweinehund nicht in Gespräche verwickeln lassen, sonst hat man gleich verloren. Der innere Schweinehund quittiert meine ablehnende Haltung mit einer Scheibenwischerbewegung vor dem Gesicht und knurrt „Grande idiota!“ Dann geht er zur Küchenzeile und sucht in den Schränken nach Weißbrot und Nutella.

Draußen erwarten mich einigermaßen akzeptable Lauftemperaturen. Und ein inakzeptabel steiler Anstieg, der von unserer Ferienhaus-Siedlung Porto Quadro auf die Straße Richtung Santa Teresa Gallura führt. Dort möchte ich Brötchen fürs Frühstück kaufen, damit mein morgendliches Joggen auch einen höheren Zweck erfüllt.

Langsam trabe ich den Berg hoch. Den Schweinehund habe ich zwar im Appartement zurückgelassen, dafür begleitet mich jetzt der Angsthase, denn das erste Laufen auf Sardinien erfüllt mich ein wenig mit Sorge. Gibt es hier ebenfalls Straßenhunde, die mir aber weniger wohlgesonnen sind als meine hündischen Freunde letztes Jahr in Griechenland und mich stattdessen als leckeren Appetitanreger vor dem Frühstück betrachten? Quasi als menschliches hors d’oeuvres?

Oder gibt es eine sardische Mafia, die mich irrtümlich für einen wohlhabenden amerikanischen Touristen hält und entführt, um ein stattliches Lösegeld zu erpressen. Und die Frau ist möglicherweise immer noch verstimmt wegen meiner scherzhaften Bemerkungen bezüglich ihrer grauen Haare und findet, dass so ein Kidnapping bürokratisch weniger aufwändig als eine Scheidung ist und mich daher meinem Schicksal in Gefangenschaft überlässt?

Außerdem gibt es hier keine richtigen Fußgängerwege, so dass ich die meiste Zeit auf der engen, kurvigen Straße joggen muss. Und dass italienische Autofahrer die Straßenverkehrsordnung lediglich als freundliche Empfehlung verstehen, der man nicht zwingend Folge leisten muss, haben wir ja bereits auf der Fahrt vom Flughafen hautnah erlebt. So ein wenig touristischer Roadkill ist für sie sicherlich ein akzeptabler Kollateralschaden, sofern sie nur zügig zum Strand kommen.

Wirklich lange kann ich mich mit meinen Laufängsten und -sorgen allerdings nicht beschäftigen, denn der Weg nach Santa Teresa Gallura ist ziemlich beschwerlich. Es geht in einem fort steil nach oben, steil nach unten, steil nach oben, steil nach unten. Flache Abschnitte, auf denen man entspannt laufen könnte, sind nicht existent.

Dafür führt der Weg die Küste entlang und bietet einen phantastischen Meerblick. Allerdings nicht allzu lange, denn Schweiß und Sonnenmilch gehen eine chemische Verbindung ein, die alle Kriterien besonders besorgniserregender Stoffe der Europäischen Chemikalienverordnung  erfüllt, und die läuft mir in die Augen, was ein höllisches Brennen auslöst. Ich reibe meine Augen, bis sie gerötet sind wie bei einem weißen Kaninchen.

Nach gut dreißig Minuten und circa fünfeinhalb Kilometern (durch zweimaliges falsches Abbiegen habe ich mir einen extra Kilometer gegönnt) erreiche ich Santa Teresa Gallura. Dort muss ich feststellen, dass der Supermarkt, in dem ich eigentlich die Brötchen kaufen wollte, erst in einer dreiviertel Stunde öffnet. Das heißt, ich muss einen Bäcker finden, sehe aber weit und breit keinen. Hier weiß glücklicherweise das ‚Handbuch für den unkundigen Touristen‘ Rat: „Folgen Sie dem Strom der Brötchentüten und Sie werden auf eine Bäckerei stoßen.“

Tatsächlich sehe ich immer mehr Menschen, die braune Papiertüten in der Hand tragen, deren Ausbeulungen darauf schließen lassen, dass sie mit Backwaren gefüllt sind. Allerdings kommen die Menschen aus den unterschiedlichsten Richtungen, was es nicht gerade erleichtert, eine Bäckerei auszumachen.

Ich überlege, eine junge Frau anzusprechen, die mir entgegenkommt. Aber was soll ich sie fragen? „Ubi loco di panem?“, was frei übersetzt so etwas Ähnliches wie „Wo ist der Ort von den Brot?“ heißt? Ob die Frau wohl sprachlich ausreichend bewandert ist, um meine Mischung aus Latein und Esperanto zu verstehen? Ich werde es nie erfahren, denn sie eilt hastig an mir vorüber. Wahrscheinlich fürchtet sie sich vor dem verschwitzten bärtigen Mann mit den roten Augen.

Schließlich finde ich auch ohne Hilfe der einheimischen Bevölkerung wenigstens einen anderen Supermarkt, der bereits geöffnet hat. Den Betrag von 1,34 Euro für meine Brötchen bezahle ich mit einem 10-Euro-Schein, was bei der Kassiererin, wie schon gestern bei der Bäckerei-Fachverkäuferin, nicht gerade für Begeisterungsstürme sorgt. Mir ist aber nun mal nicht nur mein Hemd näher als meine Hose, sondern auch meine Parkmünzen näher als das Wechselgeldkontingent des lokalen Einzelhandels. Allerdings schäme ich mich ein wenig für mein egoistisches Bezahlverhalten und möchte mir gar nicht ausmalen, welchen Schaden es der deutsch-italienischen Freundschaft zufügt.

Ausgestattet mit meiner Brötchentüte bin ich bereit, den Weg zurück nach Porto Quadro in Angriff zu nehmen. Ich fürchte mich aber ein wenig davor, denn das Streckenprofil ist derart brutal, wie man es sonst allenfalls von Bergankünften der Tour de France kennt.

Streckenprofil Santa Teresa Gallura nach Porto Quadro. Höhenmeter im metrischen System nicht darstellbar.

Streckenprofil Santa Teresa Gallura nach Porto Quadro. Höhenmeter im metrischen System nicht darstellbar.

Das sind keine schönen Aussichten, aber ich möchte auch nicht die Frau anrufen und bitten, sie möge mich mit dem Auto abholen. Dies böte Stoff für eine Urlaubsanekdote auf meine Kosten, die von der Frau über Jahre hinweg immer wieder in unserem Freundes- und Bekanntenkreis zum Besten gegeben oder einfach Wildfremden auf der Straße erzählt würde.

Also bleibt mir nichts anderes übrig, als den Weg zurück zur Ferienwohnung einzuschlagen. Proportional zu den Temperaturen nimmt meine Kurzatmigkeit zu und ich krieche die sardischen Hügel hinauf, wobei ich röchle als würde ich jeden Morgen vor dem Frühstück eine Packung Rot Händle ohne Filter rauchen. (So wie ein Physiklehrer an meiner Schule – Gott hab ihn selig -, der während des Unterrichts immer den Raum verließ, um eine zu quarzen.

Wer hoch hinaus will, muss steile Berge erklimmen. (Warum mein Laufkalenderprojekt floppte.)

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Am letzten Berg, der zwischen mir und meinem Ziel liegt und meiner objektiven Einschätzung nach eine Steigung von mindestens 75 Grad aufweist, bewege ich mich mit der Anmut und Grazie eines Berghain-Besuchers morgens um 7, der verunreinigte Amphetamine zu sich genommen hat. Um diesen Eindruck zu verstärken, murmle ich mantraartig immer wieder und wieder „Keine Schmerzen“ vor mich hin. Wie der Trainer von Rocky, wenn der kopfüber von einem Balken hängt und mit einer 50-Kilo-Scheibe in den Armen 5.000 Sit-ups macht. Es sind Momente wie diese, in denen man hofft, nicht gefilmt zu werden und Berühmtheit als YouTube-Trottel zu erlangen. („Trächtiges Rhinozeros am Berg. TRIPLE-LOL“)

Vollkommen entkräftet und ausgepowert erreiche ich schließlich unsere Wohnung. Ich werde nicht gerade mit einem roten Teppich und Trompetenfanfaren begrüßt, aber der Rest der Familie zollt meiner frühsportlichen Leistung durchaus den angemessenen Respekt. Die Frau hebt die rechte Augenbraue und deutet ein wohlwollendes Nicken an.

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Während des Frühstücks überlegen wir, was wir heute unternehmen sollen. Gehen wir zuerst an den Steinstrand in Porto Quadro und am Nachmittag an den Sandstrand in Santa Teresa Gallura oder umgekehrt? Eine eigentlich wenig komplexe Entscheidung, die uns dennoch überfordert. Ein gutes Zeichen, dass die Urlaubsentspannung bei uns eingesetzt hat. Was will man mehr.

Nach längerem Abwägen treffen wir den Entschluss, zunächst an den Sandstrand zu fahren. Aufgrund meiner Laufeinlage sind wir zwar noch später dran als gestern, aber die Frau meint gesehen zu haben, dass zur frühen Mittagszeit viele Familien den Strand verlassen hätten und es daher für uns heute viel einfacher sein sollte, einen Park- und einen Strandplatz zu bekommen. Da ich keine gegenteiligen Beobachtungen gemacht habe, stimme ich ihr zu.

Wenn Sie demnächst bei Wikipedia nachlesen sollten, was unter einer Fehleinschätzung monumentalen Ausmaßes zu verstehen ist, werden Sie uns als Musterbeispiel angeführt finden.

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Nachdem wir den Abwasch erledigt und die Strandklamotten gerichtet haben, fahren wir los nach Santa Teresa Gallura. Dort erfüllt sich unsere naive Hoffnung, die Strandbesucher-Rotation auszunutzen und uns einen Parkplatz zu sichern, nicht. Aber so was von überhaupt nicht. Wirklich rein gar nicht. Wir fahren die Seitengassen des kompletten Städtchens ab, unsere Parkplatzsuche ist jedoch von noch weniger Erfolg gekrönt, als die fußballerischen Bemühungen des HSV.

Daher beschließen wir, am Supermarkt zu parken, der sich am Eingang des Ortes und damit in maximaler Entfernung vom Strand befindet. Die Kinder sind wenig begeistert und daher beziehen wir sie in unseren Entscheidungsprozess gar nicht erst ein. Da sind wir ganz Verfechter einer autoritären Erziehung, bei der den Kindern die Rolle des gehorsamen Befehlsempfängers zugedacht ist.

Um Tochter und Sohn trotzdem einigermaßen bei Laune zu halten – immerhin müssen wir eine Distanz von knapp zwei Kilometern bewältigen und das bei Temperaturen von fast 30 Grad –, ermutigen wir sie, nach einer Gelateria Ausschau zu halten, wo wir auf dem Nachhauseweg unser gespartes Parkgeld in Eis investieren können. Eine Idee, die in der Theorie überzeugt, in der Praxis aber ihre Schwächen hat. Auf dem gesamten Weg zum Strand erblicken wir nämlich keine einzige Eisdiele. Die Stimmung bei den Kindern ist heiter wie im Führerbunker im April `45.

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Endlich erreichen wir den Spiaggia Rena Bianca, wo wir aber mit Ernüchterung feststellen müssen, dass wir auch hier nicht von den Völkerwanderungsbewegungen der Strandbesucher profitieren können. Der Strand ist noch voller als gestern, was ein naturwissenschaftliches Phänomen ist, weil eine Fläche, die vollkommen bedeckt ist, per Definition nicht noch mehr bedeckt werden kann. Wir müssen daher unsere Tücher in den Steinfelsen neben dem Sandstrand ausbreiten. Quasi auf der Eselsbank der zu spät gekommenen Strandbesucher.

Die Urlaubstradition wahrend, übernehme ich die erste Schicht der Handtuch-Bewachung. Die Lust ins Wasser zu gehen vergeht mir ohnehin ziemlich schnell, als ich die jungen italienischen Männer am Strand betrachte. Die scheinen alle eine Dauermitgliedschaft im Fitness-Studio zu besitzen und sie auch tatsächlich zu nutzen. Ihre Bizepse haben die Größe von Pampelmusen, ihre Trizepse zeichnen sich ab wie ungarische Salamis und ihre Bauchmuskeln sind so ausdefiniert, dass Cristiano Ronaldo dagegen wie eine adipöse Seekuh wirkt. Medizinstudenten im ersten Semester könnten an ihren Körpern anatomische Studien vornehmen. Darüber hinaus sind sie alle attraktiv gebräunt. So leicht ins Bronzefarbene spielend, nicht so ledrig wie bei Menschen, die seit 40 Jahren ihren Mittagsschlaf unter der Sonnenbank verbringen.

Meine Haut ist dagegen heller als das Fell der Alpina-Katze und bei meinem Körper ist weniger an Anatomiestudien zu denken, sondern eher an orthopädische Untersuchungen zu Körperfehlhaltungen oder dermatologische Analysen von Hautanomalien. Da traue ich mich gar nicht mehr, mein T-Shirt auszuziehen. Schließlich möchte ich ungern durch meinen nackten Oberkörper bei den anderen Strandbesuchern die Frage aufwerfen, ob sich der Mozzarella auf dem Weg zum Käsekuchen-Casting verlaufen hat.

Ansonsten läuft das Geschehen am Strand wie schon gestern erfreulich gesittet ab. Und dafür, dass der Strand in Santa Teresa Gallura zu den am dichtesten besiedelten Regionen Europas (wenn nicht gar weltweit) gehört, ist das Wasser erstaunlich leer. Dadurch pieseln auch weniger Leute hinein, so dass es erfrischend kühl ist. Zumindest erzählen mir das die Frau und die Kinder.

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Nachdem alle von der vielen Sonne ausreichend ermattet sind, machen wir uns auf den Rückmarsch zum Auto. Zuerst fordern die Kinder aber vehement ihr Eis ein. Vorher würden sie keinen Schritt tun. Wir wären jetzt schon seit drei Tagen in Italien und sie hätten immer noch kein Eis gegessen, entrüstet sich die Tochter. So wie sie das sagt, klingt es, als hätten wir einen schweren Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention begannen. Glücklicherweise finden wir kurze Zeit später eine Gelateria, wo wir das Eisbedürfnis der Kinder (und der Eltern) befriedigen können.

Urlaub ist, wenn es zum Mittagessen Eis gibt.

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In der Eisdiele imponiere ich der Familie, indem ich souverän beginne, unsere Bestellung aufzugeben. „Buongiorno! Una gelato di melona et di Nutella, per favore“, sage ich zu der Eisverkäuferin. Die ist von meinen italienischen Konversationsfähigkeiten allerdings weniger beeindruckt und antwortet mir in gebrochenem Englisch. Nachdem wir unsere insgesamt acht Kugeln geordert haben, knöpft sie uns 20 Euro ab, was mich im ersten Moment vermuten lässt, wir würden damit das Eis der fünfzehn Personen hinter uns in der Schlange ebenfalls bezahlen.

Aus finanziellen Gesichtspunkten ist der Preis selbstverständlich schockierend, aber er gibt mir immerhin die Gelegenheit, den Kindern mal wieder zu erzählen, dass zu meiner Kindheit im Schwimmbad eine Kugel Eis 25 Pfennig gekostet hat. Die beiden schauen mich fasziniert an, wie ich früher meine Großmutter, wenn ich ihren Geschichten vom Krieg gelauscht habe.

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Beim Abendessen zahlen sich erneut die Vorzüge eines Italienurlaubs aus, denn man kann einfach jeden Tag Nudeln machen und dabei auf die landestypische Küche verweisen. Nur die Gummibärchen, die wir später essen, passen nicht ganz in dieses Konzept der kulinarischen Integration.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die abendliche Kniffelrunde an den Sohn geht, die Lust der Tochter an der familiären Spielerunde weiter abnimmt. Überraschenderweise sind wir weniger spannend, als die Aussicht mit ihren Freundinnen in Berlin zu chatten.

Gute Nacht!

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Alle Teile des Sardinien-Tagebuchs finden sie hier.

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel "Nackte Kanone" geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch "Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith"* erschienen. (*Affiliate-Link)

2 commentaires sur “Sardinien 2017 – Tag 3: Von morgendlichen Bergläufen, Eselsplätzen am Strand und erstem Urlaubseis

  1. Ich bin entsetzt. Wurden die Kniffelregeln etwa geändert? Wieso gewinnen da ständig diverse Mitglieder des Familienbetriebes anstelle des Autors?

    O tempora, o mores!

    • Es waren letztes Jahr die Mensch-ärgere-dich-nicht-Regeln von 1831, die dem Autor (zu Recht) jeden Abend den Sieg beschied. Beim Kniffeln weigert sich der Rest der Familie, Regeln aus dem 19. Jahrhundert zu akzeptieren.

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