Bretagne 2012 – 3. Tag: Auf langer Fahrt

Checken morgens aus dem Hostel aus und lassen ohne große Wehmut die Low-Budget-Traveller zurück, die in billigen verranzten Herbergen absteigen, fragwürdigen Mikrowellenfraß aus französischen Discountern verspeisen und dabei mit ihren teuren Laptops und iPads im Internet surfen. Machen uns auf den Weg nach Versailles, um den Mietwagen abzuholen. Erfahren leidvoll, dass französische Bahnhöfe nur bedingt auf vierköpfige Familien, die mit ihrem halben Hausstand verreisen, eingestellt sind und sich durch ein Defizit an Rolltreppen sowie grotesk schmale Durchgangstüren auszeichnen. Weiterlesen

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Bretagne 2012 – 2. Tag: Anstehen am Eiffelturm

Machen uns nach der Einnahme eines weiteren Goldfrühstücks auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Kläre den Sohn darüber auf, dass es nur eine mäßig gute Idee ist, die Urlaubskasse ins Hütchenspielen zu investieren, in der Hoffnung diese zu vermehren. Sieht er nicht ganz ein, da ein zufällig vorbeikommender Passant, der erstaunlicherweise dem Hütchenspieler ähnelt wie ein eineiiger Zwilling, mehrmals hintereinander 50 Euro auf das richtige Hütchen setzt. Weiterlesen

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Bretagne 2012 – 1. Tag: Ritz Carlton für Arme

Nach der Nachtzugfahrt, die in ihrer Beschwerlichkeit als Vorlage für einen Jules-Vernesschen-Reiseroman dienen könnte und wenig Anlass bietet, in späteren Jahren mit dem rosaroten Blick der Verklärung darauf zu schauen, kommen wir wenigstens pünktlich um 7 Uhr morgens in Paris an.

Machen uns mit dem gesamten Urlaubsgepäck auf dem Rücken bzw. unter den Armen zu Fuß auf den Weg zur Herberge, was darauf zurückzuführen ist, dass unsere Französischkenntnisse nicht dazu ausreichen, ein Taxi zu bestellen. Schlagen dabei überraschenderweise direkt den richtigen Weg ein, was angesichts unserer ausgeprägten Orientierungslegasthenie als größte Sensation seit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus gelten kann. Wird allerdings von den Kindern, deren Laune sich proportional zur zurückgelegten Wegstrecke verschlechtert, mit wenig Anerkennung quittiert. Weiterlesen

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)