Wer Mammuts jagt, der muss im Stehen pinkeln

Vor ein paar Tagen polarisierte Andreas Lorenz mit einem offenen Brief auf ‚Papa-Online‘, in dem er ausführte, Männer übersähen aufgrund ihres genetisch bedingt niedrigeren Aktivierungslevels einige im Haushalt zu erledigende Dinge und die Frauen müssten klare Anweisungen geben, wenn sie wollten, dass ihre Männer mal den Müll runterbringen oder Einkaufen gehen sollen. Die Reaktionen auf den Artikel reichten von wackeldackelnickender Zustimmung („Genau so isses!“) bis zu schleudertraumaauslösendem Kopfschütteln („So ein sexistischer Quatsch!“).

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Murmelmama hat daraufhin die #aufAugenhöhe-Blogparade gestartet, um über die Rollenverteilung von Frauen und Männern zu diskutieren. Der folgende Text ist mein Beitrag dazu [Falls Sie richtig gute Artikel zu dem Thema lesen möchten, schauen Sie bitte bei ‚Mama notes‘, in der ‚Jazzlounge‘ und auf dem ‚Weddingerberg‘ vorbei.].

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Die Hausaufgaben-Hölle

Die meisten Eltern stimmen wohl zu, dass Hausaufgaben – neben den Fragen, wie lange man noch Computer spielen darf und wie viel Schokolade man am Tag verzehren darf –, im Familienalltag zu den Themen mit dem höchsten Konfliktpotenzial gehören. Kinder wollen die Hausaufgaben prinzipiell immer erst nach dem Spielen machen, Eltern sind dagegen der Ansicht, dass sie vor den Freizeitaktivitäten zu erledigen sind. Ein nahezu unauflöslicher Widerspruch.

Hausaufgaben. Des Kindes Leid, der Eltern Leider.

Hausaufgaben. Des Kindes Leid, der Eltern Leider.

 

Außerdem kommt es immer wieder zu unterschiedlichen Auffassungen, ob Aufgaben korrekt gelöst wurden. Beim Stoff der ersten beiden Jahre sind die Eltern noch im Vorteil, können sie sich bei den behandelten Fragen doch als Universal-Gelehrte vom Schlage eines Leonardo da Vincis fühlen („Wie viel ist 3 + 4?“, „Wie viele Blätter hat ein vierblättriges Kleeblatt?“ usw.).

Spätestens ab den Schuljahren 5 und 6 tauchen jedoch immer mehr Fragen auf, bei denen Eltern – sofern sie sich nicht den Wissenskanon von Dietrich Schwanitz reingepaukt haben, um die Millionen bei Günter Jauch zu gewinnen – an die Grenzen ihres Wissenshorizonts stoßen („Durch welche Bundesländer fließt die Elbe?“, „Welche Stoffeigenschaften hat Aluminium?“, „Wie lautet das Kommutativgesetz?“ etc.). Erschwerend kommt hinzu, dass die Kinder in diesem Alter in die prä-pubertäre Phase eintreten und ihr Gefühlshaushalt sich am trefflichsten mit den Attributen labil und fragil beschreiben lässt. Auseinandersetzungen und Streitigkeiten rund um die Erledigung der Hausaufgaben sind somit vorprogrammiert.

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