Der musikalische Adventskalender – Tag 8: „Silent Night“ von Bros

Um die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche zu steigern, stellt der musikalische Adventskalender jeden Tag ein neues Weihnachtslied vor – von Perlen der Weihnachtsmusikgeschichte über Nerv tötende Evergreens bis hin zu Grausamkeiten aus dem musikalischen Giftschrank ist alles dabei. Viel Spaß beim Hören!

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Nachdem der musikalische Adventskalender gestern mit dem brillanten „Fairytale of New York“ begeisterte, holt er die Hörerinnen und Hörer heute gnadenlos auf den harten Boden der Tatsachen zurück und riskiert möglicherweise, diese dadurch nachhaltig zu verprellen: mit „Silent Night“ von Bros.

Die britische Boyband, von der man zu Recht schon lange nichts mehr gehört hat, gelangte in den späten 80er Jahren aus mit gesundem Menschenverstand nicht erklärbaren Gründen Kultstatus. 1987 nervten die drei Briten mit der Frage „When will I be famous?“. Gerne hätte man ihnen geantwortet: „Hopefully never!“.

Um sich auf dem Höhepunkt ihres Ruhms ein wenig zusätzliches Weihnachtsgeld zu verdienen, demütigten die Jungs Conrad Franz Xaver Gruber, den Komponisten des Originals „Stille Nacht, Heilige Nacht“, mit ihrer schauderhaften, den guten Geschmack aufs Gröbste verletzenden Interpretation des 1818 uraufgeführten Werkes. Gleichzeitig unterlegten sie das Lied mit einem Video, bei dem man sich wünscht, die Erfindung der Filmkamera wäre verhindert worden. Besonders bemerkenswert ist die Gestik von Sänger Matt Goss, die heutzutage bei jeder Castingshow zur verbalen Auspeitschung durch die Jury und zur sofortigen Disqualifikation führen würde.

Trotz alledem Augen zu und durch und, na ja, viel Spaß beim Hören!

2 commentaires sur “Der musikalische Adventskalender – Tag 8: „Silent Night“ von Bros

  1. Ach guck, Matt Goss trägt seinen Christbaumschmuck ja in den Ohren. Und seinen Hosenbund unter den Ohren. Und seine Ohren so weit weg vom Kopf. Warum genau hatte ich ein Poster über meinem Bett hängen?

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