Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
16. März 2026, Berlin
Kurz vor sechs. Der Tag begrüßt mich. Eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln. Eigentlich ist es auch nicht der Tag, der das Wecken übernimmt, sondern die Vögel.
Die sind keine Morgenmuffel. Sie beginnen den Tag nicht schweigend mit Käffchen auf dem Sofa. Um Geist und Körper gleichermaßen sanft und achtsam zu beleben.
Im Gegenteil. Vögel sind von Minute Eins sofort auf Betriebstemperatur. Und vom Start weg gesprächig. Geradezu geschwätzig. Sie pfeifen, tirilieren und flöten, als gäbe es kein Morgen mehr, an dem sie pfeifen, tirilieren und flöten könnten.
Von Vogelgezwitscher geweckt werden. Eigentlich eine idyllische Vorstellung. Aber nicht um sechs. Besonders nicht bei einer Lautstärke, als hätte sich sämtliches Federvieh der Straße – wenn nicht gar aus ganz Moabit – sich vor unserem Schlafzimmer zum gemeinschaftlichen Morgengesang versammelt.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)









