Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
26. Januar 2025, Berlin
Krkkk, krkkk, krtsch, krtsch, ratsch, ratsch.
Kurz vor 6. Unschöne Geräusche dringen ins Schlafzimmer und reißen mich aus der REM-Phase. Unschöne Geräusche, die nichts Gutes verheißen.
Ein verschlafener Blick aus dem Fenster. Ich hatte recht: Schnee und Eis sind zurück.
Straße und Bürgersteig liegen unter einer Puderzuckerschicht, Menschen kratzen eingefrorene Windschutzscheiben frei, Fußgänger trippeln vorsichtigen Schrittes über den Gehweg, wie Pinguine nach einem aus dem Ruder gelaufenen Kneipenbesuch.
Ich möchte das alles nicht mehr. Zugegebenermaßen ist das für Ende Januar natürlich keine vollkommen ungewöhnliche Wetterlage. Schließlich sind wir mitten im Winter. Sogar nicht einmal in der Mitte. Er vier Wochen haben wir hinter uns gebracht, zwei Monate stehen uns noch bevor. Eine Erkenntnis, die weder die Gegenwart noch den Ausblick auf die Zukunft erträglicher macht.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel “Nackte Kanone” geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch “Wenn ich groß bin, werde ich Gott” ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind “Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter”, “Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit” sowie “Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith”*. (*Affiliate-Links)









