Die guten Bücher – alles muss raus: Väter-Bücher und Fußball-Krimis (mit Verlosung)

In der letzten Folge meiner Sammelrezensionsreihe geht es diesmal nicht um Kinderbücher und Mütterratgeber von Bloggerinnen, sondern um Bücher von Vätern mit flügge werdenden beziehungsweise schon ausgeflogenen Kindern, ein Roman über einen Vater der sich auf eine Zeitreise in die eigene Jugend aufmacht, um seine Tochter besser zu verstehen (und wahrscheinlich auch um der eigenen Midlifecrisis zu entfliehen) sowie um zwei Fußball-Krimis. Wenn es Sie jetzt gruselt, weil sich das anhört wie ein feuchter Literatur-Traum alter, weißer Männer, kann ich Ihnen versichern, dass es sich trotzdem um ganz vorzügliche und lesenswerte Bücher handelt. Und die Fußballkrimis wurden außerdem von einer Frau geschrieben.

Weiterlesen

Die guten Bücher – alles muss raus: Mütterbücher-Edition (mit Verlosung)

Mütter haben es nicht leicht. Sie tragen die Bürde der Schwangerschaft und der Geburt, übernehmen den Großteil der Familien-, Haus- und Care-Arbeit, wenn sie erwerbsarbeiten gehen, verdienen sie weniger Geld als Männer, sie sind stärker von Altersarmut betroffen und öffentlich werden sie entweder als überbehütende Helikoptermamas oder als karrieregeile Rabenmütter kritisiert.

Da ist es gut, dass dieses Jahr verschiedene Bloggerinnen-Bücher erschienen sind, die sich den Problemen und Herausforderungen von Müttern widmen. Oder, wie Christian Lindner sagen würde, sich mit ihren dornigen Chancen auseinandersetzen, aber zum Glück hat Christian Lindner keinen Mütter-Ratgeber geschrieben. Die Bücher, die ich heute vorstellen darf, ermutigen Mütter und nehmen sie in den Arm, unterstützen sie pragmatisch im Alltag, rütteln sie gesellschaftspolitisch wach und lassen sie bei allem Familienalltagsstress den Humor nicht vergessen.

Für Väter lohnt sich die Lektüre dieser Bücher übrigens auch. Wo kannst du besser erfahren, was Mütter umtreibt und wo ihnen der Schuh drückt, als in einem Ratgeber für Mütter? Okay, du könntest dich auch mit deiner Partnerin unterhalten und sie fragen, wie es ihr so geht, aber das wäre vielleicht doch zu verrückt.

Weiterlesen

Die guten Bücher – alles muss raus: Kinderbuch-Edition (mit Verlosung)

Werbung

2020 ist nicht nur das Jahr des Corona- Virus, sondern auch das Jahr, in dem Bloggerinnen Bücher veröffentlicht haben, als gäbe es kein Morgen mehr. (Was in Zeiten einer globalen Pandemie durchaus wörtlich zu verstehen ist.) Sachbücher, Ratgeber, Kinderbücher, Romane. Es gibt kaum ein Genre, das nicht bedient wurde.

Für mich hatte das den Vorteil, dass ich sehr viel Lesestoff hatte, aber den Nachteil, dass ich mit dem Rezensieren nicht hinterherkomme. Daher nutze ich die Adventswochenenden für eine Reihe von Sammelrezensionen und werde dabei einen Haufen Bücher verlosen. Das hat für Sie den Vorteil, dass sie günstig an Weihnachtsgeschenke kommen, aber den Nachteil, dass sie als geizig gelten werden, wenn herauskommt, dass Sie Bücher verschenken, für die Sie nichts bezahlt haben.

Die heutige Sammelrezension steht ganz im Zeichen des Kinderbuches.

Weiterlesen

Men’s Health: Eine kleine Heftkritik

Vor mir auf dem Schreibtisch liegt die aktuelle Ausgabe der Men’s Health. Marco Krahl, stellvertretender Chefredakteur der Men’s Health, hat sie mir geschickt, weil darin ein Beitrag von mir abgedruckt ist. Sicherlich fragen Sie sich jetzt: „Der Christian veröffentlicht Artikel in Fitness-Zeitschriften? Was kommt als nächstes? Ein Beitrag über Die physikalisch-chemische Charakterisierung von chemisch modifizierten Copolymer-Hydrogelen auf Cellulosebasis in der Zeitschrift für Physikalische Chemie?“

Keine Angst. Ich habe den bedauernswerten Men’s-Health-Lesern keine inkompetenten Trimm-Dich-Ratschläge erteilt. Aus Corona-bedingten ökonomischen Zwängen konnte die Herbst-Ausgabe der Men’s Health DAD nicht erscheinen. Stattdessen gibt es in der normalen Men’s Health einen DAD-Sonderteil. Dafür wurde Qualitäts-Content gesucht und weil davon anscheinend nicht genügend aufzutreiben war, wurde ein Auszug aus meinem neuen Buch „Papa braucht ein Fläschchen“ abgedruckt.

Ich muss gestehen, dass mir noch nie eine Men’s Health gekauft habe. (Sorry, Marco!) Wo mir das Heft aber frei Haus geliefert wurde, möchte ich doch einen Blick hineinwerfen. Vielleicht gibt es ein paar gute Fitness- und Ernährungstipps, um den körperlichen Verfall im Shutdown Light aufzuhalten.

Weiterlesen

Das gute Buch: “Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn. Das Geschwisterbuch” von Danielle Graf und Katja Seide (mit Verlosung)

Viele Eltern denken ungefähr zwei Jahre nach Geburt des ersten Kindes, ein Geschwisterchen ist eine gute Idee, damit sich die beiden irgendwann miteinander beschäftigen, was den Eltern ein wenig Entlastung und Entspannung verschafft. Was für eine spektakuläre Fehleinschätzung! In der Realität ist die Beziehung von Geschwistern häufig nicht durch Harmonie und Eintracht gekennzeichnet, sondern es gibt eine fortwährende Konkurrenz um Aufmerksamkeit und Zuneigung der Eltern sowie um die gleiche Menge an Nachtisch. Diese Verteilungskämpfe werden nicht nur verbal ausgetragen, sondern häufig mit einer physischen Intensität wie die Schlachten bei „Game of Thrones“.

Glücklicherweise haben sich Danielle Graf und Katja Seide dieses Themas angennommen. In ihrem neuen Buch „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn. Das Geschwisterbuch“ versprechen die beiden Bestsellerautorinnen – beziehungsweise der Klappentext –„entspannte Wege zur Erziehung mehrerer Kinder“. Ein mehr als überzeugendes Verkaufsargument für leidgeplagte Eltern mit dauerzankenden Geschwisterkindern.

Weiterlesen

Das gute Buch: „Miteinander durch die Pubertät“ von Inke Hummel (mit Verlosung)

Werbung

Wohl keine Lebensphase hat einen schlechteren Ruf als die Pubertät. (Außer das Greisenalter, in dem gemeinhin befürchtet wird, dement und inkontinent in einem heruntergekommenen Siechenheim zu liegen.) Viele Eltern haben regelrecht Angst vor der Pubertät ihrer Kinder. Die Vorstellung, dass die ehemals lieben Kleinen plötzlich verpickelt und mit fettigem Haar nur noch in ihren abgedunkelten, muffigen Zimmern abhängen, pausenlos ins Handy glotzen und ausschließlich unartikulierten Grunzlaute ausstoßen, gegen die Dreiwortsätze von Kleinkindern als höchste Stufe der Eloquenz gelten können, bereitet Müttern und Vätern großes Unbehagen. Dazu noch der Gedanke an Alkohol- und Drogenkonsum, zwielichtige Freund:innen sowie erste sexuelle Aktivitäten und fertig ist die Pubertäts-Paranoia.

Inke Hummel hat sich zum Ziel gesetzt, Eltern die Furcht vor der Pubertät zu nehmen. Mit ihrem Buch Miteinander durch die Pubertät. Gelassener begleiten, weniger streiten, in Kontakt bleiben. So bleiben dein Kind und du ein Team!* hat sie nicht nur einen neuen Weltrekord in der Kategorie „Eltern-Ratgeber mit dem längsten Titel“ erzielt (Die ehemaligen Rekordhalterinnen Danielle Graf und Katja Seide slow clappen im Hintergrund.), sondern auch den ersten bindungsorientierten Pubertätsratgeber geschrieben. Anscheinend haben zahlreiche Eltern darauf sehnsüchtig gewartet, denn das Buch schoss bei Amazon noch vor Veröffentlichung in der Kategorie „Pubertät“ auf Platz 1. (Inzwischen musste es einem Uli-Stein-Familienplaner 2020 weichen, was aber nicht gegen den Erfolg des Hummelschen Erstlingswerk, sondern gegen den Ranking-Algorithmus von Amazon spricht.)

Nun obliegt es mir, Miteinander durch die Pubertät einer genauen Überprüfung zu unterziehen. Ist der kommerzielle Erfolg inhaltlich gerechtfertigt oder ist Inke Hummel eine pädagogische Quacksalberin, die einem auch raten würde, Bleichmittel zum Schutz vor Corona zu trinken? Fragen, die sich niemand stellt und die auch nicht nach Antworten verlangen, aber einen hübschen, pseudo-dramatischen Abschluss für die Einleitung bilden.

Weiterlesen

Neues Buch: „Papa braucht ein Fläschchen. Überlebenstipps für das erste Jahr mit Kind“

Was haben Avatar, Ghostbusters und Hilfe, ich werde Papa! gemeinsam? Es gibt dieses Jahr jeweils Fortsetzungen. Toll!

Ja, am 18. September erscheint bei arsEdition mein neues Buch Papa braucht ein Fläschchen. Zeitlich knüpft es direkt an den Schwangerschafts- und Geburtsvorgänger an, diesmal mit Überlebenstipps für das erste Jahr nach der Geburt. Noch toller!

Vielleicht sind Sie frisch gebackener Vater und fragen sich jetzt: „Muss ich das wirklich lesen, um zu überleben?“ Um es mit Frank Spilker von Die Sterne zu sagen: „Du musst gar nix!“ (Die arsEdition-Vertriebsleiterin zuckt leicht mit dem linken Auge.) Da ich aber auch meinen Beitrag zu unserem partnerschaftlich erwirtschafteten Haushaltseinkommen erbringen muss, wäre es schön, Sie würden das Buch trotzdem kaufen. Das wäre gewissermaßen am tollsten!

Weiterlesen

Das gute Buch: „Zu groß für die Babyklappe. Geschichten aus dem Müttergenesungswerk“ von Marlene Hellene (mit Verlosung)

Werbung

„Zu groß für die Babyklappe. Geschichten aus dem Müttergenesungswerk“ – was sich anhört wie der Titel einer gescripteten Kollabo-Doku-Soap von arte und RTL II über das dramatische Schicksal corona-isolierter Mamas, ist tatsächlich das neue Buch von Marlene Hellene, das am 16. Juni erschienen ist. Kein Wunder, dass der Rowohlt Taschenbuch Verlag nach dem Riesenerfolg ihres Erstlingswerks „Man bekommt ja so viel zurück“ nun den Nachfolger veröffentlicht hat. (Hollywood-Studio-Bosse nicken zustimmend.)

Sie wollen wissen, ob sich die Wartezeit von mehr als 25 Monaten beziehungsweise 109 Wochen beziehungsweise 762 Tagen beziehungsweise 18.288 Stunden gelohnt hat? Finden Sie es in meiner Rezension heraus, die wie immer durch Inkompetenz, Unwissenheit und Dilettantismus gekennzeichnet ist.

Weiterlesen

Das gute Buch: „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln“ von Béa Beste und Stephanie Jansen (mit Verlosung)

Werbung

Sie sind Eltern und nach circa zehn Wochen Corona-Isolation ruft der Begriff „Home Schooling“ bei Ihnen nicht nur nervöses Augenzucken hervor, sondern Sie verspüren das unbändige Verlangen, sich alle Haare am ganzen Körper auszureißen? Dann haben Béa Beste und Stephanie Jansen vielleicht das passende Buch für Sie geschrieben. „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln“ ist ein Plädoyer für das Co-Learning und gibt praxisnahe Tipps und Ideen, wie Eltern und Kinder gemeinsam spielerisch und entspannt lernen können.

Inzwischen gibt es das Buch bereits in zweiter Auflage, was zeigt, dass die Autorinnen einerseits mit dem Thema anscheinend einen Nerv getroffen haben, und dass ich andererseits mal wieder Bummelletzter mit meiner Rezension bin. Aber das ist gar nicht so schlimm, denn das Buch wird sicherlich auch nach Corona noch hilfreich sein. Es heißt schließlich nicht umsonst: „Nach der Pandemie ist vor der Pandemie!“

Weiterlesen

Das gute Buch: „Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!“ von Patricia Cammarata (mit Verlosung)

Werbung

Am 27. März ist „Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss“ von Patricia Cammarata erschienen. Das Timing hätte nicht besser sein können, traten doch circa zwei Wochen zuvor die umfangreichen Kontaktbeschränkungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie inklusive Kita- und Schulschließungen in Kraft. Okay, aus Vertriebssicht war der Zeitpunkt eher ein Griff ins Klo. Aufgrund des conorabedingten Hamsterkonsumverhaltens hatte Amazon entschieden, lieber Klopapier als Bücher auszuliefern, und wegen der behördlichen Vorgaben blieben deutschlandweit nahezu alle Buchläden geschlossen. Keine guten Voraussetzungen, um eine Millionenauflage zu verkaufen.

Trotzdem war das Veröffentlichungsdatum ein absoluter Volltreffer. Normalerweise pflegen viele Eltern eine derart kritisch-ablehnende Haltung zu elektronischen Medien als seien sie Vorsteher einer Amish-Gemeinde. In Zeiten von Home Office bei gleichzeitigem Home Schooling oder Home Kindergardening kamen viele Eltern allerdings zu der Erkenntnis, dass zu rigide Mediennutzungsvorgaben eher weniger isolationsalltagstauglich sind. Wenn du bei einer wichtigen Telefonkonferenz nicht gestört werden willst, können eine bis achtzehn Folgen Peppa Wutz doch recht hilfreich sein.

Eltern, die der in Zeiten von Corona leicht aus dem Ruder gelaufene Medienkonsum ihrer Kinder mit Unbehagen erfüllt, können Trost in Patricia Cammaratas neuem Buch finden, das ihnen zuruft: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkünde euch große Freude, die allem Volk widerfahren ist.“ Nein, das war ein anderes Buch. Das von Patricia Cammarata beruhigt die besorgten Eltern mit einem aufmunternden: „Keine Panik! Eure Kinder werden nicht sofort fett, dumm und aggro, nur weil sie mal etwas länger am Computer sitzen.

Weiterlesen