Das gute Buch: „Lass uns lieber morgen!“ von Stefan Schwarz (mit Verlosung)

Kaum ist die eine Buchverlosung beendet, startet schon die nächste und Sie fragen sich möglicherweise irritiert, ob Sie sich auf den Hamburger Fischmarkt verirrt haben, wo Aale-Dieter durch die kostenlose Dreingabe eines gammeligen Lachses versucht, sein überteuertes Fisch-Angebot unters Volk zu bringen. Es sei Ihnen aber versichert, dass Sie hier auf dem Familienbetrieb keine maritimen Speisen zu befürchten haben, deren Zutaten bereits vor vielen Monaten das Mindesthaltbarkeitsdatum hinter sich gelassen haben. Ganz im Gegenteil können sie sich auf einen literarischen Hochgenuss freuen: Am 13. September erscheint im Seitenstraßen Verlag der siebte Kurzgeschichtenband von Stefan Schwarz, der den hübschen Titel „Lass uns lieber morgen – Unbequeme Wahrheiten aus dem Liebes- und Alltagsleben eines gereiften Mannes“ trägt. (Also, das Buch trägt diesen Titel, nicht Stefan Schwarz.)

Das verflixte siebte Mal – Stafan Schwarz: „Lass uns lieber morgen“ #dasgutebuch

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 Disclosure

Für die vorliegende Buchvorstellung habe ich vom Seitenstraßen Verlag ein Rezensionsexemplar sowie zwei Verlosungsexemplare erhalten. Der Gesamtwert der Bücher beträgt 36,00 Euro. Darüber hinaus hat der Seitenstraßen Verlag mein eigenes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* veröffentlicht.

An dieser Stelle möchte ich auch offenlegen, dass Stefan Schwarz und ich uns persönlich kennen und ich bei zwei Gelegenheiten gemeinsam mit ihm lesen durfte. Gut, in erster Linie bestand meine Aufgabe darin, die Schlüpfer und Bustiers wegzuräumen, die junge und nicht mehr ganz so junge Damen bei Lesungen von Stefan Schwarz zu werfen pflegen, aber es hört sich besser an, wenn ich sage, ich stand mit Stefan Schwarz auf der Bühne.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass Stefan Schwarz keinen Versuch unternommen hat, mittels eines Käsekuchens (oder einer sächsischen Eierschecke) ein gewogenes Urteil meinerseits über sein neues Buch zu erwirken. Dies ist auch gar nicht nötig und ich möchte diese Rezension gar nicht erst in das dünne Mäntelchen der objektiven Literaturkritik kleiden. Als großer Verehrer der Texte und Auftritte von Stefan Schwarz würde ich am liebsten bei seinen Lesungen zu seinen Füßen kauern und jedes einzelne seiner Worte aufsaugen. Allerdings habe ich bisher darauf verzichtet, ist diese Form der devoten Wertschätzung sozial doch wenig akzeptiert und könnte darüber hinaus als Ausdruck homoerotischer Zuneigung missgedeutet werden. Die damit verbundenen Peinlichkeiten möchte ich Stefan Schwarz – und mir – ersparen. Weiterlesen

Das gute Buch: „Muttergefühle Zwei“ von Rike Drust (mit Verlosung)

Kino-Sommer sind traditionell Sequel-Sommer. In den vermeintlich heißen Monaten, in denen die Menschen ihre Zeit lieber im Freibad als im Lichtspielhaus verbringen, gehen die großen Filmstudios auf Nummer sicher und bringen ihre Blockbuster-Fortsetzungen an den Start. Von „Piraten der Karibik“ über „Planet der Affen“ bis „Transformers – überall lauern Fortsetzungen.  Da hat sich der C. Bertelsmann-Verlag anscheinend gedacht, von Hollywood lernen, heißt Profit machen lernen, und daher heißt es nun: „Rike Drust Returns“!

Seit dem 4. September ist „Muttergefühle Zwei. Neues Kind, neues Glück“ im Handel erhältlich, die Fortsetzung von Rike Drusts Mega-Bestseller „Muttergefühle Gesamtausgabe“, eines der erfolgreichsten und meist verkauften deutschsprachigen Elternbücher aller Zeiten. (Inzwischen werden Exemplare der Erstauflage geschreddert, um Papier für die Neuauflage herstellen zu können.)

@muttergefuehle is back in da house! #dasgutebuch

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Nachdem ich im letzten Jahr bereits eine Rezension über die Hörbuchfassung von „Muttergefühle Gesamtausgabe“ veröffentlicht habe, soll nun auch „Muttergefühle Zwei“ einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. Hält es, was der Vorgänger verspricht, oder ist es nur ein billiger Versuch des C. Bertelsmann-Verlags, die Umsatzzahlen für das vierte Quartal in die Höhe zu treiben? Ist es „Der Pate 2“ oder doch nur „Die Rückkehr zur blauen Lagune“ unter den Fortsetzungen?

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Das gute Buch: „Man bekommt ja so viel zurück“ von Marlene Hellene (mit Verlosung)

Wer regelmäßig die Familien-Tweets der Woche hier auf dem Blog liest, dem wird die Twitterin Marlene Hellene ein Begriff sein. Woche für Woche haut sie mehr Top-Tweets raus als Donald Trump. Und im Gegensatz zu dem orangehaarigen Pöbel-Präsidenten sind ihre Tweets humorvoll und pointiert.

Ihre mehr als 10.000 Followerinnen und Follower können sich freuen, dass es den Marlene-Helleneschen Humor nun auch in mehr als 140 Zeichen gibt. Anfang Juli erschien im Rowohlt Verlag ihr erstes Buch mit dem hübschen Titel „Man bekommt ja so viel zurück“: Muttersein – ein Liebesdrama in 12 Akten von Schlafmangel bis Kindergeburtstag und ich möchte es für die Leserinnen und Lesern des Familienbetriebs einer kritischen und gewohnt kompetenten Analyse unterziehen. Marlene Hellen: Man bekommt ja so viel zurück Weiterlesen

Das gute Buch: „Wenn ich die Wahl habe zwischen Kind und Karriere, nehme ich das Sofa“ von Claudia Haessy (mit Verlosung)

Wenn Sie zu den unzähligen Fans des Blogs von Claudia Haessy zählen, campen Sie wahrscheinlich gerade vor der Buchhandlung Ihres Vertrauens, denn morgen erscheint endlich ihr Romandebüt: „Wenn ich die Wahl habe zwischen Kind und Karriere, nehme ich das Sofa“. Ein Titel, der vielleicht nicht ganz eingängig ist, sich aber gut mit dem Hashtag #widwhzkuknids vermarkten lässt.

Der Rowohlt-Verlag preist das Buch auf der Rückseite als irrsinnig komisch und herrlich derb an und da stutzt der aufgeklärte kritische Mensch. Wenn etwas so plakativ und überschwänglich beworben wird, ist doch meistens das Gegenteil der Fall. Sie kennen das von Billig-Schokopuddings bei Aldi, Lidl und Co., auf denen in großen Lettern „Mmmmh, lecker“ gedruckt ist, die aber in erster Linie aus Billiggelantine, Farbstoffen, Aromen, Industriezuckerabfällen sowie Spurenelementen von Kakao bestehen und deren Geschmack und Beschaffenheit allenfalls etwas Puddingartiges suggerieren.

Die Behauptung des Verlagsmarketings fordert mich also geradezu heraus, das Buch einer literaturwissenschaftlich infundierten Prüfung zu unterziehen.

Das Erstlingswerk von @frauhaessy. Besser als das Foto, auf dem es abgebildet ist. Viel besser! #dasgutebuch

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Das gute Buch: „Und ewig schläft das Pubertier“ von Jan Weiler (mit Verlosung)

Die Pubertät zählt für Kinder wohl zu den einschneidendsten Lebensphasen – und noch mehr für ihre Eltern. Diese müssen miterleben, wie sich ihre vormals liebenswerten engelsgleichen Kinder (Episoden, in denen diese sich brüllen vor einem Süßigkeitenregal im Supermarkt wälzten, werden dabei durch den verklärenden Filter der Vergangenheit ausgeblendet) in grunzende Kreaturen, die pumaartige Gerüche verströmen und deren Gefühlshaushalt so fragil ist, dass Eltern eine Diplomatenausbildung im Auswärtigen Amt absolvieren müssen, um tägliche Konflikte vom Ausmaß der Kuba-Krise zu vermeiden.

Am 3. Juli ist mit „Und ewig schläft das Pubertier“ der neueste Band in der Pubertier-Saga von Jan Weiler erschienen, in dem er wieder als teilnehmender Beobachter in einer sozialpsychologischen Studie das Sozial-, Ess- und Schlafverhalten seiner pubertierenden Kinder analysiert.

Man kann seine Zeit mit Schlimmerem verbringen als mit Jan Weilers Pubertier.

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Disclosure

Bisher habe ich nur Rezensionen über Bücher von mir persönlich bekannten Bloggerinnen geschrieben, bei denen ich davon ausgehe, dass ihre finanziellen Möglichkeiten nicht ausreichen, um mich auf Schadenersatz in sechsstelliger Höhe verklagen. Bei Jan Weiler mache ich diesbezüglich eine Ausnahme, da ich ein großer Bewunderer seiner Texte, seines Schreibstils und seines Humors bin. Dennoch soll meine geradezu hymnische Verehrung des Weilerschen Oeuvres mich nicht daran hindern, sein neuestes Buch mit der Distanz und Arroganz eines Edelfeuilletonisten einer kritischen Betrachtung zu unterziehen.

Vorab möchte ich noch erwähnen, dass mir der Verlag ein Rezensions- sowie zwei Verlosungsexemplare zur Verfügung gestellt hat. Der Gegenwert von 43 Euro reicht allerdings nicht aus, mein unbestechliches Urteil zu einer Gefälligkeitsrezension zu manipulieren. Die einzig anerkannte Bestechungswährung des Familienbetriebs ist und bleibt Käsekuchen. Allerdings habe ich keinen von Jan Weiler angeboten bekommen. Meine Irritation über die damit zum Ausdruck gebrachte mangelnde Wertschätzung meiner Person soll meine Objektivität als Literaturkritiker aber nicht beeinträchtigen. Weiterlesen

Das gute Buch: „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn“ von Danielle Graf und Katja Seide

„Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn – Der entspannte Weg durch die Trotzphasen“, das Erstlingswerk von Danielle Graf und Katja Seide, gehört zu den ersehntesten Buchtiteln des Jahres. Es ist quasi das gewünschteste Wunschbuch aller Zeiten. Trotz des leicht sperrigen Titels war das Buch bereits vor der Veröffentlichung ausverkauft und der halbe Regenwald im Amazonas muss für die stetigen Nachdrucke gerodet werden. Inzwischen wurde das Buch bereits mehr als eine Milliarde Mal verkauft und hat folgerichtig seit mehreren Wochen einen Stammplatz in der Spiegel-Bestseller-Liste.

Das gewünschteste Wunschkind. Stammgast auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Das gewünschteste Wunschkind. Stammgast auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Erschienen ist das Buch bereits Ende September und es wurden schon unzählige Berichte dazu Online und Print veröffentlicht. Mit einer Rezension elf Wochen nach der Veröffentlichung bin ich die Baseler Fasnacht unter den Buchbesprechungen. Die bummeligste Bummelrezension aller Zeiten. Allerdings brauchte ich aber die Zeit, um das Buch einem ultimativen Praxistest zu unterziehen. Dazu unten mehr.

Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn.

Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn.

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Das gute (Hör-)Buch: „Muttergefühle Gesamtausgabe“ von Rike Drust

Mit mehr als 40 Millionen verkauften Exemplaren (konservativ geschätzt) zählt „Muttergefühle Gesamtausgabe“ von Rike Drust zu den erfolgreichsten Elternbüchern der letzten Jahre wenn nicht gar seit Erfindung des Buchdrucks. Wer bisher zu träge, zu phlegmatisch oder schlichtweg zu faul war, es zu lesen, kann es nun hören. Am 23. September ist das Werk als Hörbuch im Lagato-Verlag erschienen.

Immer wenn ich @muttergefuehle habe, höre ich das Buch von Rike Drust. Dann geht es wieder.

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Disclosure

Das Hörbuch hat mir der Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zugeschickt. Wie die Leserinnen und Leser des ‚Familienbetriebs‘ wissen, ist mein Urteil aber unbestechlich und meine Meinung nicht käuflich. Zumindest nicht für 15,90 Euro, die das Hörbuch im Handel kostet. Bedauerlicherweise wurde mir weder vom Verlag noch von der Autorin eine hochwertige moderne Stereoanlage zum Abspielen des Hörbuchs zur Verfügung gestellt. Ich habe mich bemüht, meine Irritation diesbezüglich nicht in die Rezension einfließen zu lassen.

Die Autorin

Rike Drust, geboren 1975, ist eine international preisgekrönte Texterin und ihr Status in der Elternbloggerlandschaft lässt sich recht treffend als volltätowierter Jesper Juul mit Brüsten beschreiben. Durch ihren Bestseller „Muttergefühle Gesamtausgabe“ wird sie auch ohne erziehungswissenschaftliches Studium mindestens ebenso oft um Rat zu Problemen im familiären Alltag gefragt wie der dänische Familientherapeut. (Dabei macht sie allerdings eine wesentlich bessere Figur. Das aber nur am Rande.) Dabei hat die gebürtige Bremerin eigentlich gar keine ratgeberischen Ambitionen, wie sie selbst schreibt:

„Ich kann schließlich schlecht einer Mutter erklären, wie sie mit sich und ihrem Kind glücklich wird, wo ich doch selbst ständig an dieser Aufgabe scheitere. Lieber berichte ich davon, wie ich mich beim Scheitern fühle. Und bei allem anderen auch.“

Aber bei der Erwartungshaltung ihrer zahlreichen Leserinnen und Fans bleibt Rike Drust wohl gar nichts anderes übrig, als ihre Rolle als Familien-Ratgeberin anzunehmen. (Peter Parker hat ja auch ein wenig gebraucht, bis er mit seiner Verantwortung als arachnider Superheld zurechtkam.) Weiterlesen

Buchvorstellung: „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“ von Nina Massek

Mit pädagogischer Literatur für Eltern lassen sich hunderte von Regalmetern füllen. Die Werke beschäftigen sich mit Fragen des richtigen Umgangs mit Säuglingen, klären über Trotzkinder auf (die so nicht mehr genannt werden sollen), informieren über vegane Beikost, lehren den kompetenten Umgang mit Medien und geben sogar Hinweise zu Möglichkeiten des elterlichen Beischlafs. Somit scheinen alle Themen abgedeckt zu sein, für die sich Eltern interessieren könnten. Alle Themen? Nein! Denn selbst im Jahr 2015 gibt es noch eine schmerzliche Lücke im Genre der Eltern-Nachschlagewerke: den Lügen-Leitfaden! Es ist das große Verdienst Nina Masseks, sich dieses Desiderat der Erziehungsratgeber angenommen zu haben. Eltern dürfen sich freuen, dass es seit November „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs. 20 wunderbare Flunkereien, die Eltern das Leben erleichtern.“* zu kaufen gibt.

Buch an Kaffee

Buch an Kaffee

Seit meiner ersten Buchbesprechung habe ich zwar keine nennenswerten zusätzlichen Kompetenzen im Rezensieren von Büchern erworben, aber dies hindert mich nicht daran, das Masseksche Erstlingswerk hier vorzustellen. Sollte der Verlag ab morgen einen Einbruch der Verkaufszahlen feststellen, möchte ich mich dafür vorab in aller Form entschuldigen. Weiterlesen

Die noch vollere Wahrheit – Nachtrag zur Buchrezension „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“ von Patricia Cammarata

Im Nachklang zu meiner gestrigen Vorstellung des Buchs „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“* hat Patricia auf ‚Das Nuf‘ einen Beitrag veröffentlicht, in dem sie die Wahrheit über das Arschbomben-Buch preisgibt. Zusammengefasst schreibt sie, das Buch bestünde lediglich aus leeren Seiten und einem hastig zusammengeschusterten Cover. Das „Buch“ habe sie erfunden, damit ich eine Rezension auf dem von ihr – Zitat Anfang – „sehr geschätzten“ – Zitat Ende – ‚Familienbetrieb‘ veröffentliche. Diese Posse hätte ich, laut Patricia, in meinem Post lediglich nicht aufgedeckt, um sie nicht bloßzustellen.

Das Nuf - Die volle Wahrheit

Zugegebenermaßen ist die Idee eines leeren Buches durchaus reizvoll. Es ist billig im Druck, der Aufwand für das Layout ist überschaubar und das Lektorat bereitet ebenfalls kaum Mühe. Außerdem ergeben sich ungeahnte Marketingmöglichkeiten, wie beispielsweise Lesungen in tibetanischen Schweigeklöstern. Außerdem schmeichelt mir die Darstellung von Patricia natürlich sehr. Dennoch muss ich offenlegen, dass Patricia noch nicht die volle Wahrheit über die Entstehung ihres Buches kundgetan hat.

Tatsächlich hatte ich nämlich vor ungefähr zwei Jahren die Idee, dass es die Blog-Texte von Patricia in gedruckter Form geben sollte, damit ich eine anbiedernde, einschleimende und bei den Leserinnen und Lesern Fremdscham erzeugende Buchvorstellung auf meinem Blog veröffentlichen kann. Der Bastei Lübbe-Verlag, den ich über meine wahren Absichten im Unklaren ließ, war sofort Feuer und Flamme für die Idee. Was nicht weiter verwunderlich ist, da selbst ein des Lesens unkundiger mongolischer Schafshirte das Marktpotenzial von ‚Das Nuf‘ erkannt hätte. Glücklicherweise erklärte sich Patricia dazu bereit, Texte ihres Blogs auszuwählen und zu überarbeiten, so dass das Arschbomben-Buch am 13. August in den Handel kam.

Daher kann ich Ihnen versichern, dass das Buch entgegen der Aussage von Patricia ganz großartige, lesenswerte, kurzweilige, lachtränenerzeugende Texte enthält. Sie können es also getrost kaufen. Also, sobald die zweite Auflage erhältlich ist. Denn selbstverständlich hat sich das Cammaratasche Erstlingswerk wie geschnitten Brot verkauft.

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Lesen Sie dann demnächst bei ‚Das Nuf‘, wie Patricia den ‚Familienbetrieb‘ erfunden hat, damit hier eine gefällige Rezension zu ihrem Buch erscheint. Danach berichtet Bastei Lübbe, wie sie vor über zehn Jahren das Projekt ‚Das Nuf‘ starteten, um im Spätsommer 2015 den Verkaufsschlager des Jahres im Programm zu haben. Aber eigentlich ist das alles nur eine Erfindung der Käsekuchenindustrie, die mit diesem Bubenstück den Käsekuchen als anerkannte Bestechungswährung für Gefälligkeitsrezensionen positioniert.

Käsekuchen. Von WeightWatchers gehasst.

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Patricia Cammarata: Sehr gerne, Mama, du Arschbombe. Tiefenentspannt durch die Kinderjahre. Bastei Lübbe 2015, 238 Seiten für 8,99 €. ISBN 978-3-404-60840-9*

*Affiliate-Link

Buchvorstellung: „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“ von Patricia Cammarata

„DA IST DAS DING!“ Nichts fasst die Freude in der Blogosphäre, im Internet und in ganz Deutschland über das Erscheinen des ersten Buchs von Patricia Cammarata treffender zusammen als dieses Zitat des letzten deutschen Fernseh-Philosophens – nein, nicht Richard David Precht, sondern Oliver Kahn. Seit dem 13. August ist endlich „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“* käuflich zu erwerben.

Sehr gerne, Mama, du Arschbombe.

Nun verstehe ich zugegebenermaßen vom Bücherrezensieren ungefähr so viel wie von angewandter Kernphysik. Spätestens nach dem Lesen des Beitrags werden Sie mir diesbezüglich nicht widersprechen. Dennoch möchte ich es mir aber nicht nehmen lassen, dieses Must-Read für alle Eltern beziehungsweise alle lesefähigen Menschen vorzustellen. Ich hoffe, ich richte keinen Schaden damit an.

Disclosure

Der Verlag hat mir ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich kann Ihnen aber versichern, dass mein Urteil dennoch unbestechlich ist und ich mich für 8,99 Euro, die das Buch kostet, nicht korrumpieren lasse. Für einen Käsekuchen vielleicht schon. Aber ich habe keinen von der Autorin erhalten. Eigentlich schade.

Darüber hinaus möchte ich offenlegen, dass ich Patricia Cammarata persönlich kenne und auf einigen Blogger-Events getroffen habe. Ich finde sie außerordentlich sympathisch, klug, gutaussehend, eloquent und bewundere ihren Blog schon lange. Als Vorsitzender des 1. Inoffiziellen Patricia-Cammarata-Groupie-Clubs würde ich mich am liebsten bei jedem Treffen als Zeichen meiner Wertschätzung und Ehrerbietung vor ihre Füße schmeißen. Soziale Konventionen und die Angst vor einem richterlichen Kontaktverbot hindern mich allerdings daran.
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