Rätsele nach dem Aufwachen mit einem leichten Anflug von Panik, ob wir einer medizinischen Anomalie beiwohnen, bei der beide im gleichen Raum wie die Eltern schlafenden Kinder trotz entsprechender Impfung an Masern erkrankt sind. Komme dann aber erleichtert dahinter, dass sie lediglich nächtens selbstlos als Moskitoabwehrschirm gedient haben und sich von den lästigen Mücken stechen ließen, um diese von den elterlichen Körpern fern zu halten. Ernten auf der Straße kaum den Ekel unterdrückende Blicke, aus denen die Verachtung für eine Familie von Asozialen spricht, bei denen die Kinder aufgrund mangelnder Körperhygiene an Krätze leiden.

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)
