Fragen über Fragen (4) – Werden und Sein

Immer mal wieder werde ich netterweise von einigen Bloggerinnen und Bloggern mit so genannten Awards bedacht. Diese Auszeichnungen gehen mit der Verpflichtung ehrenvollen Aufgabe einher, ein paar Fragen zu beantworten, die sich die Bloggerinnen und Blogger ausgedacht haben. Das mache ich natürlich sehr gerne. 

Heute beantworte ich nun die Fragen von Tina von „Werden und Sein“. Dass Tina mich zur Beantwortung ihrer Fragen ausgewählt hat, freut mich sehr, da ich ihren Blog selbst sehr gerne lese. Ich mag an ihren Texten insbesondere, dass sie sehr reflektiert und persönlich über ihren Alltag und ihre eigene Kindheit schreibt, was mich immer wieder zum Nachdenken anregt. Vielen Dank für die Fragen!

[Meine Antworten an Anne vom Blog „Anspruch & Wirklichkeit Schreibwut“ findet ihr hier, die an Das Nuf gibt es hier und die an Papaganda stehen hier.]

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Wenn du eine Sache in deiner Vergangenheit ändern könntest, was wäre es?

Als ich ungefähr zehn Jahre alt war, gab es zur Konfirmation meines Bruders ein riesiges Kuchenbuffet mit unzähligen köstlichen Backwerken. Ich liebe Kuchen, beging aber den amateurhaften Anfängerfehler, als erstes ein Stück Sahnetorte zu essen. Danach war ich so satt, dass ich nichts mehr von den anderen Kuchen probieren konnte. Könnte ich mich noch einmal entscheiden, wählte ich ein Stück Streuselkuchen, um mich dann zur Sahnetorte vorzuarbeiten.

 

Hast du einen offenen Traum und wenn ja, welchen?

Ich würde gerne mal ein Buch schreiben. Ein großes, dickes Buch, das später ein Kind benutzen kann, um darin für den Biologie-Unterricht für ein Herbarium Blumen zu pressen. So wie ich das früher mit dem dicken Wilhelm-Busch-Wälzer meiner Eltern gemacht habe. Das wäre toll.

 

Welche Charaktereigenschaft schätzt du ganz besonders an einem Menschen?

Selbstreflektion und Selbstironie. Allerdings bewundere ich Menschen, denen dies vollkommen abgeht, weil sie durchs Leben gehen können, ohne sich jemals in Frage stellen zu müssen.

 

Was magst du an dir?

Ich habe schon hässlichere Augenbrauen als meine gesehen.

 

Stell dir vor, du hättest drei Wünsche frei, welche wären es?

Glücklicherweise hat sich der wunderbare Chris auf „Linsensicht“ bereits Weltfrieden und Wasserzugang für alle gewünscht. Somit kann ich mich auf egoistische und profane Wünsche konzentrieren:

  1. Kalorienfreier Käsekuchen (der auch noch schmeckt)
  2. Wunschlos glücklich zu sein
  3. Ein Sams (als Back-up falls Wunsch 2 doch nicht klappt)

 

Eule oder Lerche?

Eine klassische Eurche: Ich gehe regelmäßig zu spät ins Bett und muss trotzdem früh aufstehen. Deswegen ist Müdigkeit ein Dauerzustand bei mir. Die Eurche ist übrigens eng verwandt mit dem Zweifingerfaultier.

 

Welche positiven Erfahrungen hast du bereits durch das Bloggen gemacht?

Ich freue mich über alle Kommentare, weil sie zeigen, dass jemand meinen Blog liest und sich mit meinen Geschichten auseinandersetzt. Nicht ganz so sicher bin ich mir allerdings bei den regelmäßigen Kommentaren, die Therapien gegen Durchfallerkrankungen anpreisen. Vielleicht ist das gar kein Spam, sondern eine subtile Kritik an meinem Blog?

 

Was ist deine größte Angst?

Morgens aufzuwachen und festzustellen, der Gagschreiber von Mario Barth zu sein.

 

Kennst du immer wiederkehrende Alpträume? Wenn ja, worum handeln sie?

Als Kind war ich großer Boris Becker-Fan (als er ein phantastischer Tennisspieler war und noch nicht twittern konnte) und habe häufig geträumt, mit ihm Tennis spielen zu dürfen. Kurz bevor er den Platz betrat, bin ich aber immer aufgewacht. Die Vorstellung, heute von Boris Becker zu träumen, ist wahrlich alptraumhaft.

 

Wenn du alt bist, möchtest du…?

… der 100-Jährige sein, der bloggte, bis er irgendwann verschwand.

 

Angenommen, du wärest eine Fantasiegestalt: Welche wäre es?

Bert, der pflastermalende Schornsteinfeger aus Mary Poppins. Dann wäre ich genauso gut gelaunt, hilfsbereit, klug und charmant wie er. Und außerdem wäre ich dann mit Mary Poppins befreundet.

 

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel "Nackte Kanone" geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch "Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith"* erschienen. (*Affiliate-Link)

2 commentaires sur “Fragen über Fragen (4) – Werden und Sein

  1. made my day! klasse beantwortet und sehr amüsant. Als dritten Wunsch ein Sams zu wünschen ist schon eine ganz egoistischer Trick ;) ich wollte mir eigentlich nur wünschen immer drei Wünsche zu haben, aber das wäre ja oberegoistisch :D

    Happy bloggin weiterhin
    lieben Gruß
    Chris

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