The Making of ‚Das Buch‘ (Teil 2): Ja, wo schreibt er denn?

Mein liebes Tagebuch,

vom Buchschreiben hatte ich eine sehr romantische Vorstellung. Also, bevor ich anfing, ein Buch zu schreiben.

Vor meinem geistigen Auge sah ich mich im Garten eines toskanischen Landhauses sitzen, mein Blick schweift nach Inspiration heischend über Olivenhaine und Weinberge. Ab und an tippe ich Sätze von Thomas Mannscher Qualität in eine mechanische Schreibmaschine (ja, mein geistiges Auge ist eher ein wenig nostalgisch veranlagt und hat ein Faible für die 60er/70er Jahren des letzten Jahrhunderts). Gelegentlich tritt die Freundin zu mir in den Garten, serviert mir Kaffee sowie frisch gebackenen Kuchen und bringt ihre Bewunderung ob meiner literarischen Höchstleistungen in angemessenen, wohlfeilen Worten zum Ausdruck.

Spätestens an dieser Stelle hätte mir dämmern sollen, dass mein Idealbild des schriftstellerischen Wirkens in höchstem Maße unrealistisch ist.

Bleistifte an Notizbuch

Bleistifte an Notizbuch

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Co-Gründer Familienbetrieb

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)