Jahresrückblick 2019: Don’t look back in anger (Teil 2)


Teil 1: Januar – April
Teil 3: September – Dezember


Mai

07.
Gemeinsam mit dem Sohn gehe ich auf ein Konzert des deutsch-russischen Rappers Capital Bra. Sie kennen den Typ wahrscheinlich nicht, aber er hat mehr Nr.-1-Hits als die Beatles. Stark! Seine aktuelle Single: Eine Cover-Version von „Cherry Lady”. Schlimm! Das Konzert dauert nur 65 Minuten. Toll! Es wird nur eine Zugabe gespielt. Noch toller!

16.
Die Tochter besteht ihren MSA. In Englisch macht sie gemeinsam mit ihrer Freundin die beste mündliche Prüfung der ganzen Jahrgangsstufe und bekommt 15 Punkte. Toll! Endlich zahlt sich das Netflix-Abo und ihr Binge-Watching englischsprachiger Serien im Original aus. Stark!

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27.
Meine Frau erfährt bei ihrem alljährlichen Herz-Routine-Check, dass sie operiert werden und eine neue Herzklappe bekommen muss. Saudoof!

30.
Vatertag. Endlich sind die Kinder so groß, dass sie mir nichts Selbstgebasteltes mehr schenken. Toll! Letztes Jahr war es noch ein hastig aus Post-Ist zusammengeklebtes Gutscheinheft für „1× Spülmaschine ausräumen”, “1x Müll runter bringen” und “1x Frühstück machen”. Dieses Jahr gab es gar nichts. Doof! (Vielleicht löse ich mal den Müll-Runterbring-Gutschein ein.)

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Juni

12.
Entdecke auf Spotify die großartigen Songs der ebenso großartigen Band „Fortuna Ehrenfeld“. Meine Lieblings-Textzeile:

„Von deinen fifteen famous minutes
ist die vierzehnte grad rum.“

Nichts beschreibt meine derzeitige schriftstellerische Tätigkeit besser. Toll!

15.
Fahre zum 25-jährigen Abi in den Westerwald. Es kommen lauter alte Menschen, die vorgeben, mit mir zur Schule gegangen zu sein. Verrückt! Trotzdem ein sehr lustiger Abend.

19.
Zeugnistag. Die Kinder haben ganz passable Noten, aber eigentlich ist das egal. Denn es gilt wie jedes Jahr: „Es ist nur ein Stück Papier mit Zahlen. (Unter Umständen vielen hohen Zahlen.)“


Juli

03.
Lesung im Stokke Sommer House im Prenzlauer Berg. Es kommen ungefähr 16 Zuhörerinnen und Zuhörer. Das sind 0,00044 Prozent aller Berliner. Oder 0,023 Wermsdorfer. Stark!

13.
Unser Urlaub auf Kreta beginnt. Endlich! Nach zwei Tagen stelle ich fest, dass ich dieses Jahr keinen Bock auf Urlaubsblog habe. Doof!

27.
Der Urlaub geht zu Ende. Wir haben viel gelacht, gebadet, gespielt, gegessen, gelesen, gechillt und uns prächtig erholt. Toll! Irgendwann habe ich angefangen, doch Tagebuch-Notizen zu machen. Stark! Ich werde nie dazu kommen, sie auszuformulieren. Doof!

29.
Geburtstag. Meinem Ausweis entnehme ich, dass ich heute 44 werde. Nun bin ich nicht mehr Anfang/Mitte 40, sondern nur noch Mitte 40. Doof! Das Haar wird unleugbar auch immer grauer. Wenigstens habe ich noch Haare auf dem Kopf. Zumindest an den allermeisten Stellen. Spitze!


August

04.
Die Sommerferien sind zu Ende. Keines der Kinder hat sich, seit wir von Kreta zurück sind, wund gelegen. Toll!

13.
Die Tochter geht jetzt in die Oberstufe und macht in zwei Jahren Abitur. (Hoffentlich!) Elternabende gibt es trotzdem noch. Doof! Die Qualität der Fragen ist auch nicht besser als in der Mittelstufe. („36 Wochenstunden sind aber ganz schön viel. Muss das sein?“) Noch doofer! Am Ende des Elternabends gibt es acht Freiwillige für das Amt des Elternvertreters bzw. der Elternvertreterin. Toll!

18.
Die Familienbetrieb-Twitter-Seite hat jetzt auch 20.000 Mitleserinnen und Mitleser. Toll!

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25.
Spotify shuffelt mir Lieder von „Simon + Jan“ in die Playliste. Meine liebste Textzeile:

„Das Leben ist ein Ponyhof,
doch leider find‘ ich Ponys doof.“


Fortsetzung: September – Dezember


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