Bretagne 2014 – 3. Tag: Tour de Force

Nach unseren gestrigen ungewollten Extra-Laufkilometern beschließen der Bonner Freund und ich, es heute etwas ruhiger anzugehen. Sie wissen schon: Der Muskelkater, das Alter, die Faulheit!

Dafür habe ich die phantastische Idee, mit einem der Fahrräder, die in der Garage des Ferienhauses stehen, zum Brötchenholen zu fahren, was einen kleinen Fünf-Kilometer-Trip ins benachbarte Audierne bedeutet. Fahre nach dem Überprüfen der Bremsen los und stellte fest, dass der Sattel etwas zu niedrig und der Lenker noch viel niedriger ist. Wenn Sie jetzt das Bild vom Affen auf dem Schleifstein vor Augen haben, liegen Sie damit nicht ganz unrichtig.

Rad. Ohne Fahrer.

Rad. Ohne Fahrer.

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Bretagne 2014 – 2. Tag: Ja, wo laufen sie denn?

Starte mit dem Bonner Freund mit einer morgendlichen Laufrunde in den Tag. Haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass man seinen Urlaubsort und die umliegende Region durch nichts besser kennenlernt als durch Joggen. Dies trifft insbesondere auf zwei Orientierungslegastheniker wie uns zu und hat schon einige erlebnisreiche Ausflügen über Schlickwiesen, durch dichtes Gestrüpp und über Kuhweiden ermöglicht.

Laufschuhe. Noch guter Dinge.

Laufschuhe. Noch guter Dinge.

Das regelmäßige Urlaubslaufen ist darüber hinaus auch aus diätischen Gründen notwendig, um der totalen Verfettung aufgrund opulenter Urlaubsmahlzeiten und leicht erhöhtem Alkoholkonsum entgegenzuwirken. Es wäre doch sehr unangenehm, am Strand von Greenpeace zurück ins Wasser gezogen zu werden, weil man sich zu sehr hat gehen lassen. Eine traumatisierende Erfahrung, die wir den Kindern gerne ersparen möchten. Weiterlesen

Bretagne 2014 – Anreise 2: Höllentrip nach Esquibien

3 Uhr morgens. Werden diesmal nicht vom Wecker, sondern von unserem Bonner Freund geweckt. Dieser singt fröhlich „Ein bisschen Schlaf muss sein“ und ich bekomme Lust auf Tiramisu. Verrückt. Muss wohl vom vielen Frühaufstehen kommen.

Machen uns schnell fertig und brechen dann gegen vier Uhr zum zweiten Teil der Urlaubsanreise auf – mehr als 1.000 Kilometer nach Esquibien. An der Tankstelle noch schnell das Auto aufgetankt und einen Kaffee gekauft, der so stark ist, dass er Tote zum Leben erweckt und dann wieder ins Jenseits befördert.

Die erste Herausforderung des Tages besteht darin, für die Fahrt einen ordentlichen Radiosender zu finden. Bin mir da etwas unsicher und mich treibt die Angst um, eine Station zu erwischen, bei der einen Helene Fischer heimsucht, die sich dann mit ihrem „Atemlos durch die Nacht“ ohrwurmartig in die Gehörgänge einnistet. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden. Weiterlesen

Bretagne 2014 – Anreise 1: On the road to Bonn

Werde um drei Uhr morgens vom Wecker aus dem Tiefschlaf gerissen. Brauche einige Minuten, um mich zu orientieren, wo und vor allem wer ich bin. Erinnere mich allmählich, dass wir heute den ersten Teil unserer Urlaubsanreise vor uns haben und zu unseren Freunden nach Bonn fahren.

Noch mit mir kämpfend, ob ich mir nicht doch noch fünf Minuten im Bett gestatten soll, erkenne ich schlaftrunken die Umrisse von zwei kleinen Gestalten in unserem Schlafzimmer. Tochter und Sohn stehen angezogen und mit geschulterten Rucksäcken vor dem Bett und schauen uns erwartungsfroh an. Sie sind bereit für die Fahrt. Kann das Gleiche von mir nicht behaupten. Weder körperlich noch mental.
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