Gespräche mit dem Tod (15): Ostervorbereitungen

Es ist Samstagnachmittag, eine Woche vor Ostern, und ich färbe in der Küche Eier. Das erste Mal seit Jahren habe ich es geschafft, rechtzeitig weiße Eier zu kaufen. Üblicherweise klapper‘ ich einen Tag vor Ostern die Supermärkte in der Gegend ab, um irgendwo noch weiße Eier zu ergattern. Wenn ich die Einzelhandels-Angestellten danach frage, schauen sie mich immer an, als sei ich ein Volltrottel, der fernab der Zivilisation unter Tieren aufgewachsen ist und rein gar nichts über das menschliche Zusammenleben weiß. Denn selbstverständlich sind weiße Eier einen Tag vor Ostern immer ausverkauft und begehrter als ihre kostbaren Fabergé-Verwandten. Braune Eier möchte dagegen niemand zu Ostern haben. Braune gefärbte Eier sind nämlich wie 3/4-Caprihosen für Männer: Sie sehen einfach kacke aus.

Aber heute Vormittag hatte ich beim Einkaufen eine österliche Eingebung und nun liegen die Eier strahlendweiß vor mir. Die Ostereierfarbe habe ich bereits angerührt und gerade will ich mit der Färbeprozedur beginnen, als es an der Wohnungstür klopft. Hoffentlich kein Nachbar, der sich Eier zum Backen ausleihen will. Zögerlich öffne ich die Tür und atme erleichtert auf. Im Hausflur steht die mir vertraute Gestalt in modriger Kutte und mit imposanter Sense in der Hand: Mein Freund, der Tod.

Der Tod.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

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Fundstücke vom Durchstreifen der Blogosphäre. Viel Spaß beim Lesen!

  • Rikes Blog ‚Nieselpriem‘ feiert diese Woche seinen ersten Geburtstag und das ist ein guter Grund, ihren letzten Artikel wärmstens zu empfehlen: über ihre Metamorphose von einer Frau, der es nie schnell genug gehen konnte, zu einer Quasi-Rentnerin, die mittagsschlafabhängig und dement ist. Zum Glück hat es aber noch zum Schreiben des Beitrags gereicht!

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

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  • Christine stellt auf ‚Mama arbeitet‘ eine hervorragende Idee vor, wie ein Blog trotz Verzicht auf Werbung, Affiliate Links und Ähnlichem monetarisiert werden kann: Merchandising! Das stylishe Design und die hochwertige Verarbeitung der vorgestellten Fan-Artikel können auf Anhieb überzeugen und ich sehe Christine schon vor meinem geistigen Auge wie ‚Dagobert Duck‘ in einem Zimmer voll Geld schwimmen! Es sei ihr vergönnt.

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