Das gute Buch: „Muttergefühle Zwei“ von Rike Drust (mit Verlosung)

Kino-Sommer sind traditionell Sequel-Sommer. In den vermeintlich heißen Monaten, in denen die Menschen ihre Zeit lieber im Freibad als im Lichtspielhaus verbringen, gehen die großen Filmstudios auf Nummer sicher und bringen ihre Blockbuster-Fortsetzungen an den Start. Von „Piraten der Karibik“ über „Planet der Affen“ bis „Transformers – überall lauern Fortsetzungen.  Da hat sich der C. Bertelsmann-Verlag anscheinend gedacht, von Hollywood lernen, heißt Profit machen lernen, und daher heißt es nun: „Rike Drust Returns“!

Seit dem 4. September ist „Muttergefühle Zwei. Neues Kind, neues Glück“ im Handel erhältlich, die Fortsetzung von Rike Drusts Mega-Bestseller „Muttergefühle Gesamtausgabe“, eines der erfolgreichsten und meist verkauften deutschsprachigen Elternbücher aller Zeiten. (Inzwischen werden Exemplare der Erstauflage geschreddert, um Papier für die Neuauflage herstellen zu können.)

@muttergefuehle is back in da house! #dasgutebuch

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Nachdem ich im letzten Jahr bereits eine Rezension über die Hörbuchfassung von „Muttergefühle Gesamtausgabe“ veröffentlicht habe, soll nun auch „Muttergefühle Zwei“ einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. Hält es, was der Vorgänger verspricht, oder ist es nur ein billiger Versuch des C. Bertelsmann-Verlags, die Umsatzzahlen für das vierte Quartal in die Höhe zu treiben? Ist es „Der Pate 2“ oder doch nur „Die Rückkehr zur blauen Lagune“ unter den Fortsetzungen?

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Das gute (Hör-)Buch: „Muttergefühle Gesamtausgabe“ von Rike Drust

Mit mehr als 40 Millionen verkauften Exemplaren (konservativ geschätzt) zählt „Muttergefühle Gesamtausgabe“ von Rike Drust zu den erfolgreichsten Elternbüchern der letzten Jahre wenn nicht gar seit Erfindung des Buchdrucks. Wer bisher zu träge, zu phlegmatisch oder schlichtweg zu faul war, es zu lesen, kann es nun hören. Am 23. September ist das Werk als Hörbuch im Lagato-Verlag erschienen.

Immer wenn ich @muttergefuehle habe, höre ich das Buch von Rike Drust. Dann geht es wieder.

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Disclosure

Das Hörbuch hat mir der Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zugeschickt. Wie die Leserinnen und Leser des ‚Familienbetriebs‘ wissen, ist mein Urteil aber unbestechlich und meine Meinung nicht käuflich. Zumindest nicht für 15,90 Euro, die das Hörbuch im Handel kostet. Bedauerlicherweise wurde mir weder vom Verlag noch von der Autorin eine hochwertige moderne Stereoanlage zum Abspielen des Hörbuchs zur Verfügung gestellt. Ich habe mich bemüht, meine Irritation diesbezüglich nicht in die Rezension einfließen zu lassen.

Die Autorin

Rike Drust, geboren 1975, ist eine international preisgekrönte Texterin und ihr Status in der Elternbloggerlandschaft lässt sich recht treffend als volltätowierter Jesper Juul mit Brüsten beschreiben. Durch ihren Bestseller „Muttergefühle Gesamtausgabe“ wird sie auch ohne erziehungswissenschaftliches Studium mindestens ebenso oft um Rat zu Problemen im familiären Alltag gefragt wie der dänische Familientherapeut. (Dabei macht sie allerdings eine wesentlich bessere Figur. Das aber nur am Rande.) Dabei hat die gebürtige Bremerin eigentlich gar keine ratgeberischen Ambitionen, wie sie selbst schreibt:

„Ich kann schließlich schlecht einer Mutter erklären, wie sie mit sich und ihrem Kind glücklich wird, wo ich doch selbst ständig an dieser Aufgabe scheitere. Lieber berichte ich davon, wie ich mich beim Scheitern fühle. Und bei allem anderen auch.“

Aber bei der Erwartungshaltung ihrer zahlreichen Leserinnen und Fans bleibt Rike Drust wohl gar nichts anderes übrig, als ihre Rolle als Familien-Ratgeberin anzunehmen. (Peter Parker hat ja auch ein wenig gebraucht, bis er mit seiner Verantwortung als arachnider Superheld zurechtkam.) Weiterlesen

Der musikalische Adventskalender 2015 – Tag 12: ‚Is this Christmas?‘ von The Wombats (vorgestellt von Rike Drust)

Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!

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Heute freut sich der musikalische Adventskalender, dass sich eine weitere Bestseller-Autorin die Ehre gibt. Rike Drust hat das Buch ‚Muttergefühle Gesamtausgabe‘ geschrieben, das sich millionen-, wenn nicht gar milliardenfach verkauft hat. Und das mit Recht. Jeder der es gelesen hat, stimmt mir wohl zu, dass dieses Buch ein Standardwerk für frischgebackene Eltern sein sollte, das ihnen direkt nach der Entbindung und noch vor der Durchtrennung der Nabelschnur überreicht wird. Wenn Rike nicht gerade Bestseller-Bücher verfasst, schreibt Sie auf Ihrem Blog ‚Infemme‘ über Familienthemen, Politik und verschickt ab und an mal einen Brief an Franz-Josef Wagner.

Rike Drust fragt sich, ob das Weihnachten ist

Ich hasse Knopfdruckfeste. Wie soll man sich an einem festgelegten Zeitpunkt auf eine festgelegte Art fühlen? Nehmen wir Weihnachten. Erst vier Wochen vorfreudig, dann drei Tage milde, dankbar, beseelt und immer hungrig sein. Vielleicht ist es albern, weil ich schon 40 bin, aber ich mag mich noch immer nicht irgendwie sein müssen, weil „man das eben so macht“.

Leute mit Kindern werden jetzt hämisch lachen. Denn Kinder, das sind diese kleinen Menschen, die die Supermarkt-Filialleiter Ende September darauf aufmerksam machen, endlich den Spekulatius einzuräumen. Die wollen basteln, backen und immer Süßes essen dürfen und Adventskalender haben und Heiligabend hören „Das gibt’s ja nicht, während wir um den Block gegangen sind, war der Weihnachtsmann hier.“, obwohl sie gar nicht an ihn glauben. Wir machen das auch so. Warum das geht? Besonders, wegen der Wombats.

Dieses Lied hat mir musikalisch (textlich nicht so, aber das kann ich ausblenden) meine Version von Weihnachten gezeigt: Alles wie immer, nur gemütlicher und alle dürfen mehr. Adventskalender kaufen statt basteln. Immer Kerzen anzünden. Einen Plastik-Regenbogen-Tannenbaum haben. Hausmusik machen. Sehr viel Fernsehen gucken. Kniffeln, bis die Würfel rund sind. Die Kinder wegverabreden, weil wir uns sonst streiten. Wenn ich jetzt die Glocken vom Weihnachtsmannschlitten höre, rolle ich nicht mit den Augen, sondern rufe: WIE GEIEL: Es ist wieder die Zeit, in der wir mehr Zeit haben, um machen zu können, was wir wollen.

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Vielen Dank, liebe Rike, für das Lied und mögen dir die Kniffelwürfel unter dem Tannenbaum hold sein.

Mehr zu lesen von Rike gibt es hier:

Das Bloggen der Anderen (38)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Die ‚Huffington Post‘ findet, dass wir unsere Kinder nicht verweichlichen lassen sollen (Wenn ich es richtig falsch verstanden habe, wird stattdessen angeraten, sie zu zwingen Petersilie zu essen, bis sie kotzen, weil uns – bzw. der Autorin des ‚Huffington Post‘-Artikels – das ja auch nicht geschadet hat.). Familienführer ‚Andrea Harmonika‘ fasst den Artikel folgendermaßen zusammen: „Eine Erziehung ist erfolgreich, wenn das Kind sie überlebt hat.“ Außerdem gibt es eine sehr lesenwerte Replik auf ‚Gewünschtestes Wunschkind‘ mit dem wundervollen Satz: „Meine Aufgabe als Mutter ist es nicht, meine Kinder möglichst anpassungsfähig zu erziehen, sondern sie stark zu machen, dass sie die Welt bewegen.“

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Das Bloggen der Anderen (32)

Fundstücke vom Durchstreifen der Blogosphäre. Viel Spaß beim Lesen!

  • Rikes Blog ‚Nieselpriem‘ feiert diese Woche seinen ersten Geburtstag und das ist ein guter Grund, ihren letzten Artikel wärmstens zu empfehlen: über ihre Metamorphose von einer Frau, der es nie schnell genug gehen konnte, zu einer Quasi-Rentnerin, die mittagsschlafabhängig und dement ist. Zum Glück hat es aber noch zum Schreiben des Beitrags gereicht!

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Das Bloggen der Anderen (26)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Liz von ‚Kiddo. The Kid“ hat wohl den Traum aller Eltern gelebt und einem sich einmischenden und ihre Einkäufe abschätzig kommentierenden Vater das gesagt, was jeder und jede in vergleichbaren Situationen schon mal gerne sagen wollte: „Aber eigentlich geht dich das einen Scheißdreck an!“ So schön!

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