Kizz-Kolumne: Müssen Kinder immer essen?

In der Zeitschrift ‚Kizz. Das Elternmagazin für die Kitazeit‘ darf ich unter der Rubrik ‚Das sagt Papa‘ regelmäßig meinen Senf zu Themen geben, von denen ich auch nicht mehr Ahnung habe als andere Eltern. Pädagogisch wertvoll wie ein kleines Steak. Ein sehr kleines. Eines, das man nicht essen möchte. Der folgende Beitrag erschien in Ausgabe ‚KIZZ – 5/2017‘.

Süßigkeiten. Oder Drogen.

Süßigkeiten. Oder Drogen.

Als Eltern kennen Sie sicherlich das weitverbreitete Phänomen, dass Kinder andauernd essen wollen. Also, natürlich nicht zu den Mahlzeiten und insbesondere nicht, wenn es Spinat gibt. Oder irgendein anderes grünes Gemüse. Aber zu jeder anderen Gelegenheit verlangen sie nach Eis, Keksen, Brezeln oder anderen Sachen, die laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu den Antichristen unter den Lebensmitteln gehören.

In Zeiten, in denen Zucker als schädlicher als Crystal Meth gilt, wollen wir als verantwortliche Eltern diesem kindlichen Verlangen nach Süßigkeiten selbstverständlich nicht immerzu nachgeben. Wenn Kinder nach Essen verlangen, haben Sie oftmals auch gar keinen Hunger. Das können Sie sehr schnell testen, indem Sie ihnen eine Möhre anbieten. Diese akzeptieren Kinder allenfalls nur zur Abwendung eines unmittelbar bevorstehenden Hungertodes.

Aber wir Eltern essen ja ebenfalls häufig nicht, um ein Hungergefühl zu stillen, sondern in Zuständen des seelischen Ungleichgewichts wie Stress, Kummer oder schlechte Laune. Dabei haben wir dann kein Verlangen nach Brokkoli, sondern nach Kohlenhydrat- und Fetthaltigem, das direkt das neuronale Belohnungszentrum anspricht, wie es ansonsten allenfalls ein multipler Orgasmus vermag.

Fragen Sie sich das nächste Mal, wenn Sie gefrustet nach der Schokolade greifen, ob Sie Ihren Kindern in der gleichen Situation etwas Süßes erlauben würden. Falls ja, können Sie sich mit gutem Gewissen die Tafel reinpfeifen. Falls nein, können Sie die Schoki selbstverständlich trotzdem essen. Aber Sie sollten sich dabei nicht von Ihren Kindern erwischen lassen.

Co-Gründer Familienbetrieb

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)

scoyo-Kolumne: Nix Süßes und nichts Saures – Die ultimativen Tipps für ein ruhiges Halloween

Noch eine gute Woche und dann steht Halloween wieder vor der Tür. Und zwar in Gestalt marodierender Kinderbanden, die mit einem unverschämten „Süßes oder Saures“ Schutzgeld in Form von Süßigkeiten erpressen wollen. Wie Sie sich dagegen wehren und einen Halloween-Abend verbringen können, der geruhsamer als ein Aufenthalt in einem tibetanischen Schweigekloster ist, lesen Sie in meiner aktuellen Kolumne im ELTERN!-Magazin von scoyo. Viel Spaß!

scoyo-Kolumne: Nix Süßes und nichts Saures – Die ultimativen Tipps für ein ruhiges Halloween

 

 

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)

Bretagne 2015 – 6. Tag: Von Regen-Lauf-Romantik, Dudelsäcken und Süßigkeiten

Werde morgens vom Regen, der gegen das Fenster peitscht, geweckt. Kontrolliere sicherheitshalber die Wetter-App. 100 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Es scheint tatsächlich zu regnen.

Esquibien. Regenwahrscheinlichkeit 100 Prozent.

Esquibien. Regenwahrscheinlichkeit 100 Prozent.

Eigentlich wollten der Bonner Freund und ich heute laufen. Der wankt um 8 Uhr jedoch nur kurz ins Schlafzimmer und wir grunzen uns zu, dass das Joggen heute ins sprichwörtliche Wasser fällt. Lieber faul im warmen Bett, als sportlich im kalten Nass. Ist eine alte bretonische Weisheit. Die ich gerade erfunden habe.

Drehe mich um und versuche, wieder zu schlafen. Aber eine Stunde später kommt der Bonner Freund schon wieder ins Schlafzimmer. In Sportklamotten. In seinen Augen lodert jetzt das Feuer der Laufleidenschaft. Es habe aufgehört zu regnen und nun gebe es keine Entschuldigung mehr, nicht laufen zu gehen, erklärt er euphorisch.

Möchte hm da nicht uneingeschränkt zustimmen. Denn mir fallen so einige Entschuldigungen ein: Das Bett ist warm, das Müde groß, das Wach klein, die Laufstrecke lang, die Berge anstrengend, der Boden feucht, der Wind windig und so weiter und so fort.

Zu der frühen Uhrzeit und dem fortgeschrittenen Urlaub stellt das Artikulieren klarer Aussagen für mich jedoch eine große Herausforderung dar. Außerdem trippelt der Bonner Freund erwartungsvoll vor mir rum. Deute also ein Nicken an, rolle mich aus dem Bett, schlüpfe irgendwie in Laufkleidung und schon laufen wir gemeinsam die hügelige Straße Richtung Audierne entlang.
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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)

Blogparade: Wer ohne Elternsünde ist, der werfe den ersten Legostein

Janina vom „Herzmutter Mamablog“ hatte die großartige Idee zu einer Blogparade über Mama- und Papa-Sünden, die Eltern helfen, den mitunter stressigen Alltag mit ihren Kindern zu meistern. Eine Blogparade zur schwarzen Pädagogik sozusagen. Ein Thema, bei dem der Familienbetrieb nicht fehlen möchte und es freut mich besonders, als erster Vater einen Beitrag zu Janinas Blogparade beizusteuern.

Nach ausführlichem Nachdenken und intensiver Reflektion unserer Erziehungsmethoden habe ich in den folgenden Absätzen für die interessierten Leserinnen und Leser unsere gelegentlichen pädagogischen Aussetzer zusammengetragen. Weiterlesen

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)