Gespräche mit dem Tod (13): Der Halloween-Besuch

Es ist Samstagabend, kurz nach 23 Uhr. Mit preußischem Pflichtbewusstsein räume ich die Geschirrspülmaschine aus, damit ich das nicht morgen früh machen muss. Gut, um ehrlich zu sein, wollte ich mit preußischem Pflichtbewusstsein die Geschirrspülmaschine ausräumen, habe mich aber ein wenig im Internet festgelesen, als ich mich ganz kurz bei bravo.de über den Beziehungsstatus von Justin Bieber und Selena Gomez informiere. Schließlich möchte man auf dem Laufenden sein, falls die Kinder mal den Wunsch verspüren, sich mit mir zu unterhalten. Kommt bei einer 14-jährigen Tochter und einem 11-jährigen Sohn aber nicht allzu häufig vor.

Gerade als ich mich auf den neuesten Stand der Liebesaffären diverser Teenie-Stars bringe, klingelt es plötzlich Sturm. Missmutig ob der späten Störung, die obendrein verhindert, dass ich erfahre, wie sich Miley Cyrus und Liam Hemsworth kennengelernt haben, öffne ich die Tür. Vor mir steht eine hagere Gestalt in leicht verschlissener Kutte.

„Süßes, sonst gibt’s Saures!“, ruft sie und hält mir dabei fordernd eine knöchrige Hand entgegen.

In der dämmrigen Hausflurbeleuchtung dauert es ein wenig, bis ich ihn erkenne. Es ist mein Freund, der Tod.

Der Tod.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

scoyo-Kolumne: Nix Süßes und nichts Saures – Die ultimativen Tipps für ein ruhiges Halloween

Noch eine gute Woche und dann steht Halloween wieder vor der Tür. Und zwar in Gestalt marodierender Kinderbanden, die mit einem unverschämten „Süßes oder Saures“ Schutzgeld in Form von Süßigkeiten erpressen wollen. Wie Sie sich dagegen wehren und einen Halloween-Abend verbringen können, der geruhsamer als ein Aufenthalt in einem tibetanischen Schweigekloster ist, lesen Sie in meiner aktuellen Kolumne im ELTERN!-Magazin von scoyo. Viel Spaß!

scoyo-Kolumne: Nix Süßes und nichts Saures – Die ultimativen Tipps für ein ruhiges Halloween

 

 

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Wer hat Angst vor Halloween?

Zu Halloween ziehen wieder zahlreiche mehr oder weniger phantasievoll verkleidete kleine Monster, Hexen und Vampire durch die Straßen und verlangen von der erwachsenen Bevölkerung Süßes und drohen für den Fall, keine Süßigkeiten zu erhalten, mit Saurem. Persönlich habe ich ein eher distanziertes Verhältnis zu Halloween und kann mit den überdrehten, nach Zuckerzeug gierenden Kindern nur wenig anfangen. Dennoch sollte man sich auf Halloween kulinarisch und mental gut vorbereiten. Denn diesen Tag ohne ausreichenden und zufriedenstellenden Vorrat an Süßigkeiten zu bestreiten, kann sehr anstrengend sein. Aber lesen Sie am besten selbst.

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