Das Familienbett. Oder: Wie man sich bettet, so schläft man

Vor gut einer guten Woche kam es in der Mütter-Blogger-Szene zu einem kurzen, aber heftigen so genannten ‚Mommy War‘, der sich um das Thema ‚Familienbett‘ drehte. Dabei wurde leidenschaftlich und unerbittlich darüber gestritten, ob Eltern und Kinder gemeinsam in einem Bett schlafen sollen oder nicht. Dabei lassen sich grob die folgenden zwei Lager skizzieren:

  • Die Gegner vertreten die Ansicht, dass nur Eltern das Familienbett befürworteten, die nicht in der Lage seien, ihren Kindern Grenzen zu setzen. Außerdem sei die Libido der Familienbetten-Fans so ausgetrocknet wie die Wüste Gobi in der Dürrezeit, so dass es ohnehin zu keinen sexuellen Aktivitäten mehr komme, bei denen Kinder im Bett stören könnten.
  • Die Anhänger sind wiederum der Meinung, dass nur emotional vollkommen degenerierten Eltern das Familienbett ablehnten, die so notorisch notgeil seien, dass sie es permanent wie die Karnickel trieben, während sich der Nachwuchs einsam und von Verlustängsten gepeinigt im Kinderzimmer in den Schlaf weint.

 Zugegebenermaßen ist diese Zusammenfassung möglicherweise etwas sehr zugespitzt und pointiert, aber es klingt schön polemisch und gibt mir darüber hinaus die Gelegenheit bereits im ersten Abschnitt mehrfach das Thema Sex anzusprechen (man muss ja auch mal ans Suchmaschinen-Marketing denken).

Partnerschaftliche Zweisamkeit im Bett. Bei Eltern unbekannt.

Partnerschaftliche Zweisamkeit im Bett. Bei Eltern unbekannt.

Nun sehe ich mich selbst nicht in der Lage, einen substanziellen Beitrag zur Diskussion über die Vor- und Nachteile des Familienbetts beizusteuern. Ich bin für ein tolerantes Elternmiteinander, so dass alle mit ihren Erziehungsansätzen glücklich werden: ‚Leben und leben lassen.“ Oder thematisch angepasst: ‚Schlafen und schlafen lassen.“

Allerdings hat mich der Familienbett-Streit inspiriert, einmal über die Schlafsituation im Familienbetrieb zu sinnieren.

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Bei uns gilt die eherne und unumstößliche (Ha! Haha! Hahahahahaha!) Regel, dass jeder zunächst in seinem eigenen Bett einschlafen muss. Gut, eigentlich bezieht sich das ‚jeder‘ nur auf die Kinder, denn ich selbst verspüre kein Bedürfnis in fremden Betten einzuschlafen (Ich denke, die Freundin wird sich freuen, das zu lesen). Ich bin der Ansicht, dass es sich hierbei nicht um eine unmenschliche und kinderverachtende Regel handelt, verfügen doch sowohl Tochter als auch Sohn über ganz vorzügliche und formidable Schlafmöglichkeiten.

Der Sohn zum Beispiel hat ein sehr bequemes und kuscheliges Hochbett, das wir vor einigen Jahren bei dem beliebten schwedischen Möbelgeschäft gekauft haben, zu dem man so gerne geht, um Fleischbällchen zu essen. Über das Bett ist ein blauer mit Sternen versehener und Gemütlichkeit erzeugender Baldachin gespannt. An der Wand spendet eine kleine Lampe in Mondform behagliches Licht, so dass es keinen Grund gibt, sich vor bösen Monstern und wilden Tieren, die bekanntermaßen in der Dunkelheit von Kinderzimmern ihr Unwesen treiben, zu fürchten.

Eine kleine Musikanlage am Kopfende ermöglicht ihm außerdem, das Einschlafen durch das Hören von CDs und Kassetten zu verkürzen. Die Trautheit seines Bettes wird lediglich ein wenig getrübt, da sich in der Ritze zwischen Matratze und Bettrahmen ungefähr 17 Paar zusammengeknüllte Socken befinden, die der Sohn dort Abend für Abend deponiert. Aber wahrscheinlich stört mich das mehr als ihn.

Die Tochter wiederum nennt ein mondänes selbstgebautes Hochbett ihr Eigen. (Und nein, Sie müssen sich keine Sorgen um die Tochter machen. Denn nicht ich, der ich mit dem handwerklichen Talent von Tim Taylor aus „Hör mal, wer da hämmert“ gesegnet bin, hat das Bett errichtet, sondern ein schreinerisch begabter Vormieter.) Das Bett ist ungefähr 3,00 Meter hoch, 1,60 Meter breit und 2,00 Meter lang. Außerdem gibt es eine sehr großzügige Ablagefläche, wo die Tochter alles aufbewahrt, was sie benötigt, um dort oben mehrere Tage zu überleben: ein CD-Player, unzählige Hörspiel-CDs (Gesamtabspieldauer: knapp 37 Stunden), Schreib- und Bastelutensilien, unbenutzte und insbesondere benutzte Taschentücher, vereinzelte Schulbücher und Schmierzettel, Pullover, Hosen, eine Armee von ihr Gesellschaft leistenden Stofftieren sowie für das kulinarische Wohlergehen ein paar angebissen Stullen und halbvolle Trinkbecher.

Der Schlafbereich ist so geräumig, dass wir eine Zeit lang überlegt haben uns eine zusätzliche Einnahmequelle zu verschaffen, indem wir ihn als Ein-Zimmer-Appartement vermieten. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings am Veto der Tochter.

Das elterliche Bett ist dagegen eher von kärglichem Komfort. Die Freundin und ich teilen uns eine 1,40 Meter breite leicht altersschwache Matratze, die in einen niedrigen Bettrahmen eingelassen ist. Somit stünden theoretisch für jeden von uns 70 Zentimeter Schlaffläche zur Verfügung, was vielleicht nicht gerade üppig, aber für zwei Menschen mit einigermaßen durchschnittlichem Body-Mass-Index vollkommen ausreichend wäre. Tatsächlich stellt sich unsere Schlafsituation allerdings vollkommen anders dar und wird durch das folgende Schaubild sehr gut veranschaulicht.

Die Kartographie des Ehebettes (Quelle: The Doghouse Diaries)

Die Kartographie des Ehebettes (Quelle: The Doghouse Diaries)

Zu Beginn unserer Beziehung hatte ich noch versucht, der Freundin in guter Patrick-Swayze-Dirty-Dancing-Manier zu verstehen zu geben:

„This is my sleep space, this is your sleep space. I don’t go into yours, you don’t go into mine.“

Die Freundin lachte nur und wärmte ihre kalten Füße an meinen Beinen. Seitdem habe ich mich mit meinen knapp 50 Zentimetern im Bett abgefunden.

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In Anbetracht der komfortablen Schlafmöglichkeiten der Kinder und unserem eher beengten Schlafplatz könnte man als rational denkender Mensch davon ausgehen, dass es für Tochter und Sohn eigentlich keine Notwendigkeit und auch keinen Anreiz gibt, ihr Bett in der Nacht zu verlassen und sich bei uns einzuquartieren. Dies ist jedoch mitnichten der Fall. Stattdessen spielt sich recht häufig das im Folgenden beschriebene Szenario ab.

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Liege abends gemeinsam mit der Freundin im Bett. Aus der Not meines spärlichen Schlafplatzes eine Tugend machend erwäge ich die Anbahnung eines kleinen amourösen Techtelmechtels. Raune der Freundin ins Ohr: „Manchmal möchte ich schon mit dir.“ Diese ist zwar irritiert ob meiner textlichen Anleihe beim Howard Carpendale Roland Kaiserschen Oeuvre, ist einer erotischen Episode im partnerschaftlichen Zusammenleben aber dennoch nicht abgeneigt.

Ehe wir allerdings auch nur ansatzweise das kopulative Vorspiel einleiten können, hören wir aus der Ferne das Tapsen kleiner Füße auf den Dielen im Flur. Kurze Zeit später trifft der Sohn im Schlafzimmer ein. Mit gesenktem Haupt und leichtem Zittern in der Stimme erklärt er, dass er nicht schlafen könne und fragt, ob er zu uns ins Bett dürfe. Dabei schaut er uns von unten an und klimpert mit den Augen wie die Maus aus der nach ihr benannten Sendung. Habe den Verdacht, dass er Worte und Mimik auf dem Weg durch den Flur mehrfach geprobt hat.

Will ihm gerade die Vorzüge seines eigenen äußerst geräumigen Bettes anpreisen, als die Freundin ihm sagt, er könne selbstverständlich bei uns schlafen. Weder ich noch der kleine Freund sind von dieser Aussage sonderlich begeistert, aber wir fügen uns gezwungenermaßen in unser Schicksal.

Allerdings ergibt sich ein Problem: Der Sohn ist nämlich nicht alleine gekommen. Unter seinen Armen trägt er einen Teddybären, einen Stoffhund, zwei Plüschschafe, ein Robbe, ein kleines Nilpferd sowie einen Spielzeug-Ritter aus Plastik. Zu seinen Füßen liegt außerdem ein Fußball, den er anscheinend durch den Flur gedribbelt hat. Es ist mir schleierhaft, wie er das alles alleine bis zu uns befördern konnte. Vermutlich parkt vor unserem Schlafzimmer ein 7,5-Tonner.

Nach sehr zähen und harten Verhandlungen, die auf eine Zukunft des Sohnes als Gewerkschaftsführer schließen lassen, einigen wir uns darauf, dass die Stofftiere mit ins Bett dürfen, der Plastikritter auf dem Nachttisch platziert wird, von wo aus er uns bewachen kann, und der Fußball vor dem Fußende des Bettes die Nacht verbringt.

Zufrieden legt sich der Sohn zwischen die Freundin und mich. Dabei besteht er darauf, sich ganz eng an uns beide zu kuscheln. Mein Platz im Bett reduziert sich auf ungefähr 35 Zentimeter.

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Bin gerade dabei ins Reich der Träume zu dämmern, als erneut Fußschritte im Flur zu hören sind. Nach einem Zwischenstopp im Bad (‚Blase entleeren‘) und in der Küche (‚Blase wieder auffüllen‘), trifft die Tochter im Schlafzimmer ein. Sie erklärt, sie fürchte sich alleine in ihrem Bett und möchte ebenfalls bei uns schlafen. Nachdem der Sohn bereits in unserem Bett liegt, gibt es relativ wenige Argumente, ihre Bitte abzuschlagen.

Auch sie ist in Begleitung erschienen. Sie hat eine Puppe, ein Plüschpferd, ein Kuschelkissen, einen Stoffhasen, ein Wollschaf und ein undefinierbares Wesen aus Frottee mitgebracht. Außerdem führt sie einen dicken Fünf-Freunde-Sammelband mit sich, denn sie sei noch nicht müde und wolle noch etwas lesen. Nach erneuten Verhandlungen, die in Zähigkeit und Heftigkeit denen mit dem Sohn in nichts nachstehen, dürfen die Tiere mit ins Bett, das Buch muss draußen bleiben.

Die Tochter möchte auf der rechten Seite neben der Freundin liegen. Kaum hat sie sich hingelegt, beginnt sie mit einem Move, der als Schlafplatz-Expansions-Shuffle in die Geschichte des Familienbettes eingehen wird. Sie wackelt mit dem Po, strampelt mit den Füßen und schwingt mit den Armen, bis sie sich gut 60 Zentimeter des Bettes gesichert hat. Freundin und Sohn rutschen nach links, so dass mein eigener Platz auf etwas weniger als 25 Zentimeter zusammenschrumpft – wobei die 2 cm Bettrahmen mit eingerechnet sind.

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Während die restlichen Familienmitglieder selig schlummern, versuche ich mich in eine Seitenlage zu begeben, bei der ich nicht sofort aus dem Bett falle, die es mir aber gleichzeitig erlaubt, die Tritte des Sohnes abzuwehren, während ich heimlich versuche, die Stofftiere aus dem Bett zu befördern. Vielleicht gibt es Leute, die bereit sind, Geld dafür zu bezahlen, um sich dieses Bild von Anmut und Grazie anzuschauen. Dann stünde mir eine glorreiche Zukunft im Zirkus offen.

Erachte diese Wahrscheinlichkeit aber als äußerst gering und tröste mich mit dem Gedanken, dass die Zeit unsere prekäre Schlafsituation schon lösen wird. Denn wenn die Kinder erstmal 18 sind, ziehen sie hoffentlich aus und kommen in den Nächten nicht mehr zu uns. Somit muss ich nur noch die nächsten acht bis zehn Jahre einem Schlangenmensch gleich die Nächte auf der Bettkante verbringen. Gute Nacht!

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel "Nackte Kanone" geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch "Wenn's ein Junge wird, nennen wir ihn Judith"* erschienen. (*Affiliate-Link)

84 commentaires sur “Das Familienbett. Oder: Wie man sich bettet, so schläft man

  1. Du hast wirklich Sex geschrieben, das machst du doch nur für die Klicks : ). Die Geschichte erinnert mich an unsere Situation, wir haben allerdings ein 1,80 mal 1,90 aus dem Jahre 52 zur Verfügung und keine durchgehende Matratze! Wer in der Bettritze liegt und wer am Fußende nun ja… lg

  2. Ich giggel hier so vor mich hin, das normale post-Familienbetriebspost-reading-syndrom (Kennen alle, dauert so vier Minuten in etwa) und erwäge, unsere Schlafsituation aufzuschreiben. Es wirkt so ansteckend. Aber wie Lachen, nicht wie ein Magen-Darm-Infekt!
    So, es ebbt ab, das Giggeln. Jetzt kann ich mich in aller Form dankend verbeugen,
    schlaft schön!

    • Giggeln ist auch so ein Wort, das man in seinen aktiven Wortschaft aufnehmen und häufiger verwenden sollte. Für mehr Giggeln im Alltag! Vielen Dank!

  3. Huhu, Glückwunsch zu diesem tollen Artikel. Ich musste herzlich lachen! 8-10 Jahre sind schnell vorbei! Mein Mantra war und ist auch immer: Wenn sie 18 sind… Dann wollen sie keinen Schnulli mehr…Dann brauchen sie keine Windeln mehr…. Dann können sie ordentlich essen…. Hoffentlich. Liebe Grüße! Karolin

  4. Warum flüchtest du nicht in eins der Hochbetten? Hier findet immer Völkerwanderung statt, spätestens beim 2. Kind ist der Mann weg – Sofa, Kinderbett, Hochbett, Gästebett…
    ;-)

    • Der Verlotterungszustand der kinderlichen Hochbetten mag für Tochter und Sohn behaglich wirken, für mich eher abtörnend :)

  5. Großartiger Beitrag – ich lach Tränen, weil es mir so bekannt vorkommt! Ich hab in einer dieser Nächte, die zu zweit gestartet und zu fünft im Bett geendet hat, gedacht, ich sei eine Sardine. Zum Glück ist unser Schlafzimmer so klein wie eine Dose – da kann dann keiner der nächtlichen Besucher rausfallen. Aber ist nicht bei Kindern immer alles nur ne „Phase“?! ;)

    • Zu fünft im Bett ist natürlich Familienbett 2.0. Ich denke, das können selbst Kuscheltier-Armeen nicht simulieren.

  6. Ich gebe Eva recht – ich wäre längst geflüchtet. Ich bin schon mal längst geflüchet und das bei 180 cm Bettbreite. Unser kleines Fräulein tendiert ebenfalls dazu, die gesammte Stofftierkavallerie inklusive Decke und Polster anzuschleppen. Und diese blöden Babyborn-Puppen sind echt kantig. Ich habe herzhaft gelacht bei deinen Ausführungen dazu und hatte ein Dejavu ;) Ich wage es mir gar nicht auszumalen, wie das ist wenn Nummer zwei groß genug ist … dann zieh ich in die Dusche, Badewanne oder ins Büro in den Keller …

  7. Oh das kenn ich auch. Als die Kinder klein waren, hatten wir 2 Meter 80 Breite auf sehr geschickt skalierbaren Pappunterbauten eines Berliner Unternehmens, das für seine äußerst kostengünstige Idee nicht genügend gelobt werden kann, so dass sich alle 5 verteilen konnten und niemandem auffallen musste, dass da noch andere Menschen sind.
    Heute sind die Kinder größer, aber ich frage mich immer noch oft, wozu wir ein Haus bewohnen, wenn es, bei Licht betrachtet, ein etwas größerer Raum auch tun würde. Allerdings haben die nächtlichen Wanderungen nicht mehr meine Schlafstatt zum Ziel, sondern interessanterweise die der Geschwister.

  8. überragend!!! Ich stell mir schon die Frage ob wir einen stalker haben. Denn nicht nur die Situation mit den Kinderbetten ist bei uns gleich sondern auch der ganze Rest!!!! Herrlich zu lesen, ich habe sehr viel gelacht und tut gut dass wir nicht alleine sind

    • Vielen Dank! Anscheinend gibt es bestimmte Episoden, die in allen Familien auftreten. Wir sitzen irgendwie alle in einem Boot!

    • Ich fürchte, der Platz, der Eltern zur Verfügung steht, ist unabhängig von der Größe des Betts eine Konstante.

  9. Danke für den großartigen Beitrag. Ich habe herzlich gelacht. Wir haben noch keine Kids, aber es erinnert mich so sehr an die Zeit, als meine Geschwister und ich klein waren. Ich habe jede Nacht bei meiner Schwester im Bett gepennt, so lange, bis wir zu zweit nicht mehr reingepasst haben (wir haben den Zeitraum dadurch etwas gestreckt, dass wir irgendwann unser Nachtlager auf den – ca. 5 cm. höheren – Bettkasten erweitert haben).

    Was spricht eigentlich gegen ein Elternbett und ein Geschwisterbett?

    • Am Wochenende schlafen die Kinder tatsächlich immer gemeinsam in einem Bett. Bis sie dann gemeinsam zu uns umsiedeln.

  10. Hach ja :)
    Ich schreibe gerade aus dem 70x140cm Kinderbett, da in meinem eigentlichen Bett die Kinder samt Kuscheltiergeschwader nächtigen. Den Mann stört das nie, der verschafft sich schlaftrunkend schon seinen Platz, aber ich flüchte regelmäßig.
    Sehr schöner Blogeintrag, jetzt kann ich beruhigt weiterschlafen :)

  11. Pingback: Schlaf, Kindlein, schlaf… | m a m A h o i

  12. Wunderbar. Ich freu mich soooo aufs Kinderkriegen! Seitdem ich bei Twitter die lustigen Seiten des Familienbetriebs und anderer Elternaccounts lese kann ich’s gar nicht mehr abwarten ;)

    (Bitte desillusioniert mich jetzt nicht!)

    • Kinder sind auf jeden Fall das Beste (und manchmal auch das Schlimmste), das man in seinem Leben haben kann. Nur Mut!

      • Ach klar. Den Mut haben wir, nur wäre eine etwas weniger prekäre Beschäftigungsituation hilfreich. Wir kriegen das schon hin!

  13. Hier wird ja nicht mal diskutiert, hier kommt ein dreiviertelschlafender Fünfjähriger dumpf vor sich hingrummelnd und türenknallend ins Schlafzimmer, rollt sich einmal über Papa, knallt mir sein aktuelles Lieblingskuscheltier ins Gesicht und breitet sich seesternförmig zwischen uns aus. Dann wird im Uhrzeigersinn einmal um die eigene Achse rotiert, um sich schließlich mit der Hand an Papas Nase und den Fersen in Mamas Unterleib zur Ruhe zu begeben. Spätestens eine Viertelstunde vor dem ersten Weckerklingeln (Hello Snoozebutton, my old friend) wird dann rumgejodelt, dass man jetzt bitte auf dem Handy „Mascha und der Bär“ gucken möchte. Außer es ist Wochenende, da wird im eigenen Zimmer ab sieben Uhr der Weltuntergang mittels Playmobil geprobt und dazu Drache Kokosnuss oder Benjamin Blümchen auf Metalkonzertlautstärke gehört.

    Kurz: Oh ja, ich erkenne uns da sehr gut wieder. Mit der Ausnahme, dass der Mann und ich beide Bettrandseitenschläfer sind und das Kind deswegen eigentlich mehr als genug Platz hätte. Hätte.

    Möglicherweise habe ich schon mehrfach nachts „IKEA Kura Hochbett Maximalgewicht“ gegoogelt, nur um mich dann zur Sicherheit doch lieber aufs Sofa zu betten.

    P.S. Ich hab den Kaiser-Text ja immer so visualisiert, dass da eine frustrierte Frau im Bett neben einem Mann liegt, der freudig „B-E-G-E-H-R-E-N“ buchstabiert. Immer wieder.

    • Ich habe schon überlegt, ob das Hochbett des Sohnes, welches das weniger verwahrloste der beiden Kinderbetten ist, mit Metallstreben verstärkt werden könnte, um ein väterliches Gewicht tragen zu können. Allerdings wäre ich handwerklich zu unbegabt, um ein solches Vorhaben in die Tat umzusetzen.

      LG, Christian

  14. hihihi, super, da steht uns ja noch was bevor ^^ zum glück haben wir mit zusätzlicher 90cm.matratze unsere vorhandenen 140cm schon um eine ausweichfläche erweitert. interessiert die kinder nur nich, die schlafen einfach quer übers kopfende verteilt oder mit kopf auf der matratze, füsse auf dem boden… oder direkt auf meinem rücken. die 90cm liegen brach und nee, ich darf da auch nicht drauf, dann kommen die nämlich enfach hinterher ^^

    • Wahrscheinlich ist es egal, wie groß die Bettfläche ist, denn die Kinder werden immer den meisten Platz beanspruchen.

  15. Wundervoller Beitrag ♡
    Wegen des zu kleine ehe-betts, wäre mal ein Grund für ein Neues, größeres Bett? Oder?
    Könnte man sich ja mal leisten :-D
    Darüber wird man mit 60 bestimmt selig lachen und die tage zurück sehnen wo die Kinder noch Kinder waren.

  16. Hallo! Dieser Beitrag über das Thema „Familienbett“ hat mir bis jetzt am besten gefallen, wie alle Alltags-Berichte dieser Art. Sehr lustig und ich finde uns darin wieder, wobei mein Platzangebot in meinem Teil des Bettes bei 90 cm liegt (natürlich brutto…)
    Zum Glück kommen die Kinder nicht mehr sooooo oft in unser Bett, am Wochenende ab 8 Uhr morgens ist es allerdings abgemacht, dass sie kommen dürfen. Anders sieht es bei Krankheit aus, da werden schonmal Schlafplätze getauscht.
    Also schonmal hoffentlich geruhsame Nacht,
    Walstina

  17. Hey du hast ne witzige Schreibe ;-)

    Unser Söhnchen schläft auch zwischen uns – immer wieder müssen wir uns vor Bekannten rechtfertigen wann wir denn Sex hätten. Nun ja, da ich gerade mit Baby Zwei schwanger bin, herrscht bei uns zumindest keine völlige Enthaltsamkeit *lach*

  18. Pingback: Lieblinks der Woche – Misssoulhomes Wolkenvertreiber | graue Wolke

  19. Hey, cool. Das ist aber sehr ausführlich. Und recht intim.

    Was ich schlimm finde ist, wenn man aus dem einen oder dem anderen eine Ideologie macht und aus Angst vor sonst was Prinzipien aufstellt. Alle sollen sich wohl fühlen und auch viel miteinander kuscheln. Und dann ist auch alles gut.

  20. Mönsch Christian,

    das lese ich jetzt erst mit den 1,40m oha. Das kann doch nicht klappen ;-) Aber ihr seid ja auch mal in die Bretagne gefahren – für uns geht es da auch bald hin und wir haben extra bei den Vermietern gefragt, wie breit das Bett ist. Dort kennt man es ja oft nicht breiter. Das würde bei uns nicht funktionieren.
    Gutes Durchhalten ;-)

    • In der Bretagne bestand das ‚Ehebett‘ aus zwei zusammengeschobenen Einzelbette. Dadurch gab es zwar die klassische Besucherritze, dafür war der Platz ca. 1,80 m – von denen mir dennoch nur die obligatorischen 25 cm zustanden.

  21. Herrlich, ich habe sehr schmunzeln müssen :-)
    Wir schwören auf 2,00m x 2,00m! Meine Zusatzempfehlung: Boxspringbett mit durchgehendem Topper – keine Besucherritze mehr…
    Jede Familie soll es so handhaben, wie es sie zufriedenstellt bzw. wie Du schriebst – schlafen und schlafen lassen. Wir hatten neulich wieder das Vergnügen, zu dritt im Bett zu liegen. Plötzlich weinte die Kleine lauthals los….hat ihr Papa ihr im Schlaf eine übergezogen……ich würde sagen, das ist das Risiko der Geborgenheit ;-)

    • Das Bett der Tochter befindet sich meistens in einem Vermüllungszustand, der die Enge des Familienbettes als vorteilhaftere Option erscheinen lässt.

  22. Ach ja … da erinnere ich mich doch prompt an diverse Ratschläge von Menschen, die vom Familienbett so rein gar nix halten.

    Vielen Dank für diesen erfrischenden Post, der mich zum Schmunzeln gebracht hat und mir zeigt – Das ist nicht nur bei uns so. ;) Wobei mein Mann inzwischen im Gästebett die Nacht verbringt. Platzmangel, so sein Argument. Ich genieße dafür den Luxus hin und wieder ein paar kleine Füsse, am besten noch die beider Kids, in meinem Gesicht geparkt vorzufinden. ;)

    Gute Nacht :)

    Simi

  23. Also…. Unser Familienbett ist eine Sonderanfertigung…. 3.40cm breit.
    Ich habe trotzdem gut 50cm breit zum schlafen. Und nur 1.20 Höhe, denn der Kater will auch an den Beinen schlafen….

    Ich wollte es aber auch nicht anders haben, es ist schön. Und total nervig.

    • 3,40 m? Das ist ja fast so breit wie unser Schlafzimmer!

      Und es stimmt: Kinder im Bett zu haben ist schön und manchmal nervig.

  24. Sehr schöner Beitrag, um fünf Ecken gefunden (ohne Suchmaschine & das Wort ‚Sex‘, ich schwöre!).
    Unsre kleine Krümel ist grad fünf Monate alt, schläft im Beistellbett und ich freu mich wie ein Keks auf diese Zeit, in der sie selbstständig (selbst und ständig) zu uns unter die Decke gekrochen kommt. Okay, wennn ich das hier lese, dann werd ich mich wohl nur eine kurze Zeitspanne darüber freuen (so ist das mit neuen Dingen ja immer), aber nichtsdestotrotz werd ichs erstmal genießen. Irgendwo hab ich mal gelesen ‚Parents know how to have sex in the kitchen‘ oder so.

    So. Mit ner Menge dank dir lustigem Kopfkino schlurf ich jetzt giggelnd ins Bett, in dem mein Mann es ganz allein schafft, die 180×200 in Beschlag zu nehmen.

    Nächtle!

    • Vielen Dank für deinen Kommentar. Manchmal ist es ja wirklich schön, wenn die Kinder mit im Bett kuscheln. Und manchmal nervt es auch. ;-)

  25. Wie herrlich!
    Über diesen wirklich wunderbaren Artikel bin ich auf deine Seite gestolpert und komm seitdem nicht mehr von ihr los :)
    Freu mich jeden arbeitsfreien Tag auf den Mittagsschlaf von Sohnemann um endlich in den Tiefen bzw. älteren Beiträgen eures humorvollen Lebens herumzuschnüffeln :)
    Jetzt bin ich fast durch und wollte dir eine kurze Rückmeldung da lassen.
    Es ist wunderbar erfrischend. Gerne jede Menge weitere Geschichten, von früher, von heute, von was auch immer, ich werde es sofort verschlingen und den Rest meines Lebens mit einem dicken Grinsen durch die Welt wandern!
    Und ich finde es sehr schön, dass ihr beide es scheinbar so genießt, dass bisher noch keiner auszog. Wir könnten es uns auch nicht vorstellen!
    Liebste Grüße aus dem Rheinland

  26. Sehr guter Text.
    Wir haben hier zwei Kontaktschläfer (beide schlafen am liebsten mit Kontakt zu anderen Lebewesen, bevorzugt Menschlich, Ü 25, erster Verwandschaftsgrad.)
    Der Kleine ist 3 und schläft gleich im Elternbett ein, obwohl er schonmal nächtelang(!) ins seinem Bett geschlafe hat. Aber im Moment ist sein Zimmer wohl von Monstern bewohnt, ich bin sicher die ziehen aus.
    Der Große kommt zombiegleich nachst angelaufen und macht sich breit, obwohl er eng an einen Erwachsenen (meist männlich und nicht ich ;) ) gekuschelt schläft. Zusammen brauchen sie ca. 60 Prozent des Bette. Mein Mann benötigt 35 Prozent und ich ziehe des öfteren in das unbenutzte Bett des Kleinen (wir haben nach dem Gitterbett gleich auf 90x 2.00m umgestellt, aus Gründen).
    Auf die Standartaussagen ( Die bekommt ihr nie da raus/ Habt ihr keinen Sex mehr? )
    habe ich Standartantworten: Mein Mann freut sich auf die Zeit, wenn die 16 jährigen Freundinnen unserer Söhne mit ins Bett kommen und wir hatten vorher schon nicht ausschließlich Sex im Bett wahlweise auch: Gestern haben wirs auf der Arbeitsplatte getrieben, schmeckt der Kuchen?, je nach gegenüber.

  27. Bin keine der Mamas aus eurem Blog, aber ich habe mich köstlich amüsiert über diesen Beitrag. Und es wird in vielen Elternbetten so aussehen. Und ich bin eine böse Mama weil Kinder in ihrem eigenen Bett gehören und nicht in meins. ;-)

    • Vielen Dank. Und sei beruhigt: Kinder in ihr eigenes Bett zu schicken qualifiziert einen noch nicht als böse Mama (oder bösen Papa).

  28. Oh wie klasse, ich hab gerade tränen gelacht…. und ich darf das, denn es schildert zu 89% unsere Situation. Na ja eine Kleinigkeit fehlt noch. Irgendwann wandere ich aufgrund des platzmangels und hitzestaus der zwei kl kraftwerke ins tochterbett, genieße die ruhe den platz und dann ….höre ich sie… die kleinen kinderfüsse und die müde stimme die fragend „mama?!“ ruft…

    • Vielen Dank. Laut unbestätigter Berichte soll ich selbst früher, wenn ich zu meinen Eltern ins Bett gegangen bin, sie morgens geweckt und gefragt haben, ob ich jetzt endlich wieder in mein Bett dürfe.

  29. Pingback: 10 Blogartikel, die auch Du lesen solltest – Frau Margarete

  30. Kenn ich.
    Alles.

    Wobei sich dabei auch in unserem Schlafzimmer die Frage aufdrängt, ob man nicht einfach ein großes Familienbett kauft, es als Ehebett ausgibt und damit die eigenen Schlafzentimeter erhöht…ungeachtet der Diskussion, ob das gut oder schlecht für Kinder ist…kann man ja auch mal kleinlaut fragen, was gut oder schlecht für die Eltern ist…kleine Betten, zum Beispiel…

    • Größere Betten sind auf jeden Fall immer zu bevorzugen. Wie viel Schlafbereich dann letztlich übrig bleibt, ist dann die andere Frage.

  31. Pingback: Achtung: Lachfaltenalarm mit dem Familienbetrieb ~ Glucke und So

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  33. 😁😁😁 ich habe nachts auch entweder das Hinterteil meines 2 Jährigen oder die Füße des Großen in meinem Gesicht 😂

  34. Pingback: Wir sitzen irgendwie doch alle im selben Boo… äähm Bett – WordPress

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