Griechenland 2016 – Tag 8: Von Inneren Schweinehunden, Notsonnencremes und Urlaubsbekanntschaften

Es ist bereits 8.45 Uhr als ich die Augen öffne. So lange habe ich hier noch nie geschlafen. Fühlt sich ungewohnt an. Aber gut.

Guten Morgen, Psakoudia.

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Eigentlich müsste ich heute die gestrige Laufrunde nachholen. Jetzt um kurz vor 9 Uhr ist es aber wahrscheinlich schon zu heiß dafür. Der innere Schweinehund stimmt mir zu. Erkläre ihm, ich stünde dafür morgen extra früher auf, um zu joggen. Der innere Schweinehund klopft mir anerkennend auf die Schulter, dann entfernt er sich. Sein schallendes Gelächter klingt mir noch eine Weile im Ohr. Weiterlesen

Co-Gründer Familienbetrieb

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)

Griechenland 2016 – Tag 7: Von inneren Schweinehunden, erotischen Strand-Beobachtungsstudien und kaputten Duschköpfen

Wache morgens um 8.05 Uhr auf. Eigentlich stünde mal wieder eine Laufrunde an. (Ganz eigentlich hätte sie ja gestern schon angestanden, aber am Geburtstag joggen zu gehen, wirkt so calvinistisch überdiszipliniert. Das macht einen dann ein wenig unsympathisch.) Gerade mit zunehmendem Alter darf man, was das Sporttreiben angeht, nicht nachlässig werden. Allerdings bin ich gestern Abend recht spät ins Bett gegangen, weil ich noch ganz viele Geburtstagswünsche auf den drölfzig Social-Media-Kanälen beantwortet habe. Das sehr reichhaltige Essen gestern sowie der überdurchschnittliche Konsum alkoholischer Getränke sprechen ebenfalls dagegen, heute in der Früh durch Psakoudia zu laufen und sich mit den Straßenkötern Wettrennen zu liefern.

Der innere Schweinhund pflichtet mir bei, dass dies alles sehr gute Gründe seien, die Laufschuhe Laufschuhe sein zu lassen und sich stattdessen erstmal ein opulentes Frühstück zu gönnen. Wo er Recht hat, hat er Recht. Und morgen ist ja auch noch ein Tag zum Laufen. Der innere Schweinehund nickt. Dann bricht er in schallendes Gelächter aus.

Beim Frühstück animiere ich Tochter und Sohn, Nektarinen zu essen. Wenn man schon nicht laufen geht, muss man zumindest konsequent sein, was das Essen angeht. Zumindest denke ich das, während ich mir mein fluffiges Brötchen mit Schoko-Creme einverleibe.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)

Griechenland 2016 – Tag 6: Von nächtlichen Geburtstagstischen, Notkäsekuchen und würdevollem Altern

Es ist kurz vor Mitternacht und der Rest der Familie hat mich in das Bad unseres Ferienhauses verbannt. Ich habe nämlich gleich Geburtstag. Und den nimmt der Rest der Familie im Gegensatz zur mir sehr ernst. Während ich in dem muffigen kleinen Bad warte, rumort es draußen geschäftig.

Mit zunehmendem Alter wird mir das Konzept des Geburtstagsfeierns immer suspekter. Warum lässt man jemanden hochleben, nur weil er auf die Welt gekommen ist? Eigentlich müsste doch die Mutter gefeiert werden, die das Kind nach neun beschwerlichen Monaten mit Übelkeit, Wassereinlagerungen und hormonellen bedingten Stimmungsschwankungen unter Schmerzen aus sich rauspresst. (Ich sollte Mutter vielleicht mal wieder anrufen.)

Frage durch die Tür, ob ich endlich das Bad verlassen darf. Ich darf nicht.

Betrachte mich etwas genauer im Spiegel, um festzustellen, ob man mir die bald 41 Jahre ansieht. Entdecke im Bart und an den Schläfen das ein oder andere graue Haar. Darüber hat Pur mal ein Lied gesungen. „Ein graues Haar, wieder geht ein Jahr.“ Schlimmer Reim, schlimmes Lied, schlimme Band. Alles schlimm.

Daher würde ich bei mir auch nicht von grauen Haaren sprechen, sondern von silbernen Strähnen, die mein ansonsten dunkles und vor allem, was ich betonen möchte, dichtes Haar durchweben. Das klingt nach gut aussehendem, distinguiertem Herrn mit intellektueller Ausstrahlung.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im Oktober 2018 erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“*. (*Affiliate-Link)

Familien-Tweets der Woche (111)

Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

Aber da ich mich immer noch von der griechischen Sonne braun rot brutzeln lasse, hat sich der famose Johnny von ‚Johnnys Papablog‘ bereit erklärt, wie schon im letzten Jahr die Urlaubsvertretung zu übernehmen, wofür ich ihm gar nicht genug danken kann. Er hat die Woche über akribisch Tweets begutachtet, archiviert, kuratiert und schließlich veröffentlicht. Die Sammlung finden Sie bei ihm auf dem Blog.

Und schauen Sie ruhig häufiger auf ‚Johnnys Papablog‘ vorbei. Das lohnt sich!

Johnnys Papablog

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Griechenland 2016 – Tag 5: Von fehlenden fluffigen Brötchen, unschönen Taucherlebnissen und hochwertigen Souvenirs

Morgendliches Aufwachen heute um 8.15 Uhr. Allmählich nimmt das Ausschlafen hier studentische Ausmaße an.

Stelle fest, dass meine Kopfhaut ein wenig brennt. Wenn ich sie berühre, tut sie weh. Möglicherweise habe ich doch einen ganz leichten Sonnenbrand auf dem Kopf, einen Hauch von Sonnenbrand. Werde dies gegenüber der Frau aber nicht erwähnen. Erstens, soll sie nicht denken, dass sie Recht hatte (So etwas ist selbst in einer ausnahmslos harmonischen Partnerschaft, wie wir sie pflegen, irgendwann von Nachteil.) und zweitens, könnte sich sonst ihre Lügenkampagne bezüglich meines angeblich schütteren Haupthaars bei den Leserinnen und Lesern des Blogs verfangen. (Die Frau hat übrigens immer noch viel mehr graue Haare als ich. Aber das nur am Rande.)

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Griechenland 2016 – Tag 4: Von streunenden Hunderudeln, Gedanken über Sonnencreme und Judith-Büchern

Es ist 7.45 Uhr, als ich aufwache. Wenn sich meine Schlafphase weiterhin in gleichem Maße sukzessive ausdehnt, werde ich am letzten Urlaubstag richtig lange ausschlafen. Wie so ein junger Mensch.

Die Temperaturen und die leichte Brise sind sehr angenehm und bieten leider keinerlei Ausreden, das für heute eingeplante Joggen ausfallen zu lassen. Da ich diesmal auf eine hündische Laufbegleitung verzichten möchte, schlage ich die andere Richtung des Feldwegs ein. Er verläuft parallel zum Strand und erlaubt einen freien Blick aufs Meer. Das ist sehr schön. Auf der anderen Seite erlaubt er einen freien Blick auf viel trockene Vegetation, illegal entsorgten Müll und ein paar vereinzelte, wahllos in die Gegend gestellte Ferienbungalows die als Zeugnis mangelnden architektonischen Talents gelten können. Das ist nicht so schön.

Irgendwann tauchen am Strand ein paar selbst gebaute Hütten auf. Eigentlich eher Verschläge aus Zeltstangen mit improvisierten Dächern aus verdorrtem Gestrüpp. Wirkt ein wenig wie eine Filmkulisse von „Lost“, wo die überlebenden Passagiere von Oceanic Flight 815 am Strand hausen und von dem schwarzen Smoke-Monster drangsaliert werden.

Lost-Filmkulisse. Mit Smoke-Monster. (Nicht im Bild.)

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Griechenland 2016 – Tag 3: Von geröteter Haut, unentspannter Entspannung und spektakulären Spieleabenden

Wache heute Morgen erst um 7.30 Uhr auf. Körper und Biorhythmus scheinen sich allmählich an den Urlaub zu gewöhnen. Koche Kaffee, setzte mich auf den Balkon und begrüße den Tag. Der Tag grüßt zurück.

Muss eigentlich noch zwei bis drei Arbeits-Emails schreiben, die ich letzte Woche nicht mehr geschafft habe. Das macht man im Urlaub natürlich nur äußerst ungern. (Ersetzen Sie „macht man äußerst ungern“ durch „macht man so gerne wie eine Koloskopie ohne Betäubung“, dann erahnen sie meine gegenwärtige Gefühlslage.) Das Problem sind ja eigentlich nicht die zu schreibenden Mails, sondern die Antworten, die zu erwarten sind und die weitere Arbeit nach sich ziehen.

Die Internet-Verbindung erweist sich aber als äußerst instabil. Sehe das als Zeichen, und beschließe, das Email-Schreiben auf später zu verschieben. Vielleicht auf in so sieben bis zehn Tagen.

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Griechenland 2016 – Tag 2: Von hündischen Laufbegleitern, chilligen Strand-DJs und Einhand-Kniffeln

Es ist 6.30 Uhr und ich bin hellwach. Wahrscheinlich eine Art senile Urlaubsbettflucht. Allerdings ohne aufs Klo zu müssen.

Trete auf den Balkon, um zu sehen, was der Tag klimatisch und meteorologisch so bringen wird. Der Himmel ist leicht bedeckt, es weht ein laues Lüftchen und die Temperaturen liegen bei knapp 20 Grad. Eigentlich ideale Bedingungen, um Laufen zu gehen. Also, wenn es im Urlaub morgens um halb Sieben überhaupt ideale Laufbedingungen geben kann.

Aber wer abends Feta und Moussaka mit fettreicher Béchamelsauce in industriellen Mengen verzehrt und dazu ordentlich Bier trinkt, der muss halt morgens laufen. Ein den Körperkult unangemessen überhöhendes Postulat, das eigentlich kultur- und gesellschaftskritisch hinterfragt gehört, aber durchaus seine Berechtigung hat, möchte man doch nach 14 Tagen Urlaub nur ungern die Heimreise als Moby-Dick-Look-Alike antreten.

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Griechenland 2016 – Tag 1: Von mcgyverhaften Internetverbindungen, egoistischem Baden im Meer, herausfordernden Großeinkäufen und bemerkenswerten Abendessen

Wache um 7.30 Uhr auf. Der Rest der Familie schläft noch. Beginne den Tag, indem ich am Laptop eine Internet-Verbindung herstelle. Wie sich herausstellen soll, ist dies ein Unterfangen, das sich einfacher anhört, als es tatsächlich ist.

Die Urlaubskasse immer im sparsamen Blick checke ich zunächst die WLAN-Netzwerke in der Gegend. Finde tatsächlich ein Offenes von einem nahegelegenen Ressort und versuche, mich einzuwählen. Der Rechner ruckelt, rödelt und röchelt. Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt er schließlich auf und schüttelt den imaginären Kopf. Keine Verbindung möglich!

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Griechenland 2016 – Anreise: Von problematischem Packen, schweigsamen Taxifahrern und furchteinflößendem Fliegen

Da unser Flug nach Thessaloniki erst um 17.30 Uhr geht, haben wir morgens noch die Möglichkeit, gemütlich zu frühstücken. Wobei ‚gemütlich frühstücken‘ vielleicht etwas sehr euphemistisch ist, denn die Üppigkeit der Frühstückstafel lässt doch sehr zu wünschen übrig. In den letzten Tagen hatten wir nämlich bereits angefangen, alle verderblichen Waren zu verzehren, damit diese während unseres Urlaubs nicht vergammeln und anfangen, ein Eigenleben zu führen.

Somit gibt es zwar immerhin für alle Brötchen mit Marmelade, aber ohne Butter. Andere Belagalternativen gibt es auch nicht. Außer ein halbes Glas Meerrettich, das sich bedrohlich seinem Verfallsdatum nähert und daher von allen ignoriert wird. Wenigstens Kaffee ist in unbegrenzten Mengen vorhanden. (Irgendwie müssen wir ja noch die restlichen anderthalb Liter Frischmilch verbrauchen.)

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