Föhr 2018 – Tag 9: Watt’n Weg!

Für heute haben wir uns eine Wattwanderung nach Amrum und einen Tag auf der Nachbarinsel von Föhr vorgenommen. Daher klingelt um 7.05 Uhr in der Frühe schon der Wecker.

Guten Morgen. #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #keinepinkepinke

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Einen klingelnden Wecker und dazu auch noch um 7.05 Uhr, das möchte man im Urlaub eigentlich nicht. Entsprechend ist die Stimmung bei uns im Ferienappartement nicht gerade ausgelassen. Eher so wie in der Kabine der deutschen Nationalmannschaft nach dem 0:2 gegen Südkorea. Auch parliert die Familie heute früh nicht so eloquent, wie sie es sonst zu tun pflegt. Es werden lediglich ein paar Kommandos gebellt („Zähne putzen!“, „Eincremen!“, „Toilette!“), ansonsten ist die Kommunikation eher sparsam. Wenn  heute die Rolle „mürrische Familie“ zu besetzen ist, sind wir ganz vorne dabei.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Föhr 2018 – Tag 8: Eine Luftmatratze ist eine Luftmatratze ist eine Luftmatratze

Es ist 8.30 Uhr und der Sohn begleitet mich heute beim Laufen. Beach Body ist begeistert. „Endlich jemand, der motiviert ist und Energie hat“, freut er sich. Allerdings dreht der Sohn nach drei Kilometern um und läuft alleine zurück. Ich glaube, er ist genervt, dass ich die ganze Zeit sinnlos vor mich hinlabere und mich mit irgendjemandem unterhalte.

Moin, moin. #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #keingelddafür

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Beach scheuch mich die Strandpromenade entlang, vorbei an den Surfschulen und dem Drachenstrand bis zum FKK-Bereich. „Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du hier eine Augenweide sein“, prophezeit mir Beach. Ich glaube ja eher, wenn Beach mit mir fertig ist, werde ich auf der Intensivstation landen. „Da werden die Ladies richtig steil gehen“, fährt er fort. Wenn ich mich recht entsinne, bin ich vor fünf Jahren auch schonmal am FKK-Strand vorbeigejoggt. Die Nacktbaderinnen dort waren alle eher ältere Semesterinnen und, um es einigermaßen respektvoll auszudrücken, hatten sehr viel Quadratzentimeter Haut, die sie freizügig zeigten. Daher möchte ich mir nicht vorstellen, wie diese Damen „steil gehen“ werden, wenn ich nackert an ihnen vorbeirenne. (Notiz an die Frau: Selbstverständlich würde ich mir auch nicht vorstellen wollen, wie die Damen „steil gehen“, wenn es sich um Victoria-Secret- oder Sports-Illustrated-Models handelte.) Weiterlesen

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Föhr 2018 – Tag 7: Kinder, Kinder. Oder: Sie sind wieder da!

Es ist sieben Uhr, als ich durch unsanftes Rütteln an der Schulter geweckt werde. Beach Body steht neben meinem Bett und ruft in ebenso unerträglicher Lautstärke wie Fröhlichkeit: „Rise and shine!“ Dann reißt er die Gardinen auf und blökt: „Let’s go running!“ Warum kann der Kerl nicht mit den doofen englischen Sprüchen aufhören? Oder am besten gleich verschwinden?

Danke für diesen guten Morgen … #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #ohnegeld

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„Mann, Beach, heute ist Sonntag“, grummele ich.

„Ja, und?“ fragt er verständnislos.

„Sonntag ist der Tag des Herrn und da soll man ruhen“, erkläre ich. „Steht in der Bibel.“

„Sonntag ist der Tag des Herrn und da soll man ihn loben“, erwidert Beach. „Und wie könnte man das besser machen, als durch einen knackigen 20-Kilometer-Lauf?“

Mir fallen spontan eine Milliarde alternative Möglichkeiten ein, wie man den Herrn loben könnte (zum Beispiel durch Schlafen oder Käsekuchen essen), aber ich glaube, Beachs Frage war rhetorisch.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Föhr 2018 – Tag 6: Seid ihr alle gut drauf?

„Keine Schmerzen! Hast du gehört? Keine Schmerzen!“ Es ist neun Uhr, ich liege neben den Reckstangen an der Strandpromenade im Gras und Beach Body zwingt mich, Sit-ups zu machen. Dabei boxt er mir jedes Mal, wenn ich in die Ausgangsposition zurückkehre, in den Magen, was äußerst schmerzhaft ist, und brüllt mir wie der Trainer von Rocky ins Ohr, dass ich gefälligst keine Schmerzen haben soll. (Beach Body ist eine sehr komplexe Persönlichkeit.)

Nach 30 Minuten endet endlich meine Tortur. Oder wie Beach es nennt: meine P.A.F.F.-Session („Power Aufwach Fit & Fun-Session“). Als Beach Body außer Sichtweise ist, krieche ich erschöpft zum Bäcker.

Guten Appetit! #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #keingelddafür

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Föhr 2018 – Tag 5: Maximale Urlaubsentspannung. Oder: Das Großhirn geht flöten

Es ist kurz vor halb neun, als ich das Wohnzimmer betrete. Dort treffe ich Beach Body, der am Esstisch sitzt. Vor ihm steht ein Banane-Spinat-Smothie. Oder ein Glas Kotze. Olfaktorisch ist das nicht so einfach zu unterscheiden.

„Warum bist du noch nicht umgezogen?“ fragt Beach mich streng. „Oder willst du etwa in deinen Schlaf-Shorts joggen gehen? Naja, bei deinem Laufstil ist das auch egal.“ Ich verdrehe die Augen und trinke ein Glas Wasser.

Unten auf der Straße erklärt Beach Body: „Heute gibt es einen niedlichen 14er. Im gemächlichen Tempo. Das solltest selbst du hinbekommen.“ Bevor ich erwidern kann, dass ich mich eher für einen niedlichen 1,4er erwärmen könnte, ist Beach Body schon wie eine Rakete losgerannt.

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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Familien-Tweets der Woche (216) – „Johnnys Papablog“ Urlaubsvertretung

Nur weil unsereins täglich mit dem Beach Body ringt, sich mit Camping Wecken vollstopft und am Föhrer Strand das Hirn wegbrutzelt, sollen Sie selbstverständlich trotzdem nicht auf die Familien-Tweets verzichten. Die hat diese Woche in bewährter Weise, wie schon in den letzten Jahren, Johnny von „Johnnys Papablog“ als Urlaubsvertretung ausgesucht. Also statten Sie ihm einen Besuch ab und dann lesen Sie noch alle anderen Blogbeiträge von ihm. Das lohnt sich nämlich.

Viele Spaß beim Lesen!

Familien-Tweets der Woche (2015) - "Johnnys Papablog" Urlaubsvertretung

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Föhr 2018 – Tag 4: Wo gesungen wird, da lass dich nieder

„Sind wir hier bei der Mehlsack-Challenge, oder was?“ Es ist 8 Uh, ich hänge an der Reckstange am Strand, und Beach Body motiviert mich, Klimmzüge zu machen. Beziehungsweise er tut das, was er für motivieren hält. Nach meiner Erfahrung der letzten Tage verfolgt er ein „Zuckerbrot und Peitsche“-Konzept, bei dem das Zuckerbrot durch eine Knute ausgetauscht wurde.

Falls Sie mal „Ein Offizier und Gentleman“ gesehen habe, erinnern sie sich vielleicht noch an den Ausbilder, der Richard Gere in dem Film drangsaliert. Im Vergleich zu Beach Body kann er als sanftmütiger, nachsichtiger und empathischer Mensch gelten. Weiterlesen

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

scoyo-Kolumne: Ein Tag am Meer – sieben pädagogisch wertvolle Aktivitäten für den Strand

Da sich so ein Nordsee-Urlaub nicht von alleine finanziert, hier meine neueste Kolumne im ELTERN!-Magazin von scoyo. Mit extrem hilfreichen Tipps für pädagogisch wertvolle Strand-Aktivitäten mit Ihren Kindern. Viel Spaß beim Lesen!Scoyo-Kolumne: Ein Tag am Meer – sieben pädagogisch wertvolle Aktivitäten für den Strand

 

 

 

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Moabit. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil. Im September 2016 ist sein erstes Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“* erschienen. (*Affiliate-Link)

Föhr 2018 – Tag 3: Die Offenbarung der Camping-Wecken

Es ist 8.30 Uhr und ich hechle seit einer halben Stunde kurzatmig hinter Beach Body her. Der hatte mich kurz vor acht mit den Worten „Wer rastet, der rostet.“ aus dem Bett geworfen und mir dann auf der Straße mitgeteilt, heute sei der ideale Tag für eine schnuckelige 12er-Einheit. Ich hatte starke Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner Aussage und fand außerdem, dass das Wort ‚schnuckelig‘ kein angemessenes Adjektiv zur Beschreibung eines Zwölf-Kilometer-Laufs ist. Beach machte aber nicht den Eindruck, dass er sich auf irgendwelche semantische Diskussionen einlassen wollte, und daher lief ich ohne Widerworte los.

Heute joggen wir nicht auf der Strandpromenade, sondern entlang der L214, die von Wyk in Richtung Alkersum führt. Der Meerblick hätte sich eher leistungsmindernd auf meine Performance ausgewirkt, so Beach Bodys Begründung für die heutige Route. Eine ablenkende Aussicht gibt es heute tatsächlich nicht. Wir laufen hauptsächlich an Feldern, landwirtschaftlichen Betrieben sowie Vieh- und Pferdeweiden vorbei. Es riecht ein wenig streng.

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Föhr 2018 – Tag 2: Tag am Meer. Oder: Das Leben der Anderen

Es ist kurz nach acht, als ich aufwache. Mein Mund ist so trocken, dass die Wüste Gobi dagegen als Feuchtbiotop gelten kann. Ich gehe in die Küche, um eine Glas Wasser zu trinken. Am Esstisch sitzt Beach Body und lutscht an einer Stange Sellerie.

„Schön, dass der Herr Langschläfer auch mal gedenkt, aufzustehen“, begrüßt er mich und schaut missbilligend auf die Wanduhr.

„Hast du schon mal etwas von Urlaub gehört?“, frage ich ihn knurrig.

„Hast du schon mal etwas von Aktiv-Urlaub gehört?“, fragt Beach Body zurück.

„Nein, habe ich nicht und möchte ich auch nicht“, antworte ich genervt. „Außerdem beantwortet man Fragen nicht mit Gegenfragen.“

Morning has broken! #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #nomoney #whatapity

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