Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
18. Oktober 2021, Berlin
Auf meiner morgendlichen Laufrunde sehe ich auf der Spree regelmäßig ein Polizeiboot. Es trägt den Namen Seeschwalbe. Irgendwie glaube ich, dass sich die Berliner Wasserpolizei bei der Namensgebung ein wenig mehr Mühe hätte geben können. Mit der Bezeichnung Seeschwalbe verschaffst du dir bei Verbrecher:innen wohl nicht besonders viel Respekt. In den USA haben Polizeiboote wahrscheinlich furchteinflößende Namen wie The Unforgivable Sea Eagle, Shark Attack oder Enforcer 3.000. Da weißt du gleich, mit denen ist nicht gut Kirschen essen, denen widersprichst du besser nicht.
Vor einer Seeschwalbe hast du dagegen so viel Angst wie vor einem dicken Dorfpolizisten, der eine Verfolgungsjagd nach 50 Metern abbrechen muss, weil er völlig außer Atem ist. Aber das ist ja fast schon wieder sympathisch.


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)




