Die gute Tradition des Advents-Gastbloggens fortsetzend durfte ich heute einen Artikel bei der geschätzten Séverine von ‚Mama on the rocks‘ veröffentlichen. Ich unterhalte mich mit meinem Spiegelbild über gute Vorsätze fürs nächste Jahr. Viel Spaß beim Lesen.
Habe in den Spiegel geschaut und das Spiegelbild hat gefragt: „Sind das Augenringe oder gibt Cro ein Privatkonzert in deinem Bad?“ Moin!
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!
###
Es erfüllt den musikalischen Adventskalender mit großer Freude, dass sich heute die Avantgarde der Weddinger Familienblogger-Szene die Ehre gibt. Johnny, der eigentlich Tobias heißt, aber auch auf „Haste Lust `nen Kaffee zu trinken“ hört, schreibt seit Februar 2014 auf dem ‚Weddinger Berg‘ ein „Sammelsurium schräger Alltagsgeschichten und Gedanken aus dem Leben mit töchterlicher Urgewalt“. Damit trägt er maßgeblich zur Rehabilitation des als Problembezirk stigmatisierten Weddings bei und zeigt, dass man dort sehr gut als junge Familie leben kann (Anti-Gentrifizierungs-Aktivisten schicken ihre Beschwerden bitte direkt an istmirdochegal@weddingerberg.de.). Es ist außerdem Johnnys Verdienst, die Blogger-Aktion ‚12 von 12‘, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 12. eines Monats 12 Bilder aus ihrem Alltag präsentieren, auf ein neues Level gehoben zu haben. In den letzten Monaten hat er an einem Tag 12 Kugeln Eis beziehungsweise 12 Stück Kuchen in verschiedenen gastronomischen Einrichtungen des Weddings zu sich genommen. Wir verneigen uns in Ehrfurcht vor dieser Leistung.
Das Lied, das Johnny heute vorstellt, ist eigentlich gar nicht besonders weihnachtlich. Das hängt damit zusammen, dass Weihnachten in seiner Kindheit keine große Rolle gespielt hat und er die von der Konsumgüterindustrie inszenierte Kulturtechnik des Weihnachtsfests als Familienvater erst in einem autodidaktischen Aneignungsprozess erlernen muss.
Ben Gibbard „Title and registration“. Oder: Dezember in Auschwitz
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Aufgrund der Tatsache, dass die weihnachtlichen Feiertage seit geraumer Zeit schon kaum noch Relevanz in meinem Leben entfalten, verbinde ich auch keine allzu frischen Erinnerungen mit ihnen. Keine besonders besonderen Momente, aber auch keine besonderen Dramen. Nichts. Und Musik, sofern es sich nicht um die aller klassischste Weihnachtsmusik à la „Last Christmas“ handelt? Nein, nichts, komplette Fehlanzeige!
Dachte ich jedenfalls. Vielleicht gibt es aber doch eine kleine Ausnahme und zwar ein Lied mit dem „Title & registration“ von Ben Gibbard, seines Zeichens Sänger der Gruppe Death Cab for Cutie. Hierfür muss ich aber ein Stück weit ausholen und es ist auch keine echte Weihnachtserinnerung, sondern ein Dezember-Erlebnis, dass sich zufällig nah an Weihnachten genau so zugetragen hat:
Im Dezember des Jahres 2009 (lange her also) befand ich mich ganz unverhofft für eine ganze Woche auf einer Lehrertagung in der IJBS Oswiecim (IJBS = Internationale Jugendbegegnungsstätte). Der deutsche Name dieses kleinen verschlafenen Nestleins in Polen, damit auch jeder weiß, was gemeint ist: Auschwitz. Auschwitz!
Mit deutschen und polnischen Lehrerkollegen verbrachte ich meine Vormittage auf den verschiedenen Geländen des ehemaligen Arbeits- und Vernichtungslagers Auschwitz, sprach mit Überlebenden, die den Boden der Hölle berührt haben und wie durch ein Wunder wiederkehrten, um mich dann bis in die Abendstunden hinein in Arbeitsgruppen und Präsentationen darüber zu diskutieren, wie man sich dem Thema möglichst pädagogisch nähern könnte. Abends wurde dann standesgemäß und massiv dem billigen Alkohol gefrönt. So mancher rauchte Zigarre. Lehrer und ihr natürliches Verhalten eben.
Kurz vor meiner Abreise mit dem Warschau Express in Richtung Polen fiel mir der Mitschnitt eines Akustik-Konzerts von Ben Gibbard aus dem Jahr 2007 in die Hände. Ein Zufallsfund, der mir seit jenem verhängnisvollen Tag in elektronischer Dauerschleife um die Ohren zu dröhnen hatte. Bis, ja bis zu meiner Abreise Montag Morgen um 6:30h. Am Hauptbahnhof hörte ich die Stimme Gibbard’s dann erst einmal zum letzten Mal.
Danach herrschte eine Woche lang Stille. Sieben Tage ohne Musik. Nur einmal noch versuchte ich in Oswiecim, Gibbards akustischem Treiben zu lauschen, aber nach wenigen Sekunden schon drückte ich hastig die STOP-Taste. Nicht jetzt, nicht hier, es ging nicht, fühlte sich auch gar nicht richtig an. Erst, als ich längst wieder zu Hause in Berlin war, begann ich langsam wieder damit, den im übrigen legalen Mitschnitt laufen zu lassen. Lied für Lied und irgendwann auch wieder ganz am Stück.
Im Dezember 2009 habe ich kein Weihnachten gefeiert. Eben genauso, wie ich es schon so häufig und in den Jahren zuvor nicht getan habe. Weihnachten fand einfach nicht statt. Statt dessen habe ich ganz unfeierlich eine Flasche Wein geleert und so viel „Herr der Ringe“ geschaut, wie es mir menschenmöglich erschien.
Bis heute denke ich ab dem ersten Akkord dieses Liedes an jene Zeit im Dezember 2009, rund um Weihnachten, als ich mit Kolleginnen und Kollegen in Polen weilte. Ich denke daran, wie ich auf der ehemaligen Rampe stand oder am Teich, als ich in „Kanada“ herumirrte und später die ehemalige „Sauna“ betrat. Ich denke an die langen Abende, die kurzen Nächte, die viel zu langen Tage und die Köchinnen, die mir immer eine extra Portion Nachtisch reservierten. Wie könnte ich das vergessen?
Letztes Jahr war das erste Jahr, dass ich wirklich wieder bewusst Weihnachten gefeiert, besser gesagt: begangen habe. Dieses Mal ganz neu und alles frisch mit Freundin und kleiner Tochter. Diese Erfahrung und die Angst, eigentlich gar nichts zu diesem Feiertag beisteuern zu können, teilte ich auf meinem Blog „Weddinger Berg“. Außer vielleicht ‚Kartoffelsalat mit Würstchen‘.
Was ich mir seit letztem, also meinem ersten Weihnachten fest vorgenommen habe, ist: Neue Lieder zu hören, um irgendwann sagen können: „Hey, weißt Du noch, damals, Weihnachten?“, ohne an das Jahr 2009 denken zu müssen. 2009 war gut, war schön, war komplett durchgeknallt und auch ein bisschen verloren. 2009 ist aber längst vorbei und so langsam erscheint mir die Zeit reif für neue Erinnerungen. In diesem Sinne: „I’m proposing a swift and orderly change.“
###
Lieber Johnny, vielen Dank für das wunderbare Lied.
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!
###
Den heutigen Beitrag zum musikalischen Adventskalender bestreitet Thomas aka BabyDoc vom Blogger-Kollektiv ‚Ich bin dein Vater‘, wo es regelmäßig Berichte über die täglichen Glücks-, Hass- und Stressmomente des Vaterseins gibt. Die Freunde, Kollegen und Weggefährten Thomas, Janni, nochmal Thomas und David arbeiten zusammen, bloggen zusammen, hängen zusammen ab und machen wer weiß was noch gemeinsam. Sie sind quasi die Kommune 1 unter den Familienblogs.
Die Hintergrundgeschichte zum heutigen Lied ist besonders spektakulär, denn wohl keiner der anderen Gastautorinnen und Gastautoren kann von sich behaupten, mit dem Interpreten ihres Songs schon einmal persönlich gesprochen zu haben.
###
Bei ‘Ich bin dein Vater’ geht’s auf hohe See (oder so ähnlich)
Ich liebe Weihnachtslieder. Sie sind so voller Glocken und Feierlichkeit und versprühen den Charme von etwas Großem, Schönem, Gutem – wenn sie denn gut sind. Darum habe ich ja auch meine Spotify Maybe this Christmas Playlist das ganze Jahr über im Anschlag, um diese Perlen der Anmut zu sammeln. Darunter sind dann immer mal Songs, die ich höchst weihnachtlich finde, die aber keine Weihnachtslieder sind. Manchmal sind es sogar eher Songs über die Zeugung – wie dieser hier. Vielleicht. So genau weiß ich das gar nicht und will es auch gar nicht wissen. Hier gibt es keine Glocken, nichts vom Boy Child und kein Wort von Last oder Christmas. Für mich sind Weihnachtslieder Songs, die mich andächtig stimmen. „The Ship Song“ ist ein solcher Song.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Ich erinnere mich daran, wie ich 1990 kurz vor der Veröffentlichung seines Albums „The Good Son“, Nick Cave in London treffen sollte. Ich war für das Radio unterwegs, hatte ein teueres Aufnahmegerät dabei, saß in diesem Londoner Hotel an einem grauen Nachmittag und wartete auf den Maestro.
Als er kam, bestellte er sich erst mal ein Sandwich und ich hasste diesen intellektuellen Spinner für diese Ignoranz. Warum kaue ich vor einem Mikro rum, wenn der Typ, der mir gegenüber sitzt, vom Radio ist? Die Stimmung war also recht gereizt und unser Gespräch verlief auch eher schleppend. Als ich dann zurück auf dem Weg zum Flughafen war, packte mich dann beim nochmaligen Abhören der Cassette (ja, war damals so, eine Cassette) dieser Song in allen Fasern. Wie können solch grobe Typen eigentlich so wunderschöne, sensible Songs schreiben? Das fragte ich mich damals und ich frage mich das noch heute.
Den Song liebe ich – so sehr, dass ich ihn nur zu besonderen Anlässen höre. Ich will ihn nicht verbrauchen. Aber zum ersten Advent steht er auf Hot Rotation in meiner X-Mas Playlist. Ich freue mich schon jetzt drauf – „We make a little history, Baby. Every time you come around“.
###
Vielen Dank, lieber Thomas, für diesen tollen Song und die tolle Geschichte dazu. Ich hoffe nur, dass Nick Cave nicht nach eurem Gespräch folgenden Ausspruch getätigt hat: „People think I’m a miserable sod but it’s only because I get asked such bloody miserable questions.“
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Zur Adventszeit ist es gute Tradition, für befreundete Blogger Gastartikel zu schreiben. So hatte ich die Möglichkeit, einen Beitrag für die reizende Rike auf ihrem Blog ‚Nieselpriem‘ zu veröffentlichen. Es geht um Weihnachtsessen, Nudelauflauf, rote Kleider und Modelleisenbahnen. Und um Fliegenpilze auf Wurstwiese. Hergestellt durch meine ungeschickten Hände im Alter von sechs Jahren. Viel Spaß beim Lesen!
Holder Knabe mit lockigem Haar. Bei der Fliegenpilz-Produktion.
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!
###
Den musikalischen Adventskalender bespielt heute Alex. Seit Juni 2014 enthüllt er auf ‚Papaleaks‘ keine familiären Staatsgeheimnisse, sondern berichtet als Vater einer zweieinhalbjährigen Tochter über das Elternsein. Wir folgen uns gegenseitig auf Twitter und dort zählt Alex zu den treuen Seelen, die immer faven und retweeten, als gäbe es kein Morgen mehr (was durchaus passieren kann, wenn man nach dem Aufstehen mal kurz bei Twitter reinschaut).
Alex präsentiert uns heute einen absoluten Weihnachtsklassiker. Allerdings arbeitet er in einer tiefschürfenden Textinterpretation heraus, dass es eigentlich gar kein Weihnachtslied ist, sondern es geht in dem Song um die Anbahnung des Austauschs von Körperflüssigkeiten. Viel Spaß beim Hören!
‚Papaleaks‘ lässt es schneien
Im musikalischen Adventskalender habe ich heute die Ehre, Euch ein Lied zu kredenzen, das als Weihnachtslied zu bezeichnen mutig ist. Also sein sollte. Denn sucht man im Text von „Let it snow“ nach einem Hinweis auf Weihnachten, wird man nicht fündig. Und doch zählt es in den Vereinigten Staaten zu den obligatorischen musikalischen Stücken zum Fest.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Und spätestens seit dem weihnachtlich–romantischen 80er Jahre Blockbuster „Stirb Langsam“ mit Bruce Willis in seiner Paraderolle, scheint sich auch hierzulande „Let it snow“ bei den beliebten Weihnachtslieder einzureihen.
Apropos „Stirb Langsam“. Ich sah den Film und hörte das Lied zum ersten Mal im Hochsommer 1991. Was ich heute ursächlich dafür verantwortlich mache, dass ich bei „Let it snow“ nicht an Schneeballschlacht, Schlittenfahren und Punsch denke. Sondern an hochsommerliches Wetter und einen der schönsten Sommer meiner Jugend.
Der aufmerksame Leser mag sich jetzt fragen, was diese kleine Anekdote denn genau mit einem Adventskalender zu hat. Und die Frage ist auch berechtigt.
Jedoch, zumindest der Legende nach, wurde die Ur–Fassung des Liedes von Vaughn Monroe im Juli 1945 in Kalifornien aufgenommen. Also in einer Region und zu einer Jahreszeit die so gar keine Assoziationen mit dem verschneiten heiligen Fest zulassen. Ich finde dies eine atemberaubende Parallele zu meiner Erinnerung an „Let it snow“.
Ich schweife ab. Zurück zum Kontext.
Statt einer weihnachtlichen Geschichte erzählt der Song von einem jungen, vermutlich frisch verliebten Pärchen, dass es sich in einem der sicher schlimmsten Schneestürme der vergangenen Jahre vor einem lodernden, wärmenden Feuer „gemütlich“ macht.
Und in der Version von Dean Martin kann man sich auch direkt ein Bild von der gemütlichen Szene vorstellen.
Im Angesicht dieser heimeligen Atmosphäre, der Nähe seiner Geliebten und des Popcorns, versteigt sich der Protagonist zum Wunsch, es möge doch bitte schneien, schneien, schneien.
Die Kurzsichtigkeit dieses Wunsches wird ihm in der dritten Strophe schmerzlich bewusst. Denn seine Geliebte, vermutlich müde vom es sich gemütlich machen, schickt ihn nach Hause. Und er hasse es, jetzt in dem Sturm nach Hause gehen zu müssen. Würde sie ihn nur noch kurz sehr dolle drücken – er fühlte die Wärme bis nach Hause. Jetzt mag mich der Leser unromantisch schimpfen, aber ich halte dies für einen ausgebufften Trick mit dem der Protagonist die Zeit der Trennung nur weiter aufzuschieben gedenkt.
Und die letzte Strophe stützt meine These. Denn mittlerweile geht den beiden das Feuer aus. Während sie sich immer noch gute Nacht sagen. Die Engstirnigkeit des Protagonisten wirkt hier nicht ganz zu Unrecht verstörend. Denn ohne genau zu wissen, ob die beiden nicht in der nächsten Sekunden ob des ausgehenden Feuers frieren oder seine Geliebte ihn jetzt nicht doch endgültig hinaus komplementiert, wünscht er sich erneut, ihrer Liebe wegen möge es schneien, schneien, schneien.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Adventszeit und eine frohe und besinnliche Weihnacht.
###
Lieber Alex, vielen Dank für diese aufschlussreiche Exegese.
Wer mehr von ‚Papaleaks‘ lesen möchte, kann dies hier tun:
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist der Auswahlprozess gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz. Viel Spaß!
Der VHS-Kurs „Heiligabend mit der ganzen Familie – es geht auch ohne Mordlust“ ist ausgebucht.
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!
###
Heute wir es im musikalischen Adventskalender chaotisch und punkig. Kerstin schreibt normalerweise auf ihrem Blog ‚Chaos²‘ über das Familienleben mit Zwillingen – mal humorvoll, mal nachdenklich, aber immer lesenswert. Eigentlich müsste der Blog inzwischen ‚Chaos³‘ heißen, bekam die Chaosfamilie im Sommer doch noch weiteren Zuwachs. Musikalisch wird es heute laut, denn hinter dem Türchen lauern die ‚Roten Rosen‘ alias die ‚Toten Hosen‘.
Bei ‚Chaos²‘ regiert zu Weihnachten der Punk
Wir schreiben die späten 90er. Die 80er sind zumindest optisch längst überwunden, Take That hat sich bereits getrennt und ich habe mich als absolute Niete im Pubertieren herausgestellt. Klar kann ich meisterlich zicken und in Sachen Liebeskummer macht mir auch keiner was vor, aber das mit der Rebellion ist irgendwie zu kompliziert.
Aber noch bin ich nicht volljährig und beschließe zumindest einen letzten Versuch zu wagen.
Der vorweihnachtlichen Idylle im Kerzenschein setze ich deutschen Punk entgegen und lasse die Roten Rosen von morgens bis abends aufs Christkind warten. Mein Lieblings-Radio-Sender spielt mit und lässt Campino mit Kollegen auch an den Adventssonntagen on air warten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Eine schöne Erinnerung an eine Zeit, die fast so hormonselig wie eine fünfjährige Schwangerschaft war. Nur das mit der Rebellion ging schief. Meine alten Rocker Eltern waren angetan und ließen den sakralen Knabenchor gerne schweigen. Sie wirkten fast erleichtert. (A.d.R. zu Recht: Es hätte ja auch die Kelly Family sein können.).
###
Liebe Kerstin, vielen Dank für ein wenig vorweihnachtlichen die Lebensgeister wachrüttelnden Punkrock.
Wer mehr von ‚Chaos²‘ lesen möchte, tut dies hier:
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!
###
Die heutige Gastautorin tritt häufiger im Blog auf und zwar unter der Bezeichnung ‚Die Freundin‘. Sie ist Co-Gründerin des Familienbetriebs und aus für Außenstehende (und auch Innenstehende) unerklärlichen Gründen hält sie es seit 19 Jahren mit mir aus und nach so einer langen Zeit fragt man auch nicht mehr nach diesen Gründen, um sie nicht möglicherweise auf dumme Gedanken zu bringen. Das wir überhaupt zusammen sind, ist umso erstaunlicher, wenn man unsere unterschiedlichen, wenn nicht gar konträren Musikgeschmäcker kennt. Sie sind das musikalische Äquivalent zu Komplementärfarben. Als wir vor ungefähr 17 Jahren zusammenzogen, kamen wir gemeinsam auf ungefähr 180 CDs. Es war keine einzige Doppelte darunter!
Um zu vermeiden, dass unsere Beziehung im 20. Jahr in die Brüche geht und die Kinder bei nur einem Elternteil aufwachsen müssen, nehme ich Abstand davon, die Song-Auswahl der Freundin zu kommentieren (außerdem habe ich meine Meinung dazu ja auch schon im letzten Jahr zum Ausdruck gebracht). Allerdings möchte ich es als Zeichen meiner grenzenlosen musikalischen Toleranz verstanden wissen, dass das Lied nicht der musikalischen Zensur zum Opfer gefallen ist.
Bei der Freundin ist die Night silent
Bereits im vergangenen Jahr gab es »Silent Night« in der Interpretation von Bros im musikalischen Adventskalender zu bewundern – allerdings damals gespickt mit höhnischen Kommentaren des Herrn Familienbetriebs, die zu betriebsinternen Verwerfungen bis kurz vor der Auflösung des Familienbetriebs führten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Ich ergreife nun die sich mir bietende Möglichkeit eines anderen Blicks auf diese, aus heutiger Sicht möglicherweise nicht ganz unfragwürdige, Interpretation dieses Weihnachtsklassikers. Die Band Bros (oder ist das vielleicht etwas zu hoch gegriffen? Sollte man doch eher von einer »Boygroup« sprechen?), soviel muss man vielleicht wissen, gehörte in meiner frühen Teenagerzeit zu meinen Helden. Ich war verliebt! In den Bassisten! Die adoleszenzschwangeren Songs »When will I be famous«, »Drop the boy« und »I quit« liefen bei mir Tag und Nacht – damals noch auf einer leiernden Kassette, abgespielt auf einem altersschwachen Kassettenrekorder.
In einer Zeit, in der Informationen, Bilder, Videos etc. nicht einfach im Internet verfügbar waren, habe ich in detektivischer Kleinstarbeit Informationssuche betrieben. Jedes Bild aus Bravo, Popcorn etc. wurde ausgeschnitten und feinsäuberlich in meinem Zimmer aufgehängt, jeder noch so kleine Bericht wurde hundert Mal gelesen, der grenzwertige Kleidungsstil der drei Jungs aus London so gut es ging kopiert. Meine damalige BFF (damals sagte man dazu noch beste Freundinnen – sie war unsterblich in den Sänger verliebt…) und ich schauten das Konzert-Video wahrscheinlich tausend Mal. Wir kannten jeden Move, nutzten die slow-motion Funktion des Videogeräts ausgiebig und wünschten uns nichts mehr, als einmal selbst beim Konzert dabei zu sein, ach was, wünschten uns die Typen, wollten die Kerle heiraten! Ich schäme mich (fast) nicht es auszusprechen: Ich war das, was man damals eine »Brosette« nannte… (ok… ich schäme mich doch ein bisschen…)!
»Silent Night« hatte ich als Single-Schallplatte käuflich erworben und hörte sie –zum Leidwesen meiner Eltern und Brüder – so oft es ging im Wohnzimmer, denn ich hatte selbst keinen Plattenspieler. Ich sang inbrünstig mit; jede noch so kleine Verzierung…! Und auch, wenn ich nie auf einem Bros-Konzert war, meine Musik mittlerweile eine andere ist, die Musik von Bros aus heutiger Sicht vielleicht sogar als die Grenzen des guten Geschmacks verletzend bezeichnet werden muss, die Typen möglicherweise nur bedingt begehrenswert erscheinen und meine Anforderungen an Verliebtsein heute deutlich über das Anhimmeln von Papierschnipseln und Videoaufzeichnungen hinausgeht: Für mich war es nicht nur der erste selbstgekaufte Weihnachtssong, es war der beste Weihnachtssong, den ich mir als 14jährige Brosette vorstellen konnte!
###
Vielen Dank für dieses Stück aus dem musikalisch-visuellen Kuriositätenkabinett.
Wer mehr über die Freundin lesen möchte, schaut einfach regelmäßig hier auf dem Blog vorbei.
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!
###
Heute gibt sich Sven vom Blog ‚Zwillingswelten‘ die Ehre im musikalischen Adventskalender. Sven hat schon vor vielen, vielen Jahren, einen Bücherblog. Damals gab es noch nicht einmal Facebook und viele Menschen fragten sich, was überhaupt ein Blog ist (also noch mehr als heutzutage). Inzwischen schreibt Sven seit 2008 auf ‚Zwillingswelten‘ über das Familienleben mit seinen beiden Söhnen und gibt er zahlreiche Tipps, wie man das Leben mit Zwillingen meistern kann. Schon zwei Mal hatte ich das Vergnügen, Sven persönlich zu treffen. Es nötigt mir den größten Respekt ab, dass sein täglicher Koffeinkonsum den meinen sogar noch übertrifft.
Musikalisch geht es heute um ein großartiges Weihnachtscover des Troggs-Klassikers ‚Love is all around‘. Und zwar von dem formidablen Bill Nighy in dem jetzt schon als legendär zu bezeichnenden Weihnachtsfilm ‚Love actually‘.
Bei den ‚Zwillingswelten‘ ist ‚Chrismas all around‘
Was wäre Weihnachten ohne einen Weihnachtsbaum? Ohne Schnee? Ohne Lebkuchen? Marzipan? Ohne Tatsächlich Liebe? Es wäre nur ein halbes Fest. Und das darf es nicht sein.
Wenn Bill Nighy in seinem Hawaii-Hemd versucht, den Weihnachtssong für die neue CD einzuspielen, hat der Film noch nicht einmal begonnen und ich bin vor Lachen nicht vom Fußboden zu bekommen. Ich muss aufpassen, dass ich da schnell wieder Luft bekomme, denn der Film gehört zu unseren ausgesprochenen Lieblingsfilmen während der Weihnachtszeit. Und niemand flucht so schön, wie Bill Nighy.
Naja, vielleicht noch Hugh Grant. Wenn er als englischer Premierminister in Anzughose und Hemd durch die Downing Street 10 tänzelt, ist es ganz um mich geschehen. Unsere Jungs werden mir Taschentücher und Riechsalz reichen, damit ich schnell wieder bei Kräften bin, wenn wir in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam den Film ansehen.
Ein wenig ungläubig schauen werden sie, was 50% der Erziehungsberechtigten plötzlich haben und sich fragen, ob sie helfen können. So ist das noch in ihrem Alter. Vielleicht machen sie später komische Wischbewegungen vor ihren Köpfen, bis sie verstehen, was den Film ausmacht.
Stars soweit man schaut
Die Garde an Schauspielern, die bei „Tatsächlich Liebe“ (Original: Love Actually) auftreten, ist wahrlich ein Weihnachtsfest sondergleichen. Neben der von mir verehrten Emma Thompson, als Anglist ein Muss, sind auch Liam Neeson, Colin Firth, Keira Knigthley und Heike Makatsch mit dabei, um nur einige zu nennen. Die einzelnen Charaktere, die im Filmverlauf immer mehr miteinander verwoben sind, sind einfach herzerwärmend. Und auch wenn ich mir jedes Mal sagen, ich weiß, was da jetzt passiert, habe ich doch gewisse Szenen nicht mehr ganz so im Kopf. Womöglich lag es an meinen Lachanfällen, dass ich diese verpasst habe.
Wie gut, dass unsere Jungs in diesem Jahr den Film mit uns zusammen schauen. So können sie mir dann hoffentlich erzählen, was ich verpasst habe.
Warum ich den Film mag?
Ich mag den Film nicht nur wegen der Garde an Hauptdarstellern. Es sind die lustigen und auch schmalzigen Momente des Filmes. Wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn sich ansehen. Taschentücher bitte bereithalten. Die Mischung macht es. Genauso wie das Auswickeln der Geschenke zu Hause, oder die Gäste, die vorbeikommen. Die Seitenhiebe im Film rund um das Weihnachtsfest, das uns alle anscheinend immer in Stress verfallen lässt, kommen gut an – wenn man mal mit dem Lachen stoppen kann.
Seit 12 Jahren hat er unser Weihnachtsfest geprägt und wird es wohl auch weiterhin tun. Und jetzt kommt, jetzt singen wir gemeinsam „I feel it in my fingers…“
Frohe Weihnachten!
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!
###
Der musikalische Adventskalender freut sich zum Start über einen Kracher-Weihnachtssong und über eine Gastautorin von einem Kracher-Blog: „Essential Unfairness“. Unter diesem Namen bloggt Saskia gemeinsam mit ihrem Mann seit zweieinhalb Jahren sehr lesenswert und unterhaltsam über das mitunter turbulente Familienleben. Denn wenn Eltern mit einem Kind stöhnen, wie sie Familie, Beruf, Kindertermine, soziale Verpflichtungen und Hobbies auf die Reihe bekommen, kann Saskia wahrscheinlich nur müde lachen. Sie und ihr Mann haben nämlich vier Kinder (und zwei Katzen) und daher leitet sich der Name ihres Blogs von einem Zitat der englischen Schriftstellerin Nancy Mitford ab: „The great advantage of living in a large family is that early lesson of life’s essential unfairness“.
Im Haus Essential läuft „Stop the Cavalry“
Wir freuen uns, unser weihnachtliches Lieblingslied vorzustellen: „Stop the Cavalry“ von Jona Lewie.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Wir haben uns im Hause Essential auf „Stop the Cavalry“ geeinigt, lieben aber noch viel mehr Weihnachtslieder.
Jedes Jahr singen wir beispielsweise zusammen im elterlichen Duett am Heiligabend „Twelve Days of Christmas“ (tja-ha, DAS würdet Ihr jetzt gerne hören, ne?) und jedes Kind hat sowieso noch ein eigenes Lieblingslied.
Es war daher nicht leicht, uns auf dieses Stück hier zu einigen:
Ich, Miss Essential, habe dieses Lied als Kind schon sehr gemocht – ich liebte den schwungvollen Marsch irgendwie – Kinder lieben starke Rhythmen, weiß man ja.
Nummer 3 gefiel es ebenso gleich beim ersten Hören. Rhythmen und so.
Nummer 2 wollte hier lieber „I Want a Rock and Roll Guitar“ vorstellen, aber das würgte ich ab mit „Hätteste dich mal lieber im Gitarrenunterricht angestrengt, dann wärste nicht aus der Gruppe geflogen, du Noob!“
Nummer 1 liebt „Maria durch ein Dornwald ging“ und singt es uns einmal jährlich vor – sehr gekonnt übrigens. Aber sie wurde nicht gefragt. Weil sie mal wieder YouTube guckend im Bett lag.
Mister Essential hätte unser Duett ausgesucht, doch da gab es nur eine sehr infantile Duett-Version auf YouTube und es fiel daher flach.
In diesem Sinne einigten wir uns eben völlig demokratisch.
Nummer 4 hörte dieses Lied eben zum ersten Mal im Leben, es erklang die zum Angriff blasende Kavallerie-Trompete und er riss zuerst die Augen auf. Dann rief er völlig euphorisch: „Aua machen!!“. Wieso genau er da den Zusammenhang erkannte, weiß hier niemand, aber so bildete sich prompt eine neue Weihnachtsanekdote.
Zum Lied selber: Den völlig zeitlosen Irrsinn des Krieges und das traurige Dasein des müden, sehnsuchtsvollen Soldaten mit Heimweh kann man sofort nachvollziehen. Und der pazifistische Ansatz, den es durch seine berührenden aber einfachen Worte ausdrückt, liegt ja ohnehin jedem am Herzen, ne?
Den schwungvollen Marsch mögen inzwischen hier alle und das macht mir so ein weihnachtliches Nostalgie-Gefühl …
###
Liebe Saskia, vielen Dank für das großartige Lied, das einen mehr als würdigen Auftakt für den musikalischen Adventskalender darstellt.
Wer mehr von „Essential Unfairness“ lesen möchte, wird hier fündig:
Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.