Zum Sonntagabend gibt es meine semi-originellen Gedanken und semi-spannenden Erlebnisse aus der abgelaufenen Woche. Manchmal banal, häufig trivial, meistens egal.
08. Februar 2021, Berlin
Der Heizkessel im Keller funktioniert wieder und die Wohnung heizt sich allmählich auf. Zumindest in den Kinderzimmern und im Wohnzimmer. Im Schlafzimmer bleibt es kalt. Ungünstigerweise steht dort mein Schreibtisch. Als treusorgender Vater und Ehemann sollte ich mich darüber freuen, dass es der Rest der Familie warm hat. Ich verspüre aber vor allem Neid. Wenn sich meine Füße allmählich in Eisklötze verwandeln, fällt es mir anscheinend schwer, ein guter Mensch zu sein.

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Ich sitze mit dem Sohn beim Kieferorthopäden. Er braucht eine Zahnspange, um eine Zahnfellstellung zu korrigieren, die auf einen überschüssigen Schneidezahn zurückzuführen ist. (Der Sohn ist quasi der Anti-Jürgen-Vogel.) Der Kieferorthopäde überbringt uns die unschöne Nachricht, dass die Krankenkasse für die Behandlung nicht aufkommt. Sie würde nur für Zahnspangen bezahlen, wenn ein Zahn fehlt. (Gut für Jürgen Vogel.) Die Logik dahinter erschließt sich weder mir noch dem Kieferorthopäden. Die Kosten für die Zahnspange belaufen sich auf einen mittleren vierstelligen Betrag. Ich bin mir nicht sicher, ob der Sohn das nach der erfolgreichen Behandlung als Zahn-Model wieder reinholen kann.
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Nun zu etwas anderem: Falls es in ihrem Bekanntenkreis werdende Väter gibt, verschenken Sie doch eines meiner Bücher. Und falls Sie keine werdenden Väter kennen, kaufen Sie meine Bücher trotzdem. Oder überweisen Sie mir einfach Geld.

Überall erhältlich, wo es Bücher gibt.
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Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)


