15. August 2024, Berlin
Lese morgens meinen gestrigen Google-Suchverlauf nach:
- Fledermaus Wohnung
- Fledermaus Wohnung wieder raus
- Fledermaus Wohnung wie fangen
- Fledermaus Wohnung wen anrufen
- Hotelzimmer Berlin kurzfristig
16. August 2024, Berlin
Eine PR-Agentur schickt mir eine Einladung in ein Wellness-Hotel in den Dolomiten. Normalerweise mache ich prinzipiell keine Blog-Kooperationen, weil mir das zu langweilig und doof ist. Außerdem will ich mir meine Unabhängigkeit bewahren.
Schaue mir trotzdem mal die Website des Hotels an. Die wartet mit atemberaubenden Landschaftsfotos auf, die Hotelanlage ist ansprechend weitläufig gestaltet, die Zimmer sind zwar mit viel Holz eingerichtet, sehen aber trotzdem modern und gemütlich aus, und bei den Bildern zum kulinarischen Angebot läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
Warum nicht doch mal eine Kooperation machen, überlege ich mir. Ein paar Tage entspannen, sich verwöhnen lassen und ein paar launige Texte darüber schreiben. Das wird mich schon nicht korrumpieren.
Bevor ich meine Antwort formulieren kann, erhalte ich eine zweite Mail der Agentur. Ich sei versehentlich auf dem Verteiler gelandet und sie bitten die damit verbundenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Somit endet meine erste Blog-Kooperation, bevor sie begonnen hat.
17. August 2024, Berlin
Überrasche den Sohn, der zu mir ins Arbeitszimmer kommt, weil ich Antilopen-Gang höre. „Bist du jetzt Deutsch-Rap-Fan?“, fragt er. Aus seinem Blick spricht gleichermaßen Respekt und Befremden gepaart mit einer Brise Fremdscham.
Erkläre ihm, dass Danger Dan der Sänger der Antilopen-Gang sei, was dem Sohn neu ist, weil er nur dessen Klavieralbum kennt. Verzichte darauf, meine Ausführung mit „Yo, bro.“ zu beenden, um das zarte Pflänzlein der Anerkennung meines Sohnes nicht leichtfertig zu zerstören.
Aus dem gleichen Grunde verschweige ich lieber, dass ich eigentlich auf der Suche nach einem Duett von Danger Dan mit Sebastian Krumbiegel von den Prinzen war, das mit Deutsch-Rap weniger zu tun hat als Heinos „Schwarzbraun ist die Haselnuss.“
18. August 2024, Berlin
Vor unserem Haus läuft ein Mann auf und ab, lautstark telefonierend, in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Vielleicht irgendetwas osteuropäisches. Im Laufe des Gesprächs echauffiert er sich immer mehr, bis er schließlich in sein Handy brüllt.
Finde das super nervig. Also, nicht die Lautstärke, sondern dass ich nicht weiß, was ihn so erregt.
Buchverlosung: „Mörderischer Sanddorn“ von Sven Trautwein
In einigen Bundesländern sind die Sommerferien schon rum, in anderen noch in vollem Gange. Urlaubszeit ist bekanntlich Krimizeit und es gibt doch nichts Schöneres, als entspannt am Strand zu sitzen, ein kühles Getränk in der Hand, im Hintergrund das Rauschen des Meeres und dabei zu lesen, wie jemand kaltblütig gemeuchelt wird und dann mitzurätseln, wer wohl der Mörder und manchmal auch die Mörderin ist. Daher freue ich mich, „Mörderischer Sanddorn“, den Debütroman von Sven Trautwein, verlosen zu dürfen.
„Mörderischer Sanddorn“ handelt auf 300 Seiten von Mord (bei einem Krimi naheliegend), der dänischen Nordseeküste, einer jungen Kommissarin mit unaufgearbeiteten Familienkonflikten, Windrädern, einem Klimaaktivisten (ohne Kleber), einer Bürgerbewegung und Sanddorn-Spezialitäten (bei dem Titel ebenfalls naheliegend). (Kleiner Spoiler: Der Sanddorn ist nicht der Täter.) Das Buch bietet nicht nur spannende Leseunterhaltung mit Überraschungen und Wendungen, sondern macht auch Lust auf Dänemarkurlaub und auf Sanddorn-Spezialitäten.
Bisher ist „Mörderischer Sanddorn“ ausschließlich als e-Book erschienen, aber bei den zu erwartenden Verkaufszahlen, gibt es sicherlich auch mal eine Print-Version. Netterweise stellt Sven ein „Exemplar“ seines Krimis zur Verfügung (als epub-Datei oder für Kindle), das ich unter den Leser*innen des Familienbetriebs verlose.
Verlosung
Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, muss bis zum 22. August, 18 Uhr, einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen und schreiben, welche Sanddorn-Spezialität sie oder er gerne mal ausprobieren würde. Ein einfaches „Moin“ reicht auch. Oder irgendetwas anderes. Hauptsache ein Kommentar.
Wie immer sind Rechts- und Linksweg ausgeschlossen, eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich, alle E-Mail-Adressen werden nach Abschluss der Verlosung DSGVO-konform gelöscht, bliblablö und es gelten die folgenden Bedingungen. Allen Teilnehmenden viel Glück bei der Verlosung.

Sven Trautwein: Mörderischer Sanddorn. Kriminalroman. Stine Søgårds erster Fall. Ullstein eBooks. 6,99 €. (Affiliate-Link)
Alle Beiträge der Wochenschau finden Sie hier.
Sie möchten informiert werden, damit Sie nie wieder, aber auch wirklich nie wieder einen Familienbetrieb-Beitrag verpassen?


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Gott“ ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind „Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter“, „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ sowie „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“*. (*Affiliate-Links)




