Familien-Tweets der Woche (217) – „@guycalleddad“ Urlaubsvertretung

Die DSGVO, so beliebt wie ein eingewachsener Zehnagel. Auch diese Woche der Hinweis:Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter, irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.

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Ich weile zwar immer noch auf Föhr und labe mich an Camping-Wecken, aber deswegen sollen Sie nicht unter Familien-Tweets-Entzug leiden. Diese Woche übernimmt der großartige DerDave (@guycalleddad) von Twitter die Urlaubsvertretung. DerDave ist ein ganz feiner Kerl und wenn ich jemals Pferde stehlen möchte, weiß ich, dass er mir ohne zu zögern sofort helfen würde. Obwohl ich gar nicht wüsste, was ich mit gestohlenen Gäulen machen möchte. Aber DerDave hätte sicherlich einen Rat. („Salami!“) Also, falls Sie einen Twitter-Account haben, dann folgen Sie DerDave, und falls nicht, legen Sie sich einen Twitter-Account zu, und folgen Sie ihm dann.

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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.

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Föhr 2018 – Tag 11: Wasser-Ballspiele. Oder: Catch me if you can

Es ist kurz vor halb sieben, als mich das Plätschern der Wellen weckt. So wie ich es mir bei der Übernachtung im Schlaftstrandkorb vorgestellt habe (Allerdings erst anderthalb Stunden später). Nicht vorgestellt habe ich mir allerdings die Seniorinnengruppe, die sich um 6.30 Uhr zum Frühschwimmen trifft und dabei lautstark unterhält.

Guten Morgen! #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #keinekohledafür

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Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei und der Strand fast menschenleer. Allerdings nicht tierleer. Über dem Strandkorb kreisen ein paar kreischende Möwen wie Aasgeier über ihrer Beute. Ich hoffe, sie haben mir nicht den Part des Aases in ihrem Rollenspiel zugewiesen. Glücklicherweise sage ich den Möwen aber anscheinend als Frühstück nicht zu und sie verschwinden wieder.

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Föhr 2018 – Tag 10: Eine Nacht am Meer

Es ist 7.30 Uhr, als ich von einem lauten „Guten Morgen, du faulpelziges Faultier!“ geweckt werde. Beach Body steht in unserem Wohnzimmer, wo wir seit der Ankunft der Kinder auf dem Schlafsofa nächtigen, und reißt die Gardinen auf.

„Nachdem du gestern beim Flanieren durchs Watt regenerieren konntest, hauen wir heute so richtig rein“, eröffnet mir Beach.

„He, das waren gestern sechzehn Kilometer, die wir insgesamt gegangen sind“, protestiere ich.

„Genau“, erwidert Beach. „Und heute laufen wir sechzehn Kilometer. Schön in einem knackigen Tempo, um mal wieder einen Reiz zu setzen.“

Den Reiz setzt Beach bei mir ja eigentlich mit seiner schieren Anwesenheit, aber ich glaube, er versteht darunter etwas anderes. Er wirft mir meine Laufklamotten zu und pfeift „Sweeet Sixteen“ von Billy Idol.

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Föhr 2018 – Tag 9: Watt’n Weg!

Für heute haben wir uns eine Wattwanderung nach Amrum und einen Tag auf der Nachbarinsel von Föhr vorgenommen. Daher klingelt um 7.05 Uhr in der Frühe schon der Wecker.

Guten Morgen. #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #keinepinkepinke

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Einen klingelnden Wecker und dazu auch noch um 7.05 Uhr, das möchte man im Urlaub eigentlich nicht. Entsprechend ist die Stimmung bei uns im Ferienappartement nicht gerade ausgelassen. Eher so wie in der Kabine der deutschen Nationalmannschaft nach dem 0:2 gegen Südkorea. Auch parliert die Familie heute früh nicht so eloquent, wie sie es sonst zu tun pflegt. Es werden lediglich ein paar Kommandos gebellt („Zähne putzen!“, „Eincremen!“, „Toilette!“), ansonsten ist die Kommunikation eher sparsam. Wenn  heute die Rolle „mürrische Familie“ zu besetzen ist, sind wir ganz vorne dabei.

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Föhr 2018 – Tag 8: Eine Luftmatratze ist eine Luftmatratze ist eine Luftmatratze

Es ist 8.30 Uhr und der Sohn begleitet mich heute beim Laufen. Beach Body ist begeistert. „Endlich jemand, der motiviert ist und Energie hat“, freut er sich. Allerdings dreht der Sohn nach drei Kilometern um und läuft alleine zurück. Ich glaube, er ist genervt, dass ich die ganze Zeit sinnlos vor mich hinlabere und mich mit irgendjemandem unterhalte.

Moin, moin. #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #keingelddafür

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Beach scheuch mich die Strandpromenade entlang, vorbei an den Surfschulen und dem Drachenstrand bis zum FKK-Bereich. „Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du hier eine Augenweide sein“, prophezeit mir Beach. Ich glaube ja eher, wenn Beach mit mir fertig ist, werde ich auf der Intensivstation landen. „Da werden die Ladies richtig steil gehen“, fährt er fort. Wenn ich mich recht entsinne, bin ich vor fünf Jahren auch schonmal am FKK-Strand vorbeigejoggt. Die Nacktbaderinnen dort waren alle eher ältere Semesterinnen und, um es einigermaßen respektvoll auszudrücken, hatten sehr viel Quadratzentimeter Haut, die sie freizügig zeigten. Daher möchte ich mir nicht vorstellen, wie diese Damen „steil gehen“ werden, wenn ich nackert an ihnen vorbeirenne. (Notiz an die Frau: Selbstverständlich würde ich mir auch nicht vorstellen wollen, wie die Damen „steil gehen“, wenn es sich um Victoria-Secret- oder Sports-Illustrated-Models handelte.) Weiterlesen →

Föhr 2018 – Tag 7: Kinder, Kinder. Oder: Sie sind wieder da!

Es ist sieben Uhr, als ich durch unsanftes Rütteln an der Schulter geweckt werde. Beach Body steht neben meinem Bett und ruft in ebenso unerträglicher Lautstärke wie Fröhlichkeit: „Rise and shine!“ Dann reißt er die Gardinen auf und blökt: „Let’s go running!“ Warum kann der Kerl nicht mit den doofen englischen Sprüchen aufhören? Oder am besten gleich verschwinden?

Danke für diesen guten Morgen … #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #ohnegeld

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„Mann, Beach, heute ist Sonntag“, grummele ich.

„Ja, und?“ fragt er verständnislos.

„Sonntag ist der Tag des Herrn und da soll man ruhen“, erkläre ich. „Steht in der Bibel.“

„Sonntag ist der Tag des Herrn und da soll man ihn loben“, erwidert Beach. „Und wie könnte man das besser machen, als durch einen knackigen 20-Kilometer-Lauf?“

Mir fallen spontan eine Milliarde alternative Möglichkeiten ein, wie man den Herrn loben könnte (zum Beispiel durch Schlafen oder Käsekuchen essen), aber ich glaube, Beachs Frage war rhetorisch.

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Föhr 2018 – Tag 6: Seid ihr alle gut drauf?

„Keine Schmerzen! Hast du gehört? Keine Schmerzen!“ Es ist neun Uhr, ich liege neben den Reckstangen an der Strandpromenade im Gras und Beach Body zwingt mich, Sit-ups zu machen. Dabei boxt er mir jedes Mal, wenn ich in die Ausgangsposition zurückkehre, in den Magen, was äußerst schmerzhaft ist, und brüllt mir wie der Trainer von Rocky ins Ohr, dass ich gefälligst keine Schmerzen haben soll. (Beach Body ist eine sehr komplexe Persönlichkeit.)

Nach 30 Minuten endet endlich meine Tortur. Oder wie Beach es nennt: meine P.A.F.F.-Session („Power Aufwach Fit & Fun-Session“). Als Beach Body außer Sichtweise ist, krieche ich erschöpft zum Bäcker.

Guten Appetit! #schoenefoehrien #werbungdaortsnennung #keingelddafür

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Föhr 2018 – Tag 5: Maximale Urlaubsentspannung. Oder: Das Großhirn geht flöten

Es ist kurz vor halb neun, als ich das Wohnzimmer betrete. Dort treffe ich Beach Body, der am Esstisch sitzt. Vor ihm steht ein Banane-Spinat-Smothie. Oder ein Glas Kotze. Olfaktorisch ist das nicht so einfach zu unterscheiden.

„Warum bist du noch nicht umgezogen?“ fragt Beach mich streng. „Oder willst du etwa in deinen Schlaf-Shorts joggen gehen? Naja, bei deinem Laufstil ist das auch egal.“ Ich verdrehe die Augen und trinke ein Glas Wasser.

Unten auf der Straße erklärt Beach Body: „Heute gibt es einen niedlichen 14er. Im gemächlichen Tempo. Das solltest selbst du hinbekommen.“ Bevor ich erwidern kann, dass ich mich eher für einen niedlichen 1,4er erwärmen könnte, ist Beach Body schon wie eine Rakete losgerannt.

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Familien-Tweets der Woche (216) – „Johnnys Papablog“ Urlaubsvertretung

Nur weil unsereins täglich mit dem Beach Body ringt, sich mit Camping Wecken vollstopft und am Föhrer Strand das Hirn wegbrutzelt, sollen Sie selbstverständlich trotzdem nicht auf die Familien-Tweets verzichten. Die hat diese Woche in bewährter Weise, wie schon in den letzten Jahren, Johnny von „Johnnys Papablog“ als Urlaubsvertretung ausgesucht. Also statten Sie ihm einen Besuch ab und dann lesen Sie noch alle anderen Blogbeiträge von ihm. Das lohnt sich nämlich.

Viele Spaß beim Lesen!

Familien-Tweets der Woche (2015) - "Johnnys Papablog" Urlaubsvertretung

Föhr 2018 – Tag 4: Wo gesungen wird, da lass dich nieder

„Sind wir hier bei der Mehlsack-Challenge, oder was?“ Es ist 8 Uh, ich hänge an der Reckstange am Strand, und Beach Body motiviert mich, Klimmzüge zu machen. Beziehungsweise er tut das, was er für motivieren hält. Nach meiner Erfahrung der letzten Tage verfolgt er ein „Zuckerbrot und Peitsche“-Konzept, bei dem das Zuckerbrot durch eine Knute ausgetauscht wurde.

Falls Sie mal „Ein Offizier und Gentleman“ gesehen habe, erinnern sie sich vielleicht noch an den Ausbilder, der Richard Gere in dem Film drangsaliert. Im Vergleich zu Beach Body kann er als sanftmütiger, nachsichtiger und empathischer Mensch gelten. Weiterlesen →