Der musikalische Adventskalender 2015 – Tag 15: ‚Xmas has been X‘ed‘ von NOFX (vorgestellt von ‚Daddylicious‘)

Auch dieses Jahr steigert der musikalische Adventskalender die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ins Unermessliche. Diesmal mit ganz vielen phantastischen Gastautorinnen und Gastautoren, die ihre liebsten Lieder zur Weihnachtszeit vorstellen. Viel Spaß beim Hören!

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Der musikalische Adventskalender freut sich heute über den Beitrag von Kai Bösel vom einzig wahren Online-Väter-Magazin ‚Daddylicious‘, das er gemeinsam mit Mark Bourichter betreibt. Werdende, junge und alte Väter, die Infos zu Erziehung und kindliche Entwicklung, über rechtliche Fragen oder zu Must-Have-Gadgets für coole Väter suchen, werden hier fündig. Es ist das Verdienst von Kai und Mark, dass Männer, die sich liebevoll um ihre Kinder kümmern, nicht länger Angst haben müssen, ihre ‚Cochones‘ zu verlieren (nicht einmal, wenn sie mal einen Abend alleine mit ihren Neugeborgenen verbringen). Und es ist Kais Verdienst, dass ein wenig Punk-Rock Einzug in den musikalischen Adventskalender erhält.

A headbangin‘ Xmas to all of you

Ich kenne nicht ein einziges Lied der aktuellen Charts. Und wenn ich mich mal außerhalb meines gewohnten Radio-Empfangsgebietes aufhalte und auf mir nicht bekannte Pop-Sender ausweichen muss, dann merke ich, dass ich auch nichts verpasst habe. Denn musikalisch gehöre ich wohl eher in das letzte Jahrtausend und tummle mich akustisch am liebsten da, wo früher „Independent“ am Plattenregal zu lesen war.

Klar spielt Musik auch zu Weihnachten bei uns Zuhause eine große Rolle. Und neben den selbstgeschmetterten Klassikern mit unserer Tochter laufen bei uns die besten Christmas-Songs von Johnny Cash, Elvis oder Brian Setzer mit seinem Orchester.

Aber nun darf ich mich hier mal richtig austoben und meinen liebsten Weihnachtssong vorstellen. Daher bekommt Ihr von mir nun den Punk-Rocksong „Xmas has been X’ed“ von meiner zweitliebsten Kapelle NOFX um die Ohren. Bääääm. Das ist für Euch vielleicht alles andere als weihnachtlich. Aber nur weil am Baum die Lichter brennen, schmeiß ich ja nicht gleich meinen Musikgeschmack über Bord. Abgesehen davon stehen auch meine Frau und unsere Kinder auf erdigen Rock. In der richtigen Dosis und angepasster Lautstärke.

Warum NOFX? Die vier Jungs aus Amerika stehen bei mir seit über 20 Jahren direkt hinter Social Distortion auf Platz 2 meiner Lieblingsbands. Die Crew um Frontmann Fat Mike macht auch live richtig gute Laune – inklusive Pogo im Moshpit. Daher gehört ihr nicht ganz ernstgemeinter Weihnachtssong auf jede Xmas-Setlist. Glaubt Ihr nicht? Dann checkt mal das Video. Happy Xmas!

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Vielen Dank für diesen krachenden Weihnachtssong, lieber Kai!

Noch viel mehr von ‚Daddylicious‘ gibt es hier zu lesen:

 

Blogparade #Väterglück: Was Väter glücklich macht

Beschämt habe ich festgestellt, dass bei mir noch ein Blogstöckchen rumliegt. Das Stöckchen ist fast schon ein wenig vergammelt, modrig und faulig. Denn es ist bereits mehr als zwei Wochen her, dass es mir die Kollegen von ‚Daddylicious‘ zugeworfen haben. Es geht um Väterglück, also darum, was Väter glücklich macht. Nun gut, ich will mich daran versuchen.

Um es vorweg zu sagen, finde ich, dass sich das Glück von Vätern und Müttern wahrscheinlich gar nicht so großartig unterscheidet. Das im Folgenden beschriebene Väterglück macht sicherlich auch alle Mütter glücklich. Es ist  ein ubiquitäres Elternglück, das ich uns allen von ganzem Herzen wünsche.

Das große Glück. Sinnbild.

Das große Glück. Sinnbild.

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Es gibt sehr viele Momente, in denen Väter Glücksgefühle verspüren. Zum Beispiel wenn die Tochter es auf dem Spielplatz im Klettergerüst bis ganz nach oben geschafft hat und voller Hochgefühl nach unten winkt, dann hüpft dein väterliches Herz freudig höher (Und du verspürst tiefe Erleichterung, dass das gute Kind gelenkiger und motorisch geschickter ist, als du es jemals warst.). Oder wenn der Sohn sein erstes Judoturnier gewinnt und mit stolzgeschwellter Brust auf dem Siegertreppchen steht, strömt durch deine Adern pures Glück (Und du bist unendlich froh, nicht die eigenen unsportlichen Gene vererbt zu haben.).

Ganz zu schweigen von dem Augenblick, wenn du dein Kind nach der Geburt das erste Mal friedlich und engelsgleich in den Armen hältst. Da verdrückst du möglicherweise vor Rührung gar das eine oder andere Tränchen. Zu diesem Zeitpunkt ahnst du auch noch nicht, dass dich dieses kleine Geschöpf in den nächsten Monaten nachts immer wieder und wieder aus dem Schlaf reißen wird. Gnadenlos und unerbittlich, bis du glaubst, der Anti-Christ ist in Gestalt eines Säuglings auf die Erde gekommen, um dich zu peinigen. Aber das nur am Rande.

Ja, im Leben eines Vaters sind das alles ganz tolle Ereignisse. Ergreifend, einzigartig, rührend und so weiter und so fort, etc. pp. blablabla. Denn eigentlich ist das größte Väterglück viel banaler. Es gibt ihn nämlich tatsächlich, diesen einen Moment, der die oben beschriebenen Situationen glücksgefühlsmäßig bei weitem in den Schatten stellt. In dem das Dopamin in Strömen fließt wie das Bier auf dem Oktoberfest und in dem die Endorphine so ausgelassen tanzen wie ein Raver auf der Love Parade:

Wenn du ganz in Ruhe kackst!

Ein stiller Ort. Des Vaters großes Glück des Vaters.

Ein stiller Ort. Des Vaters größtes Glück.

Was gibt es Schöneres, als ein wenig For-me-time auf dem Abort? Mit sich und seinem Darm im Reinen sein. Die Seele und anderes baumeln lassen (Ich denke, die Leserinnen und Leser freuen sich sehr über das schöne Kopfkino, das ich ihnen gerade bereite.). Mehr braucht es nicht, um einen Vater richtig glücklich zu machen.

Das Problem: Die väterliche Ruhe auf dem Donnerbalken ist eine Schimäre. Ein Hirngespinst, ein Trugbild. Es gibt sie nicht. Man sucht sie stets und findet sie doch nie. Wie den Heiligen Gral, das versunkene Atlantis oder das Bernsteinzimmer. Sie existiert nur in väterlichen Phantasien, aber nicht im realen Hier und Jetzt, in einer Welt, in der Kinder diktatorisch über das Klosett herrschen.

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Als die Tochter auf die Welt kam, beendete sie die Ära des stillen Örtchens mit lautem Geschrei (An dieser Stelle höre ich förmlich die ‚Aahs‘ und ‚Oohs‘ der werten Leserinnen- und Leserschaft ob dieses gelungenen Wortspiels.). War ich mit ihr alleine, mussten meine Beine nur für den Bruchteil einer Sekunde die Klobrille berühren und sofort fing die Tochter lautstark an zu brüllen. Sie hörte erst wieder auf, wenn ich mich erhob. Lange Zeit war ich der festen Überzeugung, dass an unserer Toilette ein Bewegungsmelder angebracht war. Bei Druckausübung löste ein Sensor in den töchterlichen Synapsen einen biochemischen Reiz aus, der dazu führte, dass sie mit einer Lautstärke von 100 Dezibel schrie. Somit musste jeder Toilettengang in Rekordgeschwindigkeit durchgeführt werden, damit besorgte Nachbarn nicht das Jugendamt benachrichtigten, da sie befürchteten, ich misshandele das arme Kind.

Aber so etwas erzählt einem ja niemand, wenn du Eltern wirst. Vor den schlaflosen und kraftzehrenden kurzen Nächten davor warnen sie dich. Schlafen sollst du, wenn das Kind schläft. Das raten sie dir. Was für ein Unfug! Aufs Klo gehen sollst du, wenn dein Kind schläft. Das wäre mal ein wertvoller Tipp.

Beim Sohn, der knapp drei Jahre nach der Tochter kam, war es auch nicht besser. Zu Beginn der dreimonatigen Elternzeit mit ihm unterlag ich dem Irrglauben, wir zwei Männer könnten in friedlicher Koexistenz im Badezimmer sitzen. Ich auf dem Porzellan-Thron, er in seiner Babyschale. Vater und Sohn, Auge in Auge, den frühkindlichen Verlustängsten trotzend. Was in der Theorie bestechend klang, erwies sich in der Praxis als naiv. Spätestens nach 30 Sekunden tat der Sohn seine Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation durch lautes Wehklagen kund. Da half kein Schnuller, keine Rassel und kein Singen. Nicht einmal ‚Blowin‘ in the wind‘, was ich situativ-thematisch immer ganz passend fand.

Die prekäre Toilettensituation bessert sich auch nicht, wenn die Kinder älter werden. Inzwischen ist die Tochter 11 und der Sohn 8, aber sobald ich auf Toilette gehe, dauert es keine 60 Sekunden, bis ein Kind mit fast überschwappender Blase an die Badezimmertür hämmert wie ein GSG9-Kommando bei einer Geiselbefreiung und energisch Einlass fordert.

Nun könnte man vermuten, dass man abends, wenn die Kinder im Bett liegen, die Stille auf dem Klo genießen kann. Eine Annahme, die von grenzenloser, weltfremder Einfältigkeit zeugt. Oder von Kinderlosigkeit. Denn ist ein Kind zu Bett gegangen, muss es mindestens noch vier Mal auf Toilette gehen. So will es das Gesetz. Und danach muss es immer etwas trinken, so dass es später wieder vom Harndrang gepeinigt wird. Damit ist auch in den Abendstunden die Stille auf dem Klo empfindlich gestört.

Aber selbst wenn die Kinder und ihre Blasen endlich eingeschlafen sind, ist es mit einem entspannten Aufenthalt auf der Doppelnull nicht weit her. Kaum hast du es dir für 30 Minuten auf dem Lokus gemütlich gemacht, um die letzte Ausgabe des Philosophie-Magazins* (* des Kickers) zu studieren, klopft die Freundin ungeduldig an die Tür, da sie ebenfalls dringend Wasser lassen müsse. Wie soll man da als Vater glücklich werden?

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Denn so ist es mit dem Väterglück. Es ist so nah (quasi nur ein Zimmer entfernt) und doch so fern. Aber vielleicht bekomme ich zum nächsten Vatertag einmal einen Gutschein für mein größtes Väterglück.

Das wäre toll!

Das Bloggen der Anderen (40)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

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Das Bloggen der Anderen (36)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre stoße ich immer wieder auf viele interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Auf ‚Essential Unfaireness‘ gibt es unter der schönen Überschrift ‚Mama, Mama, Kind‘ einen lesenswerten Artikel darüber, dass die konservativen Argumente gegen die so genannte ‚Homo-Ehe‘ anscheinend hauptsächlich darauf abzielen, die steuerliche Bevorzugung von Ehepaaren (ob mit oder ohne Kinder) zu verteidigen. Ich finde die Argumentation sehr schlüssig und dachte, sie sei allgemeiner Konsens – bis ich den ersten Kommentar zu dem Artikel las (und ich muss gestehen, dass ich es nicht geschafft habe, ihn zu Ende zu lesen).

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Mein Leben als digitaler Höhlenmensch

Inspiriert durch das kürzliche Microsoft-Bloggertreffen zum Thema „Familization of IT“ hat Co-Daddylicious Kai Bösel darüber geschrieben, wie Software, Apps und Devices seinen Tag als Vater und Unternehmer einerseits erleichtern, andererseits aber auch zum dominierenden Faktor werden können. Und weil er so schön in Fahrt war, hat er dazu unter dem Hashtag #einfachmachen eine Blogparade gestartet und unter anderem mich gefragt, ob ich mich beteilige. Da ich auch mal den Eindruck erwecken möchte, ein cooler Dad zu sein, bin ich gerne mit von der Partie. Als Ausdruck meiner tiefen Wertschätzung für Kai sowie meiner grenzenlosen Kreativität kopiere ich seinen ethnologischen Auto-Beobachtungsansatz und beschreibe ebenfalls, wie die Digitalisierung meinen Alltag beeinflusst oder auch nicht: Mein Leben als digitaler Höhlenmensch!

 

5.45 Uhr

Der Wecker klingelt unerbittlich. Es ist kein Handy-Wecker oder gar ein iPod, der mich mit einem meiner Lieblingslieder begrüßt, sondern ein neun Jahre alter Radio-Wecker. Somit bin ich auf Gedeih und Verderb der Musikredaktion von Radio Eins ausgeliefert, die mich hoffentlich mit einem guten Lied in den Tag schickt.

Das Radio ist schon etwas altersschwach und wenn man auf die Snooze-Taste drückt, besteht die Gefahr, dass sich der Sender-Regler verschiebt. Daher ist es allen Familienmitgliedern – und insbesondere denen unter 12 Jahren – strengstens verboten, besagte Taste zu berühren. Man möchte schließlich nicht, dass sich der Regler auf einen Schlager-Sender einstellt und Helene Fischer morgens bei einem mit ‚Atemlos‘ einen anaphylaktischen Schock auslöst.

Radio Eins beschert mir heute Morgen dankenswerterweise ‚Lieblingsfarben & Tiere‘ von Element of Crime und damit die für heute programmatischen Liedzeilen:

„Die Emails und die Kurznachrichten
kannst Du zusammen mit den
Excel- und Word-Dokumenten dahin tun,
wo die Sonne auch an warmen Tagen
niemals scheint und wo auch schon die Meetings
und die Skype-Kontakte ruhn.“

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Das Bloggen der Anderen (31)

Fundstücke vom Durchstreifen der Blogosphäre. Viel Spaß beim Lesen!

  • Christine stellt auf ‚Mama arbeitet‘ eine hervorragende Idee vor, wie ein Blog trotz Verzicht auf Werbung, Affiliate Links und Ähnlichem monetarisiert werden kann: Merchandising! Das stylishe Design und die hochwertige Verarbeitung der vorgestellten Fan-Artikel können auf Anhieb überzeugen und ich sehe Christine schon vor meinem geistigen Auge wie ‚Dagobert Duck‘ in einem Zimmer voll Geld schwimmen! Es sei ihr vergönnt.

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Das Bloggen der Anderen (20)

Beim Herumtreiben in der Blogosphäre  stoße ich immer wieder auf interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen:

  • Mein absolutes Highlight der letzten Woche ist ein Artikel von Andrea Harmonika. Sie schreibt auf ihrem gleichnamigen Blog eine Ode an Fräulein Prysselius (genau, die Prusselise aus Pippi Langstrumpf) und ruft zu deren Rehabilitation beziehungsweise gleich ihrer Heiligsprechung auf. Während der versoffene Vadder Langstrumpf nur alle Jubeljahre bei seiner Tochter auftauchte, um die Alimente in Form einer Kiste Gold abzugeben, sei die Prusselise doch die einzige Erwachsene gewesen, die sich, wenn auch etwas verschroben, für das Wohlergehen der Langstrumpf-Tochter einsetzte. Damit  qualifiziere sie sich als Schutzpatronin aller Erzieherinnen und Erzieher sowie geplagter Eltern von „verhaltenskreativen“ Kindern. Und ‚Andrea Harmonika‘ qualifiziert sich mit ihren Artikeln für jede Blogroll!

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Das Bloggen der Anderen (13)

Beim Recherchieren für meinen Blog stoße ich immer wieder auf interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen:

  • Die Väter von ‚Daddylicious‘ geben Eltern, die von Rolf Ich-bin-Milliardär-weil-alle-Eltern-meine-Platten-kaufen-müssen Zuckowski die Nase (beziehungsweise in diesem Fall die Ohren) voll haben, ein paar sehr nette Empfehlungen zu guter Kinder-Mucke, damit die lieben Kleinen sicher an geschmackvolle Musik herangeführt werden. Ein sehr empfehlenswerter Artikel, in dem lediglich ein paar Hinweise fehlen, was Eltern tun können, wenn ihre Kinder bereits Helene-Fischer-infiziert sind und zu jeder passenden und vor allem unpassenden Gelegenheit ‚Atemlos‘ singen (Tipps gerne an info@familienbetrieb.info).

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Das Bloggen der Anderen (11)

Beim Recherchieren für meinen Blog stoße ich immer wieder auf interessante Artikel, die zu gut sind, um sie nicht weiterzuempfehlen:

  •  Antje Herden hat auf ihrem Blog „Rauschmittel“ einen sehr amüsanten Beitrag darüber geschrieben, wie Kinder Fäkalwörter und Geschlechtsteile so vornehm bezeichnen, dass Erzieherinnen erst einmal nachschlagen müssen, was damit gemeint ist. Ein Beitrag, der sich nicht nur wegen der Verwendung des Wortes “ defäzieren“ zu lesen lohnt – ein Begriff, den man unbedingt in seinen aktiven Wortschaft einbauen sollte.

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